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30.10.15

Biopod: Kontrolliert mit eurem Smartphone das Leben in einem Habitat

Das Biopod ist ein Mikrohabitat, in dem das Leben auf kleinstem Raum erschaffen werden kann. Mit App-Bedienung kann man das Umfeld nach eigenen Vorstellungen verändern.

Mit Smartphone-Kontrolle wird alles besser. (Foto: Kickstarter) Mit Smartphone-Kontrolle wird alles besser. (Foto: Kickstarter)

Möchte man Küchenkräuter anbauen, einen winzigen Regenwald züchten oder gar Tieren eine Heimat geben – Biopod will es Hobbygärtnern und angehenden Tierpflegern leicht machen, selbst Erfahrungen zu sammeln und Natur daheim zu erleben.

 

Grüner Daumen

Das Konzept ist einmal mehr recht einfach, aber auch clever: Käufer des Biopod erhalten ein Glas-Becken, in dem sie selbst aktiv werden sollen. Möchte man einfach nur Grünpflanzen anbauen oder gar eine Landschaft (Wüste, Regenwald, tropisches Gelände) simulieren? Vielleicht will man Frösche, Salamander, Schnecken oder gar Fische unterbringen? Oder sollen kleine Tomaten, Basilikum sowie Salat angebaut werden? Abhängig von dieser Wahl beginnt man den Aufbau seines Habitats, indem man Gewächse einpflanzt oder Samen aussät. Via WIFI nimmt Biopod Verbindung zum Smartphone auf, das mittels einer dazugehörigen App in der Lage ist, künftig alle notwendigen Aspekte zu überwachen. Dank einprogrammierter Zustände werden Temperaturregelung, Lichtsteuerung, Steuerung der Luftfeuchtigkeit, Bewässerung und Belüftung selbständig übernommen – zumindest zu einem gewissen Teil. Im Zweifel erhält man stets Tipps und Anregungen, was erledigt werden muss.

Gerade Einsteigern sollte es so leicht fallen, Erfolge mit dem Biopod zu erzielen. Außerdem soll die Lösung im Vergleich zu anderen Lösungen deutlich flexibler und günstiger sein. Das 3-Watt-LED-System mit UVA- und UVB- Strahlen sorgt für eine entsprechende Ausleuchtung, zudem gibt’s auf Wunsch eine integrierte HD-Kamera. Vorhanden ist zudem ein ausgeklügeltes Filter- und Belüftungskonzept – die Macher haben offenbar an alles gedacht.

Erfolg bei Kickstarter

Es ist sicherlich dem relativ hohen Preis geschuldet, dass Biopod bei Kickstarter erstaunlich gut ankommt. Die 30.000 US-Dollar als Finanzierungsziel wurden recht schnell geknackt, bis zum Ende der Kampagne könnten die 300.000 US-Dollar locker erreicht werden. Aber preislich geht es auch bei knapp 280 US-Dollar (zzgl. 25 US-Dollar Versand nach Europa) los – für die kleinste Variante namens Biopod One. Biopod Terra (Terrarium) liegt bei 329 US-Dollar, für das Aquarium zahlt man fast 400 US-Dollar. Möchte man noch Pflanzen und Dekorationen dazu, wird es noch teurer.

Der Aufbau. (Foto: Kickstarter) Der Aufbau. (Foto: Kickstarter)

Als Einsatzgebiete sehen die Erfinder nicht nur Privathaushalte, sondern durchaus auch Schulen und moderne Büros. Und das kann ich mir sehr gut vorstellen, ist ein Habitat im besten Fall und bei etwas Pflege – wozu die Smartphone-Anbindung ja beiträgt – ein Blickfang. Das denken sich sicherlich viele der Unterstützer, die längst Geld vorgeschossen haben. Ab Dezember 2015 soll mit der Auslieferung begonnen werden.

Weitere Details gibt’s direkt bei Kickstarter.

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