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23.11.15

Cast: Streaming-Player wird zum sozialen Unterhaltungskünstler

Der Medienkonsum – egal ob Sport-Übertragung, Film oder Spiel – wird zum sozialen Ereignis für die ganze Familie und Freunde. Auch, wenn sie weit entfernt wohnen. Cast möchte es möglich machen.

Player mit Stick und Kamera. (Foto: Genii) Player mit Stick und Kamera. (Foto: Genii)

Cast ist ein ansprechender Streaming-Player, der nicht nur Inhalte auf den großen HDTV bringt. Sondern mit anderen Menschen am Smartphone oder Tablet soll man gemeinsam seinen Spaß beim Schauen von Serien oder gar beim Zocken von Spielen haben. Wie das funktioniert?

Livestreaming und mehr

Cast ist auf den ersten Blick ein optisch eigenwilliges Gerät, das mittels eines Chromecast-kompatiblen HDMI-Sticks mit einem Fernseher verbunden wird. Zusätzlich gibt’s eine Kamera für Video-Gespräche. Eine App fürs Smartphone oder Tablet ist wiederum Dreh- und Angelpunkt für das eigentliche Erlebnis: So kann man aus hunderten Anwendungen (Netflix, TV-Kanäle, Twitch etc.) auswählen und diese durch einen Fingerwisch direkt zum TV-Gerät bringen - wie Chromecast eben. Zugleich aber lädt man beispielsweise Freunde ein, ein Fußballspiel gemeinsam zu schauen. Diese gesellen sich aus der Ferne mit einem Mobiltelefon, einem anderen Cast-Gerät oder Tablet dazu – via Splitscreen schalten sie sich mit ein. Neben möglichen Gesprächen in Echtzeit sind auch Messenger-Funktionen vorhanden. Und das sieht praktisch dann so aus…

Inhalte übertragen, Kumpels einladen, chatten und Spaß haben – Cast klingt zumindest nach einem sehr sozialen Ansatz. In eine ähnliche Richtung schielte Microsoft in der Vergangenheit bei Online-Komponenten der Xbox 360 und Xbox One. In diesem Fall allerdings konzentrieren sich die Erfinder auf ein gemeinsames Entertainment, genauso aber soll Cast an beliebige Orte in der Wohnung Film und Ton bringen können. Möglich wird dies durch eine schnelle WIFI-Verbindung und einen leistungsstarken Prozessor von Intel (NUC-Plattform). Wer möchte, stellt seine Lieblingsfilme auch auf einem Tablet oder auf dem Zweitfernseher im Schlafzimmer dar, der ebenfalls über einen Cast-Stick verfügt. Die Datenübertragung wurde eigenen Aussagen zufolge so optimiert, dass auch schnelle Games zusammen gespielt werden könnten, wenn man dies möchte.

Bei Kickstarter

Ich muss zugeben, dass mir der Ansatz sehr gefällt. Und ich hoffe nicht, dass es an der sympathischen Frau in dem oben eingebetteten Video liegt. Spaß beiseite: Wenn Cast so funktioniert, wie es die Macher versprechen, könnte das sehr wohl eine Bereicherung für Familienmitglieder und Freunde darstellen, die weit entfernt voneinander wohnen. Und bei Kickstarter scheint das Interesse groß genug zu sein: Die anvisierten 50.000 US-Dollar wurden längst geknackt, die Finanzierung ist damit bereits erfolgreich.

Für Filme geeignet. (Foto: Genii) Für Filme geeignet. (Foto: Genii)

Wer Geld vorschießt, kann sich aktuell ein Exemplar für 99 US-Dollar sichern, eine Auslieferung soll im September 2016 erfolgen. Für HDMI-Sticks und Kamera werden zusätzlich einige Dollar fällig. Regulär soll ein Cast 299 US-Dollar kosten, was dann doch recht happig erscheint. Auch die Betonung auf „Lifetime Access“ lässt darauf schließen, dass das Konzept theoretisch dazu geeignet wäre, von Besitzern monatlich eine Gebühr zu verlangen. Darüber verraten die Verantwortlichen gegenwärtig nichts.

Sagt euch der Ansatz zu? Dann schaut bei Kickstarter und auf der offiziellen Webseite vorbei.

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