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07.06.13Leser-Kommentare

Neuheiten von Bose: Bluetooth-Mini-Lautsprecher und superleiser Kopfhörer

Bose präsentierte neuerdings.com Prototypen zweier in Kürze auf den Markt kommender Produkte, die wir auch bereits testen konnten: Ein "Ghettohuster", ein Bluetooth-Lautsprecher für Smartphones, der besonders klein ist und dabei dennoch gut klingt, und ein Kopfhörer, mit dem man die Umwelt auf Knopfdruck ein- und ausschalten kann.

Smartphone Mini-Speaker: Klein aber mit ausgewogenem Sound Smartphone Mini-Speaker: Klein aber mit ausgewogenem Sound

Bose gilt als Akustik-Hightech-Schmiede, doch ist das Preis-Leistungs-Verhältnis bei manchen Produkten diskussionswürdig. Zudem sind manche der Produkte sehr design- und nicht nur klangorientiert, so dass das Unternehmen gedanklich oft in der Liga "Bang & Olufsen" einsortiert wird und ich mit der Marke bislang eher wenig anfangen konnte.

Doch ist zuzugeben, dass Bose eben keine ausgetretenen Pfade geht, sondern versucht, eigenständige Produkte zu entwickeln. Die neuesten sind dabei auch preislich noch akzeptabel und definitiv einen Blick - bzw. ein Ohr - wert.

Das erste neue Produkt ist der 670 Gramm leichte Sound Link Mini Speaker: Ein gegenüber dem ursprünglichen Modell weiter verkleinertes Stereo-Bluetooth-Böxchen für knapp 200 Euro, das ab dem 11. Juli ausgeliefert wird und bereits vorbestellt werden kann. Damit kann Musik aus dem Smartphone auch unterwegs bis zu sieben Stunden genossen werden, ohne dass man deshalb großes Gepäck dabei haben muss. Das Böxchen ist dabei kein "Brüllwürfel", sondern dank DSP-Steuerung und langhubiger Lautsprecher klanglich ausgewogen und bassstark, soweit das in dieser Größe möglich ist, ohne zu übersteuern.

Noch interessanter sind allerdings die QC20-Kopfhörer:

Diese gibt es mit Apfel-Geschmack als QC20i sowie für Windows Phone, Android und den Rest der Welt als QC20. Die Unterscheidung bezieht sich auf die vollständige Fernsteuerbarkeit der Produkte, die bei Apple etwas anders funktioniert als beim Rest der Telefone und Musikspieler: Man kann so vom Kopfhörer aus die Musik auf iPod, Smartphone & Co. anhalten, lauter und leiser stellen und auch Anrufe annehmen - es sind nämlich auch Mikrofone eingebaut. Nicht nur zum Telefonieren, sondern auch zur aktiven Geräuschunterdrückung!

Diese ist bei Bose-Kopfhörern generell nicht schlecht - bei einem In-Ear-Hörer wie dem QC20, der ohnehin schon den Umgebungsschall abschirmt, übertrifft die Stille die von anatomisch angepassten, doch passiven Ohrhörern deutlich. Dabei erzeugt auch das Smartphone bei der Sendersuche keine Störungen, so wie es bei Kopfhörern mit aktiver Geräuschunterdrückung sonst oft der Fall ist - dies konnte im Vorführraum ohne Handynetz direkt praktisch überprüft werden.

Aufmerksamkeitsfunktion

Damit bleibt als einziger Nachteil der aktiven Geräuschunterdrückung der Strombedarf - alle 16 Stunden muss nachgeladen werden, via Micro-USB. Andernfalls mutiert der Ohrhörer zu einem Modell ohne aktive Geräuschunterdrückung, spielt aber weiter.

Die "Ohrstöpsel" sind besonders weich und sitzen so auch in krummen Ohren und die ganze Mimik wiegt gerade 44 Gramm, wird also trotz Elektronik und Kabeln nicht lästig.

Wirklich genial funktioniert aber die "Aufmerksamkeitsfunktion" genannte Taste. Damit wird die Geräuschunterdrückung abgeschaltet und der Umgebungsschall durchgeleitet. Diese Funktion ist zwar nicht neu, doch arbeitet sie beim QC20 mit seinen beiden Mikrofonen so natürlich, dass man das Gefühl hat, die Ohrhörer abgenommen zu haben und so auch einzelne Personen in lauterer Umgebung verstehen kann. Statt des "Hää"-Moments, bis man den MP3-Spieler gestoppt und die Ohren "entstöpselt" hat, reichen hier also maximal zwei Tastendrücke, um die Mikrofone ein- und die Musik auszuschalten. Damit verpasst man auch keine Lautsprecherdurchsagen in der steckengebliebenen U-Bahn oder Begrüßungen alter Bekannter. Falls man die Musik überhaupt stoppen muss: Meist reicht es bereits, die Geräuschunterdrückung kurz abzuschalten.

Der QC20 wird im Sommer für knapp 300 € lieferbar sein - hier kann noch nicht vorbestellt werden.

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Kommentare

  • oluv

    07.06.13 (14:05:15)

    ihr habt den soundlink mini gehört und erwähnt nicht mal mit einem wort wie er klingt? das teil wird vermutlich den ganzen markt über den haufen werfen. wer zahlt den dann noch 200 mücken für einen popeligen beats pill, oder die jambox?

  • Wolf-Dieter Roth

    11.06.13 (07:23:33)

    Da fehlen mir die konkreten Vergleichsmöglichkeiten, im Gegensatz zu den Kopfhörern kenne ich die anderen aktuellen Bluetooth-Böxchen nicht aus eigener Erfahrung. Sorry. Aber es klingt nicht - wie beispielsweise beim Waveradio - nach Effekt, sondern ausgewogen. Mit einem Wort wäre "gut". Aber da hat man mir bereits erklärt, das sei bei Lautsprechertests eine unzureichende Aussage :o/ und "saugut" ist nicht PC. Faszinierend fand ich jedenfalls, daß der Lautsprecher beim Lauterstellen dank DSP trotz der Basshübe nicht übersteuert.

  • oluv

    11.06.13 (09:16:40)

    ok danke, das ist ja schon mal eine aussage. ich kenne viele portable minilautsprecher, und bisher hat mich kein einziger davon wirklich überzeugt. vor allem die basswiedergabe ist sogar bei größeren (jabra solemate, JBL Charge) ziemlich anemisch, aber was ich so bisher gelesen habe, sollter der bose ganz neue maßstäbe setzen, ist er kaum größer als die kleine jambox.

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