Hier finden Sie weitere Artikel aus der Themensammlung Technik

08.01.16

Ratgeber

Das richtige Smartphone für die Arbeit

Muss es immer ein iPhone sein? Nein! Unser Ratgeber zeigt, welche aktuellen Smartphones sich für den Business-Einsatz eignen.


iPhone 6 (Bild: Pixabay.de)

Welche Mobiltelefone sind für den Businessalltag sinnvoll?

Wer blickt schon im Smartphone-Dschungel durch? Kürzlich zeigten wir Ihnen mit unserer grundlegenden Kaufberatung für Business-Smartphones, wie man sich einen sehr guten Überblick über die große Auswahl verschafft. An dieser Stelle gibt es konkrete Empfehlungen.

Zugegeben: Es ist keine Leichtigkeit, genau ein Mobiltelefon zu empfehlen, das allen Ansprüchen gerecht wird. Die Bedürfnisse sind unterschiedlich, die Vorstellungen von einem guten Gerät gehen weit auseinander. Stehen Erreichbarkeit oder die Kamera im Fokus? Soll einem das Smartphone nicht peinlich sein, wenn es bei einer Konferenz mal auf dem Tisch liegt? Und muss es unbedingt wasserdicht sein?

Fakt ist: Eine eierlegende Wollmilchsau gibt es nicht, auch wenn sich ein paar Hersteller dies als Ziel gesetzt haben.

In allen Bereichen top

Auch wenn noch keinem Hersteller gelungen ist, das ultimative Smartphone entwickeln, so gibt es trotzdem Mobiltelefone, die in vielen Bereichen mit erstklassigen Werten punkten können. Aus diesem Grund ist das Sony Xperia Z5 – in der regulären Fassung, aber auch in der Premium Edition - einen Blick wert.

Gute Kamera, Highend-Octacore-Prozessor, 2GB Arbeitsspeicher, hochauflösendes Display, wasser- und staubgeschützt, LTE, NFC und Fingerabdruck-Scanner sowie ein wirklich ansprechendes Design erklären wohl auch den relativ hohen Preis des Android-Telefons.

Die Premium Edition des Z5 ist übrigens das erste Smartphone mit 4K-Display. Das braucht nur niemand derzeit und in dieser Form. Aber das ist eine andere Geschichte…

Das Smartphone wird zum Computer

Einen sehr spannenden Ansatz verfolgt Microsoft mit dem Windows 10-basierten Smartphones Lumia 950 und Lumia 950 XL. Über eine optionale Dockingsstation kann man die Highend-Smartphones in einen Arbeitsrechner verwandeln: Einfach Monitor, Tastatur sowie Maus anschließen – fertig ist der zumindest provisorische Desktop-Ersatz fürs Hotelzimmer. Hier erhält man eine vollwertige Windows-Oberfläche und kann gewohnte Anwendungen benutzen.

Abgesehen davon sind die beiden Lumia-Modelle, die sich vorrangig durch ihre Größe und den Prozessor unterscheiden, die beiden Spitzenmodelle aus dem Hause Microsoft: Highend-Hardware, attraktive Optik, Augenscanner, leistungsstarke Kamera – hier bekommt man das gegenwärtige Nonplusultra, wenn es das Betriebssystem aus Redmond sein soll.


Nokia Lumia 950 (Bild: Microsoft)

Für Vieltipper

BlackBerry ist tot, lang lebe BlackBerry. So könnte man es zumindest meinen. Der ehemalige Marktführer für Business-Telefone hat mittlerweile sehr zu kämpfen, obwohl die erhältlichen Smartphones wirklich von einer sehr guten Qualität sind.

Ein Highlight ist das BlackBerry Priv, das - ganz ungewöhnlich für BlackBerry - auf Android basiert. Der Clou: Eine vollwertige Tastatur zum schnellen Tippen von Emails und Nachrichten ist vorhanden. Zugleich aber erhält man ein ausgereiftes Smartphone mit einem besonderen Fokus auf Datensicherheit.

Neben dem Slider-Keyboard bekommt man aber auch einen schnellen Prozessor, eine flott auslösende Rückseitenkamera und einen ausdauernden Akku spendiert. Der Preis fällt mit rund 780 Euro (ohne Vertrag) ziemlich gesalzen aus.

Für den Arbeitsalltag

Obwohl man technisch gut ausgestattete Smartphones zum Beispiel über Importhändler zu sehr niedrigen Preisen erhält, möchten wir eher davon abraten, für die Mitarbeiter womöglich „Exoten“ zu erwerben und fehlende Garantieleistungen in Kauf zu nehmen. Außerdem kann sogenannte Bloatware, also vorinstallierte Software, im Zweifelsfall ein Sicherheitsrisiko darstellen.

Zudem: Was tun, wenn beispielsweise die erstaunlich günstigen und trendigen OnePlus-Smartphones des chinesischen Startups den Geist aufgeben? Möchte man sich mit einem Support im Ausland auseinandersetzen?

Dabei gibt’s auch einige Alternativen, die hierzulande regulär erhältlich und auch in größeren Stückzahlen noch bezahlbar sind. Ein Geheimtipp ist dabei das ZUK Z1 von der noch jungen Lenovo-Tochter: Spitzentechnik für um die 300 Euro – da können HTC, LG, Samsung und Co. kaum mithalten.

Sowieso lohnt sich ein Blick auf die Portfolios von Herstellern, die vielleicht nicht in aller Munde sind. Huawei, Wiko oder Allview sind mit etlichen spannenden Smartphones auf Android-Basis in hiesigen Gefilden vertreten und unterbieten trotz guter Technik die namhaften Konkurrenten.

Business-Klassiker?

Nicht unerwähnt sollte das iPhone 6(s) bleiben: Eine hervorragende Verarbeitung, eine Kamera , die über jeden Zweifel erhaben ist und eine Apple-typische Qualität machen das Smartphone mit iOS unverändert zu einem empfehlenswerten Begleiter für den Arbeitsalltag. Dennoch: Für den Namen und den Prestige-Effekt zahlt man einen nicht gerade niedrigen Aufpreis.

Um es noch einmal zu betonen: Dies sind nur einige von sehr vielen Empfehlungen. Theoretisch könnte genauso das Nokia 108 als Feature Phone für die Mitarbeiter reichen – ein solches Handy kostet keine 35 Euro (inklusive Mehrwertsteuer). Alles ist abhängig von dem Bedarf und dem Ort, an dem man das Telefon verwenden möchte. Ob in den Fertigungshallen (wasser- und staubdicht), im Büro (Design), unterwegs (LTE), häufig bei Kunden (gute Kamera) oder ausschließlich auf Langlebigkeit ausgelegt (hochwertige Komponenten, robustes Design…) – für jede Notwendigkeit gibt es die passenden Geräte. 

Schlagworte zu diesem Artikel

Das könnte Sie auch interessieren

Förderland-Newsletter

Wissen für Gründer und Unternehmer