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23.07.12Leser-Kommentare

Canon EOS M: Canons erste spiegellose Systemkamera

Die Gerüchteküche hat in den letzten Monaten immer mal wieder vor sich hin gebrodelt, seit heute ist es offiziell: Auch Canon steigt in das Segment der spiegellosen Systemkameras ein. Rund einen Monat vor der IFA und fast zwei Monate vor der Photokina kündigt Canon heute die EOS M mit zwei Objektiven und einem Adapterring an.

Innen wie außen ist die Canon EOS M sehr konventionell geraten. (Bild: Canon)Das Design der EOS M darf man als enttäuschend konventionell bezeichnen - in den Spekulationen im Netz wurde auch eine Studie im Retro-Look herumgereicht, wie wir berichtet haben. So mutig ist Canon mit seiner Neuvorstellung nicht: Es wird auch hier auf den bewährten, unaufgeregten Stil des Hauses gesetzt, mit dem Canon in den meisten Kamera-Kategorien zu den Marktführern zählt. In wie weit es gelingen wird, den Vorsprung der anderen Anbieter im Bereich der spiegellosen Systemkameras aufzuholen, wird sich zeigen.

Technische Eckdaten

Canon kündigt die EOS M als Erweiterung der EOS-Familie an, und verspricht Bildqualität wie bei einer normalen Spiegelreflex. Dafür sorgen soll ein 18 Megapixel CMOS-Sensor mit APS-C Format, der JPEG- und RAW-Format gleichzeitig aufnimmt. Die Videofunktion macht Filme in Full-HD-Qualität mit bis zu 29 Minuten Länge.

Ein Großteil der Bedienung findet über das 3-Zoll-Touchscreen-Display statt, und der Funktionsumfang ist ähnlich umfangreich wie bei einer normalen Systemkamera mit Spiegel (SLR). Zeit- und Blendenautomatik, sowie manuelle Einstellungen stehen zur Verfügung, aber auch einige Motivprogramme.

Zeitgleich mit der EOS M werden zwei Objektive mit EF-M Bajonett für dieses System angekündigt – das Standardzoom EF-M 18-55mm 1:3,5-5,6 IS STM und das Pancake-Objektiv EF-M 22mm 1:2 STM. Ein ebenfalls mit angekündigter Objektiv-Adapter EF-EOS M wird es möglich machen, Canon EF-Wechselobjektive mit diesem Gehäuse zu nutzen.

Der Preis der Ultra-Kompaktbauweise der EOS M: Zum Lieferumfang der neuen Canon gehört ein Blitzgerät, das Speedlite 90EX, da es keinen eingebauten Blitz gibt. Man muss also ein zusätzliches Teil mitschleppen. Gut daran ist das, was grundsätzlich für so einen externen Blitz gilt: eine mutmaßlich höhere Reichweite und weniger "Rote Augen", da der Abstand zwischen Objektiv und Blitz vergleichsweise groß ist.

Sicher kann man sich auf ein Hands-on auf der diesjährigen Photokina (18. bis 23. September) freuen, denn die neue Canon wird im Handel ab September 2012 erhältlich sein: Das Kit mit dem EF-M 18-55mm 1:3,5-5,6 IS STM für 849 Euro (UVP).

Alle weiteren Details finden sich hier auf der Hersteller-Webseite.

Außerdem haben wir vor kurzem einen Überblick zum Thema spiegellose Systemkameras veröffentlicht, wer sich also generell für das Thema interessiert, kann hier weiterlesen.

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Kommentare

  • Rainer

    25.07.12 (10:24:06)

    Ganz schlechter Start, als Nachzügler nach 4 Jahren Mirrorless sollte schon was besseres kommen. Die Designstudio Retro war net schlecht, aber das Ding, und dann wieder mal ohne Sucher! Immer schön nicht nur vor der Kamera in die Linse blinzeln, sondern bei Sonnenschein hinter der Kamera auch aufs Display . Arm! - Und das für den horrenden Preis - noch ärmer!

  • Jürgen

    08.07.13 (20:39:38)

    Mit dem neuen Update der Canon EOS M kann sich die Systemkamera zeigen lassen. Im Vergleich zu anderen Kameras in der Preisklasse ist deren Autofokus noch immer etwas langsam. Allerdings punktet sie mit scharfen Bildern und toller Video Qualität.

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