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02.10.13Kommentieren

Brewbot: Bierbrauen mit dem Smartphone

Was machen sechs App-Entwickler aus Nordirland, die in ihrer Freizeit gerne Bier trinken? Sie reisen nach Oregon, informieren sich über die Braukunst und erwecken ein automatisches Brauset zum Leben. Dank eines Arduino-Boards und via Bluetooth 4.0 soll sich der ganze Brauprozess mit einem Smartphone oder Tablet steuern lassen.

Brewbot - Bierbrauen für jedermann (mit dem nötigen Kleingeld) Brewbot - Bierbrauen für jedermann (mit dem nötigen Kleingeld)

App-Entwickler, die gerne Bier trinken, sind kein all zu seltenes Szenario. Entwickler, die eine Leidenschaft dafür entwickeln, ihr eigenes Bier zu brauen, dagegen schon eher. Sechs Nordiren aus Belfast haben diesen Traum nun in die Realität umgesetzt und wollen den Rest der Welt daran teilhaben lassen. Sie werden zu Bierbrauern und arbeiten an einem edlen Apparat, mit dem in Prinzip jeder sein eigenes Bier herstellen kann, der über ein Smartphone oder Tablet verfügt.

Ganz billig wird der Brewbot allerdings nicht. Auf Kickstarter werben die Erfinder deswegen um die noch notwendigen 40.000 Pfund, die zur Realisierung notwendig sind. Auch wenn das knapp wird: Man gönnt ihnen den Erfolg.

 

 

Teuer aber chic

Bierbrau-Sets kann man schon für deutlich weniger Geld im Internet bestellen als für die 1.700 britischen Pfund, die ein Brewbot im Early-Bird-Package kosten soll (2.020 Euro). Aber machen wir uns nichts vor: Wir lieben Dinge, die man einfach mit dem Smartphone oder einem Tablet steuern kann. Maischen, Läutern, Gären - alles möglich mit der Brewbot-Apparatur, steuer- und kontrollierbar mit der passenden App. In einem Video stellt das Team ihre Idee vor:

Dass die Firma namens Cargo dafür von Belfast für einen Monat geschlossen nach Portland im US-Bundesstaat Oregon zog, soll beweisen, wie ernst es den Jungs mit der Idee ist. Vor Ort soll man sich in der US-Bierhauptstadt über das notwendige Zubehör, die Technik, die Prozesse und die Zutaten informiert haben. Ob man das im viel näheren Dublin in der Guinness-Brauerei nicht auch hätte können und ob es bei dem Umzug nicht auch darum ging, den lukrativen US-Markt zu erobern, sei einmal dahingestellt.

40.000 GBP fehlen noch

Fest steht jedoch: Die Jungs haben sich dabei Gedanken gemacht. Das Set enthält alles, was man zum Bierbrauen braucht, inklusive Edelstahlwannen und Schritt-für-Schritt-Anleitung auf modern gestalteten Apps. Neben dem hohen Verkaufspreis trübt das Vergnügen allerdings noch ein wenig, dass Cargo vorerst nur in die USA und U.K. liefern will. Australien und Irland seien als nächster Schritt geplant. Der Rest der Welt muss erst einmal warten.

Sollte alles klappen, sollen die ersten Brewbots zwischen Mai und Juli 2014 ausgeliefert werden. Erstaunlich viele der ersten Brewbot-Pakete sind auf Kickstarter bereits vergeben. Dennoch fehlen den Jungs bei Redaktionsschluss immer noch gut 40.000 der gewünschten 100.000 Pfund. Bis zum 22. Oktober bleibt ihnen noch Zeit, die Summe einzusammeln. Man darf aber optimistisch sein, dass Cargo dies gelingt. Denn Bierfreunde gibt es auf beiden Seiten des Atlantiks zu Hauf und Selbermachen ist wieder in, gerade wenn es eine App dafür gibt.

Link: Kickstarter-Seite von Brewbot

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