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05.10.10 06:12

, von Thomas Jungbluth

AVM Fritz!Box 6360 Cable: Fritz geht ans Kabel

AVM bringt jetzt endlich die erste Fritz!Box, die vollständig mit Tripleplay-Angeboten der Kabelprovider genutzt werden kann.

AVM Fritz!Box 6360 (Bild: AVM)

Angekündigt war die Fritz!Box 6360 Cable bereits zur CeBIT, doch der Verkaufsstart hat sich bis in den goldenen Herbst hingezogen.

Sei's drum, jetzt gibt es sie endlich. Die Fritz!Box 6360 Cable heisst so, weil sie direkt an die Multimedia-Buchse angeschlossen werden kann, also da, wo bisher das Kabelmodem des Anbieters eingestöpselt war. Neben Internetanschluss und Routing via WLAN nach dem n-Standard übernimmt die 6360 auch die Telefonie und erlaubt so komfortable Telefoniefunktionen, für die man sonst eine separate Analog-Telefonanlage mit zwei Eingängen brauchte (und selbst das funktionierte nicht immer reibungslos).Wer Kabel-Internetkunde ist, konnte die Vorzüge einer herkömmlichen Fritzbox bisher nur eingeschränkt nutzen. Im reinen Routerbetrieb (über LAN1 als WAN-Eingang) lässt sie sich zwar an das vorhandene Modem (bei unitymedia: Motorola) anschließen, doch dann kann man die integrierte Bandbreiten-Messfunktion nicht nutzen (die kennt nur DSL), und auch die Telefonie hat sie nicht drin, das übernimmt das Kabelmodem. Einzige Ausnahme: Als "ISDN-Anschluss" beim Kabelanbieter, ja das gibt es: dann setzt die Fritzbox die übers Kabel kommende VoIP-Telefonie auf den internen S0-Anschluss um - allerdings auf Kosten von 50% der Bandbreite.

Die neue Fritz!Box 6360 dagegen bietet "die komplette Funktionsvielfalt der aktuellen AVM-Topmodelle" und erlaubt damit auch Kombination von analoger mit VoIP-Telefonie und die Grundfunktionen einer Telefonanlage. Zu diesem Zweck lassen sich zwei analoge und ein ISDN-Telefon anschließen.

Zusätzliche Komfortfunktionen sind z. B. Interngespräche, Gespräche zu DECT-Telefonen, die von ihr angesprochen werden, Makeln, Rufumleitung und die Kontrolle der Rufnummern, die einen gerade angerufen hatten (oder die einen nicht erreicht hatten). Mit der Box dürfte auch papierloses Faxen möglich sein. Die FRITZ!Box 6360 unterstützt zudem HD-Telefonie über den G,722-Standard sowie den DECT-Eco-Modus.

Die neue FRITZ!Box 6360 verfügt über vier Gigabit-Ethernet-Anschlüsse und ermöglicht zudem bis zu 300 Mbit/s schnelle WLAN N-Verbindungen – und das wahlweise im 2,4-GHz- oder im 5-GHz-Band, verschlüsselt nach WPA/WPA2. Mit IPv6 ist die neue FRITZ!Box bereits jetzt auf den kommenden Internetstandard vorbereitet. Last but not least kann eine USB-Festplatte zum NAS aufgewertet werden, wenn man sie an die entsprechende Buchse der 6360 anschließt.

Die Kabelfritzbox ist vorerst nicht für den separaten Verkauf vorgesehen, sondern soll über die Kabelanbieter vertrieben werden, weil diese den Internetanschluss gerne unter Kontrolle haben. Dabei sind die Pläne der regionalen Anbieter unterschiedlich. Unitymedia (NRW, Hessen) liefert die Fritzbox vorerst nur an an Geschäftskunden aus. Kabel Deutschland (Rest von Deutschland ohne Baden-Würtemberg) entwickelt eine eigene Box - wir vermuten mal, auf Grundlage der 6360, denn auch die letzte "KDG"-Kiste war im Kern eine Fritz!Box. Vielleicht wird die 6360 irgendwann mal auch normal in den Verkauf gelangen, und sicher werden noch andere Kabelanbieter dieses Gerät benutzen. Wir werden jedenfalls bald eine Fritz!Box 6360 Cable testen dürfen.

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