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25.06.13 11:00

, von Jürgen Vielmeier

B, the Flying Car: Ultrarobustes Modellauto und Quadrocopter in einem

Es heißt einfach "B": Ingenieurs-Doktorand Witold Mielniczek hat seinen Traum wahr gemacht und ein ferngesteuertes Modellauto erfunden, das nicht nur geländetauglich und nahezu unzerstörbar sein soll, sondern auch noch fliegen kann. Der Clou: Die Propeller befinden sich in den Rädern.

B, das fliegende Modellauto: Propeller befinden sich in den Rädern. Bilder: B. B, das fliegende Modellauto: Propeller befinden sich in den Rädern. Bilder: B.

Sicher sind nicht wenige von euch Freunde ferngesteuerter Autos, Helikopter oder Drohnen. Kollege Peter Sennhauser hat neulich ja etwa vorgeführt, wie man eine Drohne aus ihrer Sicht fliegt. Immer filigraner die Technik. Schade, wenn man sich für Quadrocopter oder Auto entscheiden muss, dachte sich offenbar Witold Mielniczek und so erfand er beides in einem: B, the flying car.

Das kleine Modellauto ist erstaunlich wendig selbst auf Waldboden. Mielniczek hebt die Robustheit der nahezu unzerstörbaren Räder hervor. Ebenso stabil: Das Gehäuse aus Polycarbonat. Zum Beweis lässt er B mehrmals aus gut drei Metern auf den Boden fallen, was das Modell schadlos übersteht - und auch muss. Denn B kann fliegen. Vier Propeller sorgen dafür, dass das Auto auf Wunsch Hindernisse überfliegt oder seine Tour nur in der Luft antritt.

Wie stark die Motoren genau sind, verrät Mielniczek leider nicht, aber da steckt definitiv Zunder hinter, wie ihr im Video zum Projekt seht. Das gilt sowohl für die Räder als auch die Propeller, und mehr noch: Das flexible Material macht B sehr robust. So können die Räder praktisch nicht brechen.

Abheben kann B sowohl aus dem Stand als auch während der Fahrt. Konzipiert hat Mielniczek es als den perfekten Modell-Geländewagen, der sich durch nichts aufhalten lässt. Auch nicht durch Schlaglöcher, meterlange Pfützen oder umgestürzte Bäume. Weil B aber noch kein Motocross-Geländeauto ist, muss es seine Hindernisse eben überfliegen. Das besondere daran: Die Propeller befinden sich praktisch in den Rädern, die mit Scheibenantrieb funktionieren. Des weiteren gibt es eine HD-Kamera mit 1280 x 720 Pixeln an der Gehäusefront, die die Fahrt auf Wunsch mitschneidet. Die starken Motoren haben natürlich einen Nachteil: Mit einer Akkuladung (Li-Po mit 2.200 mAh) kommt man im Schnitt 15 Minuten aus: 11 Minuten bei reinem Flug, 18 sind es, wenn man lediglich damit fährt.

Geplant: B als Wasserflugzeug, Motocross-Teilnehmer, Fassedenkletterer

Mielniczek, der bereits einen Abschluss in Wirtschaft und Robotik hat, macht derzeit seinen Doktor in Ingenieurwissenschaften an der Universität Southampton. Weil er in England sitzt, ist seine Kickstarter-Aktion damit auf der britischen Variante der Seite und in britischen Pfund. Das gewünschte Ziel von 86.500 Pfund hat er zum Redaktionsschluss dieses Artikels mit knapp 100.000 Pfund bereits überschritten. Für diesen Fall hat er eigentlich versprochen, B mit weiteren Funktionen auszurüsten.

So ist die Eigenschaft geplant, B Wände hochfahren zu lassen oder es als eine Art Wasserflugzeug auf der Wasseroberfläche starten und landen zu lassen. Ferner hat Mielniczek eine Smartphone-App geplant und will das Gehäuse noch vor Auslieferung wasser- und staubdicht machen. Eine künftige Version könnte außerdem mit Solarmodulen ausgestattet oder so robust gemacht werden, dass man mit B Motocross-Rennen fahren kann. Aber das ist noch Zukunftsmusik.

Preis und Verfügbarkeit

So viel Technik hat ihren Preis: B kostet in der ersten Variante für die Selbstmontage umgerechnet 375 Euro und 433 Euro als bereits montierte Version. Die Fernsteuerung, die darin noch nicht enthalten ist, kostet noch einmal 94 Euro extra, der Versand in Länder außerhalb Großbritanniens 23 Euro. Ausgeliefert werden soll B bereits im Dezember.

Mehr dazu auf der Kickstarter-Seite des Projekts.

Gefunden bei Geeky Gadgets.

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