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13.02.12Leser-Kommentare

Biolite Campstove: Kochen mit Holz, laden per USB

Der Biolite Campstove ist ein Campingkocher, der mit Holz beheizt wird und Gadgets per USB auflädt.

Biolite Campstove - Holzofen mit USB-Anschluss {Biolite;http://biolite.myshopify.com/}

Wer seine Baked Beans beim Campen über das offene Holzfeuer hängt und sich dabei vorkommt wie ein Cowboy, vergeudet vermutlich viel Energie – Energie, die er zum Laden seines Smartphones oder MP3-Players nutzen könnte.

Genau das macht der Biolite Campstove. Es handelt sich dabei um einen Campingkocher, der mit Holz befeuert wird und daraus nicht nur genug Energie für effizientes Kochen gewinnt, sondern auch noch genug, um mit dem integrierten USB-Anschluss Gadgets zu laden.

Möglich macht dies ein thermoelektrisches Modul, das die Hitze der Flammen in elektrische Energie umwandelt. So kann man beim Campen um den Ofen sitzen und sich am Flackern der Flammen und dem Leuchten des Ladebalkens erfreuen. Das Video nach dem Klick zeigt, wie man sich das vorzustellen hat.

 

Der Ofen ist relativ klein und nimmt nicht viel mehr Platz weg als ein herkömmlicher Gaskocher fürs Camping. Der Vorteil neben der Erzeugung von elektrischer Energie ist natürlich der, dass man kleine Äste und Zweige zum Anfeuern praktisch überall findet und sich deshalb keine Sorgen machen muss, dass der Brennstoffvorrat zur Neige gehe.

Wie es allerdings aussieht, wenn das Holz nass ist, kann ich nicht sagen. Vielleicht steckt man bei feuchter Witterung doch sicherheitshalber ein paar Pellets ein, um das Feuer gleich richtig in Gang zu bekommen.

Neben dem Campingofen will Biolite einen Holzofen für die Länder der Erde produzieren, in denen - laut Biolite - 3 Milliarden Menschen noch über offenen Holzfeuern kochen und ohne Strom auskommen müssen.

Mehr Infos über den Biolite Campingkocher und auch den Holzofen für Entwicklungsländer gibt es auf der Seite von Biolite. Hier kann man den Biolite Campstove für USD 129 (EUR 97) vorbestellen. Zahlen muss man erst, wenn der Ofen versendet wird.

via Likecool

Kommentare

  • Florian

    13.02.12 (12:18:28)

    Super Idee. Nur wie lange wird wohl eine Holzfüllung reichen ?

  • Bensch

    13.02.12 (13:23:46)

    Die Idee gefällt mir, aber der Ofen ist zu klein um zum Kochen von effektivem Nutzen zu sein. Mehr als eine Tasse Instantkaffee oder eine Dose weisse Bohnen wärmt man damit nicht in nützlicher Frist.

  • SCORPiON

    13.02.12 (13:37:09)

    Nunja, normale Kocher zum Campen sind auch nicht größer. Von daher würde ich schon sagen, dass das vollkommen ausreicht. mfg SCORPiON

  • Florian

    13.02.12 (13:42:20)

    Spräche was dagegen dieses Prinzip auch per Gaskocher zu betreiben ? Es ist nicht leicht Holz zu finden welches passt und zudem noch trocken ist. Und nasses Holz wird nur mit einer Menge Brandbeschleuniger auf die schnelle brennen. Und diese kleinen Gaskartuschen bekommt man in jedem Baumarkt für 15€ im 5er Pack. Die Dinger reichen auch ewig.

  • Bensch

    13.02.12 (13:59:20)

    Gasbetrieb widerspräche wohl dem Bio-Label. Aber genau das ist der Punkt: Es ist ein grosser Unterschied, ob Du einen Gaskocher mit diesem Durchmesser, oder ein Holzfeuerchen hast. In dem Ding kriegst Du grössenbedingt nie eine anständige Glut hin, das heisst das Feuer ist kurzlebig und verhältnismässig kalt, daher nur sehr begrenzt zum kochen geeignet. Selbst für die im Film gezeigten Marshmallows taugt es nichts, es sei denn, man hat sie gerne russig-schwarz. Aber ja, die Idee gefällt, einfach drei Massstäbe grösser oder noch besser, als Modul, das in einem offenen Feuer betrieben werden kann.

  • Florian

    13.02.12 (14:55:41)

    Stimmt ! Bestünde denn alternativ die Möglichkeit ähnlich dem Prinzip einer Gasturbine Strom zu erzeugen. Ich meine ganz ehrlich, da produziert in Knaller Sonne einer dieser Solarrucksäcke doch mehr Saft als dieses Teil für 5 Minuten. Aber so ein geschlossenes System mit Gas...

  • Chris

    13.02.12 (15:01:23)

    Klasse Sache! ;)

  • Frank

    19.02.12 (12:00:07)

    Also das Design erinnert mich an einen Hobo-Kocher. Unserer (von Künzli) ist zusammengeklappt nicht größer als ein Taschenbuch (ca. 8cm Kantenlänge) und zumindest für 2 Leute problemlos imstande, alle Mahlzeiten zu kochen. Das Holz findet man wirklich überall und selbst feuchtes Holz ist (nach dem Anheizen) kein Problem (Kamineffekt). Die Ersparnis an Brennstoff ist enorm, wir kamen auf einer zweiwöchigen Schären-Tour mit einer kleinen Kartusche aus, für den Gaskocher den wir für alle Fälle dabei hatten. Nachteil ist die etwas schlechte Regelung, die braucht Erfahrung.

  • Andree

    22.02.12 (21:51:00)

    Schön was so machbar ist. Ich glaube allerdings nicht das dieses Gerät den guten alten Gaskocher ablösen wird. Bin gespannt auf die Iphone-Mikrowelle:-) "Die sich den Wolf tanzen..."

  • Christian Czech

    24.02.12 (18:05:23)

    Richtig cool.. Längere Outdoor-Trips und trotzdem nicht die Verbindung zur Außenwelt verlieren. Gefällt mir!

  • patrickschulze

    05.04.12 (22:55:41)

    das ding ist sehr wohl geeignet zum richtig kochen großer portionen. er ist nämlich nicht nur ne dose wo man ein paar äste reinschmeist sondern das teil hat nen kleinen ventilator eingebaut. und das macht den unterschied. durch die viele luft und die verdrehung der luft wird das teil bereits mit wenig brennmaterial und auch feuchtem zum richtigem brenner. habs ausprobiert mit nem selbstgebasteltem ventilatordosenbrenner. wahnsinn was da aus ein paar ässten rauszuholen ist. und das finde ich mal richtig genial. den strom für den ventilator produziert er sich ja gleich selbst. das einzige was mich stört ist das es ihn immer noch nicht zu kaufen gibt. kanns langsam kaum noch erwarten.

  • kaffeemilli

    04.03.13 (20:12:10)

    Also, wir konnten gestern damit zwei normal große Töpfe Suppe heiß machen! Werden wir uns auf jeden Fall zulegen.

  • Honululu

    28.09.13 (19:33:21)

    Cool ! Auch die Idee mit dem Kocher für Dritte Weltländer gefällt mir sehr.

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