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28.12.11Leser-Kommentare

Canon MG6250 im Test: Die Cloud in Grossmutters Stube?

Canon hat die Cloud entdeckt: Scanner und Kameras sollen ohne Kabel und über die Grenzen lokaler Netzwerke hinweg Daten an Drucker senden können. Wozu soll das gut sein? Wir wollten das ausprobieren...

Canon MG6250, noch nicht ganz in der Cloud angekommen {pd Canon;http://www.canon.de/About_Us/Press_Centre/Product_Information/all_in_ones/PIXMA_MG6250.aspx}

Egal, wo ich gerade bin, ich kann jederzeit ein Bild mit dem Multifunktionsdrucker/-Scanner Canon MG6250 drucken, der in meinem Büro steht. «Schon toll, irgendwie, aber für mich doch eigentlich überflüssig» dachte ich mir, während ich mich durch den Setup-Prozess tippte, was im konkreten Fall bedeutet: den MG6250 mit meinem Picasa- und meinem Google-Docs-Account verknüpfen.

Warum sollte ich ein Bild oder einen Brief an meinen Drucker senden wollen, während ich beispielsweise in der Wüste von Arizona den Meteor Crater bewundere? Nur weil dies beeindruckend schnell und einfach funktioniert? Das reicht mir nicht aus. Will ich mit jemandem ad hoc ein Bild oder ein paar Worte teilen, sende ich diese per Email, Facebook-Messaging, Twitter, Skype oder [itunes]WhatsApp[/itunes] – das geht noch schneller und noch einfacher. Es sei denn...

...tja, es sei denn, der Empfänger lebt noch im Papierzeitalter und mag nicht auf flimmernde Bildschirme oder kleine Displays starren, um meine Grüsse zu empfangen. Wie zum Beispiel meine Grossmutter. Voilà, und schon haben wir einen praktischen Einsatz für die Cloud, den ich direkt ausprobiert habe: Ein Drucker wie der Canon MG6250 kann in Grossmutters Stube Ungeahntes vollbringen: nämlich den Digital Gap überwinden. Nicht selten habe ich mir eine Möglichkeit gewünscht, meiner Grossmutter einen schnellen und unkomplizierten Gruss aus meinen Ferien zu senden – Postkarten sind anstrengend: die Sujets sind nicht selten von zweifelhafter Ästhetik, man muss die Rückseite der kleinformatigen Karten bekritzeln – und zwar von Hand –, dann Briefmarken auftreiben und ablecken(!) und schliesslich muss man die Dinger auch noch in Kästen einwerfen, deren Anzahl überall auf der Welt schneller abzunehmen scheint als jene der zufriedenen Mitarbeiter in HPs Tablet- und Smartphone-Sparte.

Da kommt ein Cloud-Drucker wie gerufen. Foto mit dem Smartphone schiessen, ins Picasa-Album hochladen, zum Beispiel mit [itunes]Web Albums[/itunes], und von dort an den Drucker senden, der neben Grossmutters Bakelittelefon steht. Das ist vielleicht nicht die günstigste Art (der Pixma MG6250 kostet bei Amazon um EUR 160,00), grossmütterliche Freude zu evozieren, aber eine sehr schöne und persönliche… wenn sie denn Realität wird. Canon bleibt bis jetzt seinen Kunden das im Sommer 2011 angekündigte Firmware-Update schuldig, das obiges Szenario Wahrheit werden liesse. Für den Moment muss man sich also damit begnügen, per Tastendruck am Drucker selbst Dokumente aus der Cloud (Google Docs, Picasa und Canons eigener Dienst) auszudrucken.

Was Grossmutter, so das Firmware-Update im ersten Quartal 2012 kommt, vielleicht weniger beeindrucken wird als der gelungene Schnappschuss vom anderen Ende der Welt:

Der Canon Pixma MG6250 verfügt über sechs separate Tintentanks, druckt bei einer Auflösung von 9'600 x 2'400 dpi bis zu 9,3 farbige A4-Seiten pro Minute (ISO ESAT) und bis zu 12,5 in Schwarz-Weiss, wenn gewünscht doppelseitig; für den Druck eines Farbfotos auf Spezialpapier benötigt er etwa 20 Sekunden. Der integrierte Scanner löst 4'800&nbspx 4'800 px auf und benötigt circa neun Sekunden, um eine A4-Seite in Farbe einzulesen; als Farbkopierer schafft der MG6250 circa 7,6 ISO-Seiten pro Minute. Weitere technische Angaben finden sich auf Canons deutscher Webseite. Dort wird übrigens angekündigt, dass der Google Cloud Print-Service «frühestens ab Ende November 2011 verfügbar» sein wird, auf der kanadischen Webseite ist der Start nota bene per erstem Quartal 2012 angekündigt – da weiss die kanadische Hand nicht, was die deutsche tut...

Wir bleiben gespannt und halten Sie auf dem Laufenden. Kollege Thomas Jungbluth hat den «grossen Bruder» Pixma MG6250 im Test, der zusätzlich noch Dias scannen kann. Demnächst in diesem...

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Kommentare

  • jan

    28.12.11 (19:01:29)

    canon erfindet also das fax-gerät neu? na meinetwegen... das szenario mit der oma kann ich mir vorstellen, soweit in ordnung. Aber die Sache hat einen Haken: Meine Oma hat keinen Internet-Anschluss. Das heißt wir müssen das Szenario ändern in: Frisch verliebtes Paar muss sich von einander lösen, da er ein halbes Jahr in Arizona verbringt. Er bringt seinen Drucker zu ihr, wie romantisch, und sendet jede Woche ein Bild auf den Drucker. Manchmal fragt sie sich, ob Whatsapp nicht günstiger gewesen wäre, aber ok - der Wille zählt. Fazit: Es macht keinen Sinn, Bilder von unterwegs an seinen eigenen Drucker zu schicken. Man kann die Bilder in die Cloud senden und damit anderen Leuten zugänglich machen, die sie dann ggf. ausdrucken. Und man kann zuhause selbst auf den print-button drücken. Aber wenn der Drucker schnell genug ist, muss ich das nicht schon von unterwegs machen :D Außerdem: Wer druckt schon bilder zuhause aus, kann sich doch kaum jemand leisten!

