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18.04.11Kommentieren

Asthmapolis Spiroscout Inhalator mit GPS: Geotagging gegen Asthma

Das Unternehmen mit dem sprechenden Namen Asthmapolis entwickelt Spiroscout genannte Asthma-Inhalatoren mit eingebautem GPS-Sensor, die Daten über die Zeit und den Ort sammeln, an denen das Asthma-Spray verwendet wurde

Asthmapolis entwickelt Asthma-Inhalatoren mit GPS

Asthma ist ein chronische Erkrankung, die nur schwer in den Griff zu bekommen ist. Die Auslöser können vielfältig sein, und oft ist es unklar, was einen Anfall ausgelöst hat. Das Unternehmen Asthmapolis will mit Hilfe des Spiroscout Asthma-Inhalators mit eingebautem GPS-Sensor mehr Klarheit schaffen - sowohl für den einzelnen Patienten als auch für die Asthma-Forschung insgesamt.

Die Idee ist eigentlich recht simpel. Bei jeder Verwendung des Spiroscout Inhalators werden Zeit und Ort gespeichert und (bei den Top-Modellen) direkt kabellos an Asthmapolis gesendet. Das Unternehmen wertet die Daten aus und schickt wöchentliche Analysen und Empfehlungen an die Patienten und ihre behandelnden Ärzte. So kann man viel bessere Rückschlüsse über Auslöser individueller Anfälle ziehen und auch schneller feststellen, wenn ein Patient nicht richtig eingestellt ist.

Aber nicht nur der einzelne Patient profitiert, auch die Allgemeinheit der Asthmatiker könnte Vorteile aus dem GPS-Inhalator ziehen.

So könnte man durch die Auswertung der gesammelten (und natürlich anonymisierten) Daten allgemeine Asthmaherde leichter identifizieren und unschädlich machen.

Als Beispiel führt der Economist Asthma-Epidemien an, die 1985 und 1986 Barcelona heimsuchten, und die zunächst auf die üblichen Verdächtigen wie Pollenflug, Schimmelsporen oder Luftverschmutzung geschoben wurden.

Bei einer Reihe von Telefoninterviews mit Betroffenen fiel dann auf, das sich alle Anfälle in Hafennähe ereigneten, und zwar jeweils zu einem Zeitpunkt, an dem Sojabohnen entladen wurden. Die Installation von Filtern an den Silos verhinderte die Ausbreitung von Sojabohnen-Staub und damit weitere Epidemien.

In den letzten 3 Jahren wurde der Spiroscout Asthma-Inhalator mit GPS in Pilotstudien erfolgreich getestet, jetzt soll er sich für das Unternehmen bezahlt machen. Falls das Gerät wie geplant in den nächsten Monaten auf den Markt kommt, könnte das sowohl für den einzelnen Asthmatiker als auch für die Asthmaforschung insgesamt einen enormen Fortschritt bedeuten.

via Slash Gear and The Economist

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