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10.11.14

Bleen: Der erste 3D-Projektor bringt Science-Fiction in die heimischen vier Wände

Wer erinnert sich nicht an die Szene, in der R2-D2 den Hilferuf von Prinzessin Leia in den Raum projizierte? Was vor Jahrzehnten noch Science-Fiction aus Star Wars war, soll mit Bleen bald zur Realität werden.

Diese Geräte bringen Holografien in die Wohnung. (Foto: Bleen) Diese Geräte bringen Holografien in die Wohnung. (Foto: Bleen)

Das bisher nicht weiter in Erscheinung getretene Unternehmen Bleen möchte mit seinem gleichnamigen Produkt für Aufsehen sorgen. So arbeitet man bereits seit 2011 an einem 3D-Projektor, der räumliche Bilder in eine Höhe von bis zu 2,5 Metern in den Raum projizieren kann. Das eigenständige Gerät wird hierzu beispielsweise auf dem Boden gestellt, es präsentiert nicht nur Standbilder, sondern komplette Bewegungen - in Form von (interaktiven) Videos oder gar Spielen.

 

Was steckt dahinter?

Es gibt genügend Gründe, misstrauisch zu sein. So schön die Grundidee auch klingen mag, die Macher verraten im Grunde gar nichts über die verwendete Technik. Stattdessen präsentieren sie ein schick inszeniertes Video, das Begehrlichkeiten weckt, aber keineswegs potentiellen Interessenten zeigt, wie Bleen funktionieren soll.

www.youtube.com/watch

Es heißt, dass Bleen auch bei Tageslicht funktioniert, das Gefühl räumlicher Tiefe soll in abgedunkelten Räumen deutlich besser ausfallen. Hier würde man dann Holografien in HD-Qualität erhalten. Beschrieben wird die Hardware damit, dass sie auf erweiterte Visualizierungs-Technologien aufbaue, derzeit würde man sich die Patente sichern wollen. Aber sonst? Keine konkreten Fakten. Grob ist noch von diversen Sensoren für Bewegungssteuerung sowie einem nicht näher beschriebenen Projektionssystem mit „Laser Units“, „Optical Focusing System“, „Image Projection System“ oder „Space-Time Light Modulator“ die Rede. Egal, was sich dahinter verbergen mag...

Weitere Details?

Immerhin betont man, dass Bleen mit dem Smartphone, Tablet oder PC gekoppelt werden kann, über eine Internetverbindung aktiviert man das Gerät und greife auf extra für den Projektor angefertigte Software zu. Das können Apps für Sport und Unterhaltung sein, ebenfalls komplette 3D-Filme für die ganze Familie. Entwickler will man mit einem extra eingerichteten Programm ansprechen, selbst Anwendungen und Inhalte beizusteuern.

Mehrere Modelle, die sich nur optisch voneinander unterscheiden, sind geplant. (Foto: Bleen) Mehrere Modelle, die sich nur optisch voneinander unterscheiden, sind geplant. (Foto: Bleen)

Auf gewisse Weise hat man schon etwas das Gefühl, als sei Bleem ebenfalls eine utopische Vision. Der Unterschied ist nur: Die Erfinder (?) sammeln bei Indiegogo Geld für diese ein. 250.000 US-Dollar will man von Interessierten bis Ende Dezember 2014 eingenommen haben - weit über 10 Prozent vom Ziel wurden bereits geknackt.

Gegenwärtig kann man sich ein Exemplar ab 225 US-Dollar (rund 180 Euro) sichern, man leistet hier allerdings eine Anzahlung. Beim Versand des Projektors werden noch einmal 175 US-Dollar fällig. Gegenüber dem späteren Preis von 800 US-Dollar kann man stolze 50 Prozent sparen, wenn man jetzt schon sein Erspartes gibt. Zur Auswahl stehen verschiedene Designs.

Persönlich bin ich überaus skeptisch. Keine nachvollziehbaren Fakten, keine aufschlussreichen Beschreibungen, dafür Geld haben wollen und saftige Anzahlungen leisten müssen. Vielleicht bin ich da auch etwas zu misstrauisch?

Wem die Idee gefällt  der klicke zu Indiegogo oder die offizielle Webseite und erfahre „mehr“.

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