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20.04.12Leser-Kommentar

Brother Airscouter: Head-up-Display für jeden Tag

Brother stellte jetzt auf einer internationalen Pressekonferenz in Berlin ein neues Datensichtgerät vor: eine Brille, bei der vor einem Auge ein Display hängt.

Brother Airscouter (Quelle: thj)Wer per Videofilm eine komplizierte Tätigkeit lernen oder etwas nachvollziehen will, muss häufig den Kopf zwischen eigenlichem Tun und dem Bildschirm mit den Anweisungen hin- und herbewegen. Praktischer wäre es da doch, die Instruktion immer im Blickfeld zu haben. Und dafür gibt es von Brother den Airscouter.

Bei dieser Brille befindet sich ein halbtransparenter Spiegel vor einem Auge und gibt auf diesem Bilder mit bis zu 800 x 600 Pixel wieder. Es funktioniert also wie ein Head-up-Display zum Mitnehmen und man sieht so gleichzeitig das reale Geschehen und die Instruktionen.

Die Darstellung entspricht laut Brother einem Bild von 1 m Diagonale, das man in 40 cm Abstand anschaut. Bis zu einer Schriftgröße von 12 Punkt (das ist bei Word etwas größer als der Standard) kann man Texte gut lesen, verspricht der Hersteller. Neben Videoquellen kann man auch ein iPhone direkt an die Anschlussbox anschließen.

Die Brille ist kein Prototyp, sondern wird seit kurzem in Japan regulär verkauft. Der Preis liegt bei rund 2.500 US-Dollar.

Auf der Pressekonferenz konnte man sie kurz ausprobieren: Sie wirkt weniger störend, als ich vermutet hatte. Hat man sich an das zusätzlich ins normale Gesichtsfeld "eingeblendete" Display gewöhnt, zeigt es einem klar und scharf seine Informationen. Da es jeder nur kurz aufhatte, kann ich natürlich über Beschwerden nach längerem Tragen nicht viel sagen. Und fürs Entertainment sind komplett abgeschlossene Brillen wie der Zeiss Cinemizer sicher besser geeignet.

Brother Airscouter WD-100G {pd Brother;http://www.brother.eu/g3.cfm/s_page/521490/s_name/productimages1}

 

Den Airscouter (Link zur japanischen Pressemeldung) gibt es in zwei Varianten: mit Klarglasbrille (WD-100G) und als Aufsatz für Brillenträger (WD-100A). Hier noch ein kurzes YouTube-Video auf japanisch, auf dem das Prinzip gut erkennbar ist.

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Kommentare

  • Stefan

    21.04.12 (23:35:09)

    Das ist aber nicht der Stand der Technik! Hatte schon zur CeBIT 2002 ein ähnliches EMD und das passte sogar an meine normale Brille. Da der NDR sich auch dafür interessiert hat, gibt es auch einen Beweis: http://imageshack.us/photo/my-images/577/ndrcebit2002.jpg/ ;) Die israelische Firma, die das hergestellt hat, ist heute ein ganzes Stück weiter: http://www.lumus-optical.com/index.php?option=com_content&task=view&id=9&Itemid=15 Habe die dort abgebildete Brille bereits bestellt, ist allerdings noch nicht eingetroffen. Das Vorgängermodell (schwarz & etwas klobig, auch auf der Seite zu sehen) mit gleicher Bildqualität besitze ich jedoch seit September, allerdings in einem Umbau für meine Brillenstärke. Dadurch dass sie für jedes Auge ein Display hat, kann man mit etwas Treiberbastelei dem Gehirn einen im Raum stehenden Monitor vorgaulkeln. Das macht das Betrachten deutlich ein angenehmer. Als Wearable-PC nutze ich übrigens einen 2,5 Zoll Singelboard Computer mit einem Intel Atom D525 Dual Core Prozessor, 2GB DDR2 SDRAM, 40GB 1,8-Zoll Microdrive und Sim-Slot. Ein GPS-Empfänger ist extern angebracht. Die Eingabe erfolgt per Spracherkennung und über einen Bluetooth-Fingertrackball. Als OS läuft z.Z. Ubuntu 11.10. Ist ein unverkäufliches Einzelstück, aber sehr leicht nachzubauen.

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