  • Markus

    29.12.11 (07:22:53)

    Toller Test - nicht. Was wurde denn getestet? Druckqualität, menüführung, Tintenverbrauch. Wenn ich schon iso eta lese dann weis ich bescheid. Wenn ihr schon werbung macht dann bitte auch so Kennzeichnen!

  • Florian

    29.12.11 (09:27:45)

    Absolut richtig, reiner Luxus! Allerdings macht`s Spaß :-) Wir haben zu unserem IMac im August den Canon HP Photosmart Premium bekommen. Die Funktionen sind identisch nur das unserer ein größeres Display besitzt. Zunächst hielt ich den Drucker, mit seinem riesigen Display, für Männerspielzeug. Ganz ehrlich wieso benötigt ein DRUCKER 100erte von Apps, einen direkten Internet,- inklusive Facebook zugang. Und darüber hinaus noch ein eigenes Zugangsportal welches per IPhone-, IPad- Apps oder Browser von überall per Zugangsdaten zugänglich ist ?!?! Ich hab den ganzen Kram ausser acht gelassen und mich darüber gefreut, dass der Drucker innert weniger Minuten (vollautomatisch) mit ALLEN I-Devises inkl. Mac`s ins heimische Netz integriert war. Bis... ich eines Tages vor Langeweile auf dem Display rumgespielt habe. Ein paar Daten eingab und zack in Facebook auf dem neuesten Stand war. Er legt automatisch sämtliche Bilder diverser Society Netzwerke in Ordner ab und aktualisiert diese so oft wie gewünscht. Ok, ok braucht kein Mensch, sehe ich ein :-) Allerdings kam es schon öfters vor, dass einige der HP eigenen app`s genutzt wurden. Da wären Beispielsweise:,, Disney, Tabellen, Wetter, Zeitung, etc." für einige Großstädte sogar Veranstaltungskalender. Für die USA (ok, interessiert hier kein Schwein) stehen obendrein noch Einkaufscoupons für aktuelle Rabattaktionen zum Ausdruck bereit. Einige Wochen darauf musste ich einige Dokumente einscannen und dies war mir seit jeher ein Gräul. Zumal dies meist bedeutet erst ewig irgendwelche Treiber auf den Rechner laden zu müssen. Also 1 Stunde Arbeit für 5 (lausige) Blätter. Ich wurde eines besseren belehrt, zumal ich bereits die Gratis APP von HP auf meinem IPad bzw. IPhone geladen hatte. Von diesen Geräten aus lässt sich das gesamte Druckersystem steuern. Sprich Blatt auf den Scanner, auf dem IPhone ,,Scannen" drücken und schon wird gescannt. Das Testbild wird auf das IPhone geladen entscheidet man sich für diesen Test, scannt der Drucker in angegebener Auflösung und legt das Dokument in der vorgegebenen Stelle (I-Divice oder Mac) ab. Was die ,,Ferndruckfunktion" angeht... hat sich dies tatsächlich zur, von uns, am meisten genutzte Funktion dieses Druckers gemausert. Zumal es so simpel ist. Meine Frau fotografiert recht gerne und sind wir auf einen unserer Tagesausflüge nimmt Sie meist unsere kleine (Canon G12) mit. Die ist handlich und unterstützt die Eye-Fi Funktionen wunderbar. Ergo wird ein Motiv geschossen, lädt sich dies sofort auf das IPhone und IPad in der Handtasche. Sitzt man nun, nach dem Ausflug, gemütlich im Café liegen die Bilder bereits und "Fotos" in diesen Geräten. Man sieht sie sich durch und kann direkt einige bei Facebook hochladen, ein paar per Mail an die Verwandtschaft / Freunde (welche sich nicht für Facebook interessiert ;-) ) weiterleiten und ein paar richtig gut gelungene an den Drucker weiterleiten. Schon steht bei mir oder Ihr im Büro ein neues Bild auf dem Schreibtisch. Oder wird der Oma mitgebracht / per Post gesandt. Mein Fazit: Natürlich kann man ALLLLES was ich beschrieben habe mit einem Nadeldrucker aus den 80ern erledigen. Ganz klar! Aber wo bleibt der Spaß ? Für die Arbeit sind solche Drucker ohnehin nicht gedacht, dafür gibt's ab 500€ ganz passable Farblaserdrucker. Aber für die 150 - 200.- € können die Dinger schon so einiges. Und wegen ein paar Foto`s muss ich nicht gleich ins Rossmann oder Müller rennen um die Fotos entwickelt abzuholen. Soviele Fotos lasse ich garnicht entwickeln, dass sich (für uns) der Aufwand lohnen würde. Zumal ja das meiste entweder auf Bildschirmen angesehen oder direkt in den Datenmülleimer (Externe Festplatte) läuft.

  • Thomas Jungbluth

    29.12.11 (14:55:03)

    Stimmt - ein Test im herkömmlichen Sinne ist das nicht, Simon hat sich zunächst vor allem um den "Cloud"-Aspekt gekümmert. Doch bitten wir um Geduld, ein weiterer Drucker dieser Art steht auch noch bei mir, und einen "klassischen" Druckertest liefern wir (wie im Text versprochen) noch nach.

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