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31.10.13Kommentieren

Bo & Yana: Programmieren lernen für Kinder - mit Robotern

Wenn aus dem eigenen Nachwuchs mal was werden soll, muss man ihn rechtzeitig fördern. Wie wäre es, Sohnemann und Töchterchen so früh wie möglich das Programmieren beizubringen? Man weiß ja nie? Mit den Robotern Bo & Yana könnte das zu einer spaßigen Angelegenheit werden - vermutlich auch für Erwachsene.

Awwww! Wie niedlich! (Foto: Play-i) Awwww! Wie niedlich! (Foto: Play-i)

Das junge Unternehmen Play-i wurde von ehemaligen Mitarbeitern von Google, Frog Design und Apple gegründet. Gemeinsam erschufen sie mit Bo und Yana zwei zuckersüße Maschinchen, die zum Spielen und Erleben programmierbarer Roboter einladen möchten. Mittels einer visuellen Programmierumgebung können Kinder am Tablet oder Smartphone interaktiv und eingebettet in Musik, Geschichten und Animation Aktionen für die Bots erstellen. Zum Einsatz kommt das sogenannte Scratch & Blockly-System. Hier ordnet man via Drag & Drop Blöcke mit Funktionen an, die zu gewünschten Verhaltensweisen von Bo und Yana führen. Dank entsprechender Bibliotheken, Tutorials und einer simplen Bedienung soll das alles für Kinder ab 5 Jahren kein Problem darstellen. Wer mehr Interesse mitbringt, kann vom Interface direkt in den Code wechseln und dort richtig programmieren. Das dürfte wohl eher für die erfahreneren Jungs und Mädels geeignet sein. Ebenfalls kann man erstellte Programme über das Internet mit anderen teilen, die Resultate von Freunden editieren oder gar gemeinsame Werke miteinander vermischen.

Die Verantwortlichen bei Play-i sind davon überzeugt, dass in den kommenden Jahren die Nachfrage nach Berufen im IT-Bereich steigt. Demnach wäre es ja nicht verkehrt, den Nachwuchs auf spielerische Art das Konzept der Programmierung näher zu bringen. Aber zugleich soll - und das ist ebenfalls wichtig - die Freude an Bo und Yana im Fokus stehen.

Zwei süße Roboter

Bo und Yana sind zwei verwandte, aber doch unterschiedliche Roboter. Bo, der 149 US-Dollar kosten soll, wird als Abenteurer bezeichnet. Er verfügt über zwei Motoren zum Herumfahren, genauso über zwei weitere für das Bewegen des Kopfes und zum Nutzen ergänzender Peripherie für weitere Aktivitäten. Im Kopf steckt eine Art Auge, das durch LEDs Emotionen suggeriert. Weitere Leuchten, ein Lautsprecher, programmierbare Buttons, Infrarot-Sensoren, ein Sound-Sensor und andere Elemente wie ein Accelerometer oder ein Gyroskop versprechen sehr viele Einsatzmöglichkeiten. Über Bluetooth 4.0 nimmt Bo Verbindung zu einem iOS-Gerät auf, von dort wird er ebenfalls programmiert.

Yana ist dagegen die kleinere Variante, die preislich bei 49 US-Dollar liegen wird. Das „weibliche“ Gegenstück ist nicht beweglich und in ihren Fähigkeiten eingeschränkt. Ein paar LEDs sind programmierbar, auch gibt es einen Speaker und ein Accelerometer. Über vier Infrarot-Sensoren kann Yana zu anderen Robotern Kontakt aufnehmen, am besten zu Bo. Der ist dazu natürlich ebenso in der Lage. Gemeinsam, also im Team, soll der Spaß besonders groß sein. Natürlich.

Ein SDK bieten die Erfinder für Entwickler an, sodass spätere Android-Apps zum Beispiel auch möglich sind. Der Fokus liegt aber erst einmal auf iOS-Anwendungen.

So etwas wie Crowdfunding

Wer sich das offizielle Werbevideo von Play-i anschaut, dürfte wohl recht angetan von dem quirligen Bo und seiner Kollegin Yana sein. Relativ günstig, intuitiv zu programmieren, niedlich anzusehen, robust und vielseitig - das perfekte Kinderspielzeug also - zumal es auch die Kreativität fördern möchte? Vielleicht. Frühestens Mitte des nächsten Jahres soll das Roboter-Duo veröffentlicht werden. Aktuell sammeln die Erfinder auf der eigenen Webseite, auf der es auch alle weiteren Details gibt, 250.000 US-Dollar ein. Wird das Ziel erreicht, kann mit der Finalisierung der Spielzeuge und der Produktion begonnen werden. Für besagte Preise darf man sich Bo und Yana „sichern“, eine Lieferung nach Europa ist möglich. Wieso sich Play-i nicht für ein reichweitenstarkes Crowdfunding-Portal entschieden hat, bleibt unklar.

Dennoch: Sollten die Visionen der Macher Wirklichkeit werden, könnten große wie kleine Kinder sicherlich viel Spaß mit den niedlichen Gadgets haben.

Weitere Informationen gibt es bei Play-i.com.

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