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02.10.12

Apple iPhone 5 im Test (1): Langer Lulatsch

Apples neuestes Smartphone ist im Vergleich zum Vorgänger keine revolutionäre Neuerung - die Verbesserungen sind nicht riesig, sondern fein, aber deutlicher als beim vorherigen Update. Wir sehen uns das iPhone 5 in einer kleinen Artikelreihe genauer an.

Als Apple im vorherigen Jahr das iPhone 4S vorstellte, gab es äußerlich bis auf einen leichten Versatz von Knöpfen und einem empfangsfreundlicheren Gehäuse äußerlich keine großen Änderungen gegenüber dem iPhone 4.

Anders beim iPhone 5: Auf der Habenseite stehen neuer Prozessor, LTE, 16:9-Display, weniger Gewicht, dünneres Gehäuse und der neue "Lightning"-Anschluss. Jawohl, auch den halte ich für einen Vorteil. Doch man kann nicht alles haben: So gibt es kein NFC, doch diese Technik halte ich im Augenblick noch für entbehrlich und ehrlich: Ich habe lieber mehr Akkuleistung als noch ein Funkteil in dem Gerät.

So leicht...

Seit voriger Woche halte ich ein iPhone 5 in den Händen, und es ist ein echter Schmeichler. Die Rückseite ist aus mattiertem Aluminium - allerdings nicht ganz, sondern oben und unten schließen zwei Glasstreifen in der gleichen Farbe wie auf der Vorderseite an - es handelt sich also nicht um glänzendes Alu, wie man vielleicht meinen könnte.

Das Alu auf der Rückseite verhilft zu einem sichereren Griff und vor allem weniger Gewicht als beim Doppelglasblock der beiden Vorgänger. Man hat nicht mehr gar so das Gefühl, das Gerät wie ein rohes Ei behandeln zu müssen (oder in eine Gummihülle packen zu wollen). Hinzu kommt noch, dass das Touchglas auf der Vorderseite dünner wurde.

Gleich breit, dafür länger

Bei den Abmessungen hat Apple zum Glück der Versuchung widerstanden, ein Brikett zu schaffen. Das iPhone 5 ist bei gleicher Breite nur etwas länger. Dadurch passt es nach wie vor in die schmalen Fächer an der Tragetasche und im Jacket, und man kann immer noch sehr gut damit telefonieren. Es ist ja, das darf man nicht vergessen, kein Tablet.

Die neue Länge kommt dem Display zugute, das jetzt im Format 16:9 agiert, bei gleicher Auflösung, nur in der Höhe sind mehr Pixel hinzu gekommen. Ob man hier noch mehr hätte schaffen können, darüber kann man streiten, aber auch hier war erst einmal das Sinnvolle erreicht, und man hat sich auf andere, wichtigere Details konzentriert.

Durch die höhere Fläche passt jetzt eine Reihe von Icons mehr auf den "Desktop", und Filme und Serien können im meist passenderen Format 16:9 angeschaut werden. Noch sind nicht alle Apps angepasst, doch das ist sicher über kurz oder lang der Fall. Die Kindle-App zum Beispiel ist schon im richtigen Format auf dem Gerät, bei anderen wie dem Radioprogramm tunein ist das noch nicht der Fall.

Bilder und Töne

Beim Stichwort Radio kommen wir zum Klang: Das iPhone wird mit neuen Kopfhörern ausgeliefert, die sich leicht tragen lassen und nach ersten Hörerfahrungen sehr angenehm klingen - hier werden wir aber noch mehr in die Tiefe gehen.

Das iPhone 5 wird auch noch ein paar Fotos für den Smartphone-Vergleichstest von Kollege Kai Zantke abliefern, denn auch die Kamera wurde verbessert - wenn auch nicht sensationell.

Schnell rein, schnell raus

Zum Schluss noch ein paar Worte zur neuen Lightning-Schnittstelle. Mal ehrlich, liebe Apple-Eigner: Die alte 30-polige Schnittstelle war ein Pickel am Hintern der Geräte. Das Ding gerade aufzustecken gelang nur selten ordentlich, man hatte immer Angst, es zu verkanten (von der Hibbelei am iPad mit der nach hinten abgerundeten Kante rede ich hier gar nicht). So ein schneller Universalstecker war überfällig!

Der Lightning Connector kann in beide Richtungen eingesteckt werden und ist deutlich schmaler. Das geht natürlich nicht ohne Verluste: Der Audio-Verbinder ist nicht mehr drin. Apple hat jedoch einen Trost: einen Zwischenstecker mit integriertem Digital-Analogwandler.

Viel ungewöhnlicher fand ich, dass jetzt der Audio-Stecker auch unten dran ist. So muss das Handy immer verkehrt herum in der Tasche stecken, wenn ich jogge. Aber man gewöhnt sich ja bekanntlich an allem...

In weiteren Folgen werden wir uns unter anderem mit dem iOS 6 beschäftigen, das schließlich ebenfalls auf älteren iPhones läuft, sowie das 5er in der Praxis ausführlich testen: Kann es die Versprechungen, die technische Daten und erster positiver Eindruck machen, auch halten? Was bringt der Datenturbo LTE und wie setzt man ihn sinnvoll ein?

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