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27.01.10Leser-Kommentare

Apple iPad: Der Luxus-E-Book-Reader

Apple hat das sagenumwobene iPad, das Tablet, vorgestellt: Es ist ausgelegt als Websurf- und Lesegerät für E-Books, andere Funktionalitäten scheinen eher nebenbei mitgeliefert zu werden. Was ist Eure Meinung?

Steve Jobs und sein iPad: Was ist der Usecase? (Bild Keystone)

Jason Calacanis ist ein Lügner... Und er hat wenige Stunden vor der Präsentation des Apple iPads die Erwartungen weiter hochgeschraubt.

Aber eigentlich hat er mit dem satirischen Gezwitscher nur illustriert, was sich in den letzen Wochen an Erwartungen aufgestaut hat.

Ich würde behaupten, die sind nur teilweise erfüllt worden, und auch wenn man sehr realistisch auf das Tablet gewartet hat, ist die Präsentation eher etwas ernüchternd ausgefallen: Es gibt, ausser dem E-Book-Reader, keine "einzigartige" Anwendung für das iPad. Und damit ist der Zweck und nicht eine Software gemeint.

Das iPad ist kein TV-Websurf-Videokonferenz-Gaming-Gerät. Es hat keine Webcam, keine Solarzellen und keine Thumbpads.

Im Wesentlichen handelt es sich um eine aufgeblasene Version des iPod Touch; die wird ausserdem in der teuren Version des iPads eine 3G-Datenanbindung kriegen.

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Das Gerät verfügt über einen knapp zehn Zoll grossen Touchscreen, der aus einem hintergrundbeleuchteten LED besteht. Der Prozessor ist eine Eigenanfertigung von Apple und läuft auf 1GHz, was im Bereich der meisten Netbooks liegt - oder auch des Nexus One Smartphones von Google.

Noch ist keine ganze Zeitungsseite auf dem iPad zu sehen (Bild keystone)Von den gezeigten Anwendungen auf dem ultraschlanken Gerät, das aber einen breiten Rand um den Bildschirm aufweist, überzeugt eindeutig die E-Book-Software mit integriertem Buchladen am meisten. Sie ist typisch Apple-mässig sehr gut gestaltet und auf optische Intuition ausgerichtet, was vom Kindle von Amazon wirklich nicht gesagt werden kann.

Aber für einen E-Book-Reader ist das iPad von Apple erstens ganz schön teuer, und zweitens hat es das Problem des Stromverbrauchs. Wenn Apple "bis zu zehn Stunden" Betrieb mit Surfen oder Musikhören angibt, kann man von der halben Zeit ausgehen: 5 Stunden Lesezeit, dann muss das iPad an einen USB-Stromanschluss? Auf Flugreisen oder im Urlaub am Strand (wo auch das LED in der Sonne nicht ideal ist) sind das nicht die gewünschten Bedingungen.

Zwischenfazit 1: Als E-Book-Reader ist das iPad eine schöne, aber nicht optimale Lösung, weil zu wenig netzunabhängig und zu energieintensiv.

Ist es also das magische und revolutionäre Gerät zu einem unglaublichen Preis, als den es Apple anpreist?

Selbstredend kann erst mit Software das Potential des iPad ausgeschöpft werden: Ein 9.7-Zoll-Bildschirm mit einer grossen Soft-Tastatur könnte so manchem Netbook den Garaus machen.

Das iPad. Schlanke Masse, grosses Display. (Apple)

Nur: Um es als Netbook nutzen zu können, braucht man das iPad mit der UMTS-Anbindung. Die ist erstens ziemlich happig teuer; zweitens ist in den USA UMTS nun mal nur bei AT&T oder T-Mobile zu kriegen, und beide haben nicht den besten Ruf.

Und schliesslich wird das iPad nur Datentransfers erlauben. Eine Telefonie-Lösung ist nicht vorgesehen; ohne Webcam ist das iPad, wenn es denn überhaupt eine Form von Voice Over IP erlaubt (wie auch Skype) nur halb so sexy. Calacanis hat da mit seinem Scherz von zwei Webcams die übersteigerten Erwartungen illustriert.

Die Geeks, die Netbooks gekauft haben und mit Windows XP oder einer Linux-Version herumspielen, wollen aus den kleinen Geräten alles herausholen, was der Prozessor hergibt. Netbooks sind Surfboards fürs Web und Arbeitsstationen für Schreiberlinge wie Blogger oder IT-Menschen, die auf Distanz arbeiten. Dafür ist das iPad offensichtlich trotz Zusatztastatur nicht optimiert und zu sehr ein Lifestyle-Gerät.

Zwischenfazit 2: Als Netbook-Ersatz sitzt da iPad nicht in der gleichen Nische: Es ist auf Medienkonsum, und nicht auf Inhalteproduktion ausgerichtet. Netbooks sind aber vor allem Schreibmaschinen für Cloud-Worker.

GPS und Kartenanwendungen sind in der 3G-Version integriert - aber als Routenplaner im Auto ist das iPad dann wohl doch zu gross, ausserdem hat Apple noch keine solche Anwendung; als Stadtführer für Touristen ist es ebenfalls nicht grade ein Ersatz für ein iPhone.

