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03.11.12

Braun Thermoscan 4520: Ein Satz heiße Ohren

Der Hals kratzt, die Nase trieft und es schüttelt einen nur noch: Hat die Grippe zugeschlagen, muss man das Bett hüten? Das kann man inzwischen in wenigen Sekunden feststellen.

Es ist natürlich klar: Wer sich nicht wohl fühlt, herumhustet und herumschnieft oder alle 10 Minuten mit Jöööörg telefonieren muss, sollte ohnehin zu Hause bleiben, statt sich zur Arbeit zu schleppen und dabei den Virus fleißig weiter zu verbreiten.

Allerdings stellen sich ja auch Fragen wie "Kann ich wenigstens noch Zwieback, Tee und Hühnersuppe einkaufen gehen, oder riskiere ich, dann beim Warten an der Kasse in Schüttelfrost auszubrechen?"

Dafür gibt es Fieberthermometer. Die klassischen Analog-Modelle sind mit Quecksilber gefüllt, müssen heruntergeschüttelt werden und können dann unter den Arm geklemmt werden. Das ist gefährlich, ungenau und zukünftig verboten - wegen des Quecksilbers, das den Quecksilber-Inhalt einer Energiesparlampe um ein Vielfaches übersteigt. Aber es ist auch einfach total lästig, minutenlang auf ein Ergebnis warten zu müssen, wenn es einem ohnehin dreckig geht.

Digitale Modelle gibt es schon für wenige Euro. Sie können in den Mund gesteckt werden oder in die Gegenseite - für letzteres braucht es einen Hygieneschutz und es ist auch weniger genau. Die Messung im Mund ist dann nicht so genau, wenn man den heißen Tee schon vor der Messung getrunken hat. Sie ist aber immerhin in weniger als einer Minute erledigt.

Noch schneller geht es aber mit berührungsfrei arbeitenden Thermoscan-Fieberthermometern. Diese steckt man ins Ohr, und sie "sehen" sich dann das Trommelfell an. Bei einfachen Modellen schwanken die Messwerte allerdings sehr stark.

Das getestete Braun Thermoscan 4520 ist dagegen schnell und genau - man muss nur berücksichtigen, dass die gemessenen Temperaturen in der Reihenfolge Achselhöhle - rektal - oral - Ohr ansteigen und 38,0°C im Ohr noch Normaltemperatur sein können. Stirnmessungen sind dagegen angenehmer, aber nicht so exakt.

Etwas irritierend beim 4520 ist, dass der Einschalter und der Schalter, mit dem die Messung ausgelöst wird, auf entgegengesetzten Enden des Geräts platziert sind - das übersteigt das Begriffsvermögen eines Fiebernden mitunter.

Außerdem werden Hygieneabdeckungen mitgeliefert, um eine Ohrenentzündung nicht von einem Nutzer auf den nächsten zu transferieren oder den Messensor mit Ohrenschmalz zu blockieren. Eine Ablageschale verwahrt Abdeckungen und Thermometer.

Zwar mag so ein Thermometer in gesundem Zustand wie überflüssiger Luxus erscheinen, doch wenn einem nicht wohl ist und niemand anders die Messung vornehmen kann, weiß man so eine sekundenschnelle Messung zu schätzen.

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