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21.06.15

Bose QC25 im Test: Geschlossenes System plus Geräuschunterdrückung

Wenn man absolut genug von der Welt hat und endlich seine Ruhe will, ist ein geschlossener Kopfhörer die optimale Wahl. Der Bose QC25 ermöglicht diese Abschottung auch unterwegs.

High End 2015

Nach dem In-Ear-Kopfhörer QC20 mit aktiver Geräuschunterdrückung, der dank seines Tragekomforts mein Liebling für Musikgenuss unterwegs geworden ist, bringt Bose ein Modell mit ähnlicher Technik, doch die Ohren umfassenden Muscheln. So etwas hatte man bis vor ein paar Jahren nur zuhause in Gebrauch, unterwegs wäre man mit so einem Satz "Mickymausohren" zu sehr aufgefallen. Doch seitdem Kopfhörer für unterwegs auch in besonders knalligen Farben angeboten werden, zeigt mancher auch hier ungeniert, dass er den Größten hat...

Der QC25 kostet dasselbe wie der QC20: knapp 300 €. Dafür wiegt er 220 statt 42 g, ist also im Gepäck etwas schwerer und voluminöser. Statt eines Akkus wird er mit einer Microbatteriezelle betrieben, die in Alkali-Ausführung 35 Stunden halten soll. Das klingt jetzt erstmal ungünstiger, hat aber den Vorteil, dass man nicht plötzlich ohne Geräuschunterdrückung dasteht, wenn die Batterie leer ist, sondern eine andere einsetzen kann. Dies kann natürlich auch ein Akku sein.

Etwas irritierend nur die "Abschaltwarnung" bei sich leerender Batterie: Zunächst blinkt die Einschaltkontroll-LED, was eher die Umgebung des Musikhörers als jener selbst wahrnehmen wird. Wenn es ernst wird, wird dagegen nicht etwa nur die Geräuschunterdrückung abgeschaltet, sondern der Ton rhythmisch stummgeschaltet. Hört man ein Hörbuch oder einen anderern Wortbeitrag, stört dies, bis der aktive Zweig abschaltet oder man selbst den Schalter umlegt: Rein passiv ist der QC25 dann durchaus wieder zu gebrauchen, besser als der QC20, der passiv deutlich im Klang nachlässt.

 

Doch auch aktiv ist der QC25 robuster: Zuknallende Türen oder offene Zugfenster bringen ihn außerhalb von Extremsituationen nicht aus der Ruhe.

Unter den Muscheln können einem die Ohren natürlich etwas warm werden, doch zu schlimm wird dies auch im Sommer nicht.

Die Telefonfunktion ist einwandfrei, auch wenn kein Mikrofon zu sehen ist. Die Fernsteuerung des Smartphones funktioniert allerdings nur an Apple- und Samsung-Geräten komplett. An anderen Android-Smartphones kann die Android-Variante dagegen nur einige Funktionen korrekt steuern, mal muss man auf Lautstärkeregelung verzichten, mal auf Start-Stopp.

Nicht zu finden ist die Option des QC20, den Umgebungston durechzuschleifen. wenn man angesprochen wird oder eine Durchsage im Zug hören will. Da muss man dann doch die Muscheln von den Ohren nehmen. Das geht dann zugegebenermaßen einfacher und schneller als bei einem In-Ear-Kophörer.

Insgesamt gefällt mir trotz allem Tragegefühl und Klang des QC20 nach wie vor besser. Wenn es aber um zuverlässige und effektive Geräuschunterdrückung und größtmögliche Ruhe geht, hat der QC25 klar die Nase vorn.

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