Ein Mikrofon ist integriert, und die Multimedia-Tauglichkeit des iPads ist - abgesehen von der wie bei iPhone und iPod Touch bestehenden Flash-Inkompatibilität im Browser - über alle Zweifel erhaben.

Aber wenn das Gerät nicht für unterwegs ausgelegt ist, bleibt es das Surftablet fürs Sofa und gelegentliche Ausflüge ins Café an der Ecke. Daheim wird man indes wohl Filme nach wie vor lieber auf dem 52-Zoll-Flat-TV ansehen und dazu die Surround-Sound-Anlage benutzen.

Zwischenfazit 3: Das iPad ist aufgrund des Formfaktors und der fehlenden Kommunikationslösung kein Ersatz für Smartphones wie das iPhone; im Hausgebrauch wird es auch nicht das TV-Gerät ersetzen.

Es ist eigentlich müssig, die Erwartungen mit dem Produkt zu vergleichen, aber wir wollen dennoch kurz aufzählen, was denn jetzt übrigbleibt von den Hoffnungen auf eine technische Revolution.

- Revolutionäre Bedienung: Nicht wirklich. Multitouch-Display auf LED-Basis kennen wir inzwischen zur Genüge, Lagesensoren ebenfalls.

- Idealdesign-Lesegerät für Zeitungen und Zeitschriften: Ist das iPad zweifellos, weil es einen Farbbildschirm hat, den die bisher bekannten E-Reader in dieser Grösse nicht bringen. Auf dem Kindle sind Magazine mit Farbbildern hoffnungslos verloren.

- Neuartige Energiekonzepte: Sind nicht zu erkennen. Im Gegenteil - eine Akku-Lebensdauer von vom Hersteller ausgewiesenen zehn Stunden im Dauerbetrieb dürfte sich im Alltag eher als fünf Stunden erweisen, und das ist doch arg wenig.

- Ein Kommunikationspad im Haushalt, das als Videotelefon und Spielkonsole dient: Kommunikationslösungen sind offenbar möglich, aber darauf zielt das iPad nicht ab. Spiele und vernetzte Wifi-Parties sind zweifellos eine attraktive Option, aber derzeit noch nicht mehr. Der Prozessor kann an Videokonsolenleistung niemals heranreichen.

- Der Tablet-PC, der unterwegs alles kann, was ein Notebook-Anwender von seinem Gerät erwartet: Das wäre noch nicht einmal im Interesse von Apple, würde es doch den eigenen Notebooks Konkurrenz machen. Mit dem iPhone-Betriebssystem und damit einem Software-Pool, der vorerst nicht auf Produktivität ausgerichtet ist, und iWorks ist das iPad zur Not für den Arbeitseinsatz brauchbar, aber es ist kein Notebookersatz.

Nimmt man nun zu diesen Einschätzungen die Preise, die zwar bei 500 Dollar anfangen, was attraktiv, aber immer noch das Doppelte des Kindle und mehr als die meisten Netbooks ist; setzt oben drauf, dass die Ausführung des iPads mit den vollen Anbindungsmöglichkeiten und ausreichend Speicher für eine Videothek auf das Doppelte ansteigen, dann wird die Frage nach dem Kundensegment und dem Usecase unumgänglich.

Für Leseratten als E-Book-Reader ist das iPad zu teuer und zu stromnetzabhängig, im Vergleich zum Kindle, der sich sofort nicht nur, sondern vor allem bei einer nicht-IT-affinen Konsumentenschicht als einfaches Gerät für einen Zweck durchgesetzt hat.

Das iPad könnte also ein Luxus-E-Book-Reader sein. Oder ein zusätzliches Medientablett, das als Notfall-Videoscreen dient, wenn die Kinder den Fernseher besetzen. Eine Spielkonsole für einfachere Games.

Ich kann es drehen und wenden, wie ich will. Ich sehe keinen eindeutigen, typischen Anwendungsfall für das iPad, ausser den als Buchlesegerät - und dafür ist es mir zu teuer, zu stromhungrig und (noch) nicht mit einer Bibliothek von der Grösse jener Amazons gestützt.

Übrigens wird morgen früh Don Dahlmann von neuerdings.com im ZDF seine Einschätzung des iPads abgeben: Um Morgenmagazin um 6.40 und 8.40 Uhr. Nicht verpassen! Und: Usability-Experte und Blogwerk-CEO Peter Hogenkamp sieht die Dinge anders als ich -für diese "eierlegende Wollmilchsau" komme der Appetit beim Essen.

Was meint Ihr? Wollt ihr das iPad sofort haben? Welche Version werdet ihr kaufen? Wozu werdet ihr es einsetzen?

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Kommentare

  • Flurin

    27.01.10 (22:14:38)

    Ich werde mir keins kaufen. Wieso sollte man?! Das Geräte bietet aber rein gar nichts absolut revolutionäres... Und mit einem angepassten iPhone-OS als Betriebssystem ist es ja nur halb so funktionsfähig, wie wenn es Windows 7 oder Mac OS X laufen lassen würde. Wenn das Gerät bei gleichem Preis einen (sicher billigeren) normalen Atom-Prozessor geboten hätte - ich hätte es umgehend gekauft. Ausserdem: wieso baut Apple kein OLED-Disply ein? Dies wäre zwar teurer, wäre aber in der Darstellung und im Energieverbrauch weitaus besser als das IPS-Panel.Wo ