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13.05.08Leser-Kommentare

Brennstoffzelle: Handy mit der Pipette betanken

Bereits im Jahr 2009 könnte Toshiba Gadgets auf den Markt bringen, die mit Brennstoffzelle statt mit Batterie gespeist werden - Sony hat bereits eine solche Zelle. Ihr Vorteil: 10fache Energiedichte.

Sony hat vor wenigen Tagen eine funktionierende Mini-Methanol-Brennstoffzelle vorgestellt.

Sony hat vor wenigen Tagen eine funktionierende Mini-Methanol-Brennstoffzelle vorgestellt (Bild TechOn)

Wir alle lieben Batterien und Akkus (weil wir nicht anders können), aber eigentlich sind die chemischen Stromtanks nicht besonders effizient. Jedenfalls nicht im Verhältnis von Gewicht und Grösse zu Energiemenge. Sony hat bereits vor Tagen eine funktionierende Mini-Brennstoffzelle vorgestellt, die diesen Wert massiv verbessern könnte, Samsung arbeitet an Laptop-Batterien, und Toshiba will solche winzigen Kraftwerke ab 2009 serienreif machen:

 

Statt den Akku zu Hause nachzuladen, würde dann die Handy-Brennstoffzelle frisch "betankt". Als Treibstoff kommt Methanol in Frage, das unterwegs in der Zelle zusammen mit Wasser in CO2 und Wasser gespalten wird.

Vorteile gegenüber dem Akku ist neben der zehnfachen Energiedichte der DMFC genannten Methanol-Brennstoffzelle der Umstand, dass Handy/Notebook/Musikplayer nicht mehr stundenlang am Stromnetz aufgeladen, sondern in Sekunden frisch befüllt werden können.

Ein entsprechender Marktvorteil ist Toshiba über 3 Milliarden Euro wert, welche der Konzern in den nächsten drei Jahren in die Entwicklung solcher Energielieferanten stecken will.

Der Nachteil besteht unter anderem darin, dass die Brennstoffzelle Kohlendioxid und Wasser abgibt (was theoretisch in nassen Hosentaschen resultieren würde, es sei denn, es handelt sich um einen geschlossenen Kreislauf) und dass die Zelle noch nicht richtig funktioniert.

[Via theRegister]

Kommentare

  • robert

    13.05.08 (18:50:33)

    Also in Zukunft zur Apotheke wenn der iPod leer ist? Hast du mal nen Schnaps? Mein Laptop ist alle.. Ba dann Prost...

  • anonym

    14.05.08 (10:19:03)

    www.wikipedia.de: ... Dosen von 0,1 g Methanol pro kg Körpergewicht sind gefährlich, über 1 g pro kg Körpergewicht lebensbedrohlich. Die Vergiftungssymptome einer Methanolintoxikation verlaufen in drei Phasen. Direkt nach Aufnahme von Methanol zeigt sich wie beim Ethanol ein narkotisches Stadium, die berauschende Wirkung ist jedoch geringer als bei Ethanol. Nach der häufig asymptomatischen Latenzphase treten Kopfschmerzen, Schwächegefühl, Übelkeit, Erbrechen, Schwindel, beschleunigte Atmung auf ? die Folgen der sich ausbildenden metabolischen Azidose. Charakteristisch ist die Schädigung von Nerven, insbesondere am Auge. Netzhautödeme bedingen ein nur noch verschwommenes Sehen und können zur irreversiblen Erblindung führen. Der Tod kann als Folge einer Atemlähmung eintreten. ... ... Methanol wird auch über die Haut sehr gut resorbiert. ... Viel Spaß beim Handy nachfüllen.

  • Anonym

    14.05.08 (17:57:45)

    Schon mal in ne Steckdose gelangt? Fühlt sich wohl auch nicht besser an, als so eine Methanolvergiftung. Aber Hauptsache mal wieder geunkt... Wird schon Mittel und Wege geben, damit man nicht in direkten Kontakt von Methanol tritt.

  • anonym

    15.05.08 (15:50:52)

    Ja. Aber bei Strom komme ich nicht auf die Idee ihn zu trinken... Viele Leute verwechseln Methanol mit Ethanol und da liegt das Problem. http://www.engadget.com/2008/05/15/sharp-reveals-worlds-most-densely-powerful-methanol-fuel-cell/#comments Außerdem: Strom gast nicht aus und ist in der Handtasche normalerweise höchstens in Form schlechter Akkus feuergefährlich... Wenn sich das ganze lohnen soll, muss es das Methanol in sehr billigen Wegwerfkartuschen geben, die dann andererseits keinen guten Schutz bieten. Zweiter Punkt: Schonmal Feuerzeuggas geschnüffelt? Nein? Gut. Es gibt aber viele Leute die es tun. Auch sehr schädlich. Das Gas gibt es in billigen Wegwerfkartuschen zu kaufen. Der Verbreitungsgrad von Methanolkartuschen dürfte dann um ein vielfaches höher liegen... Und jetzt kommst Du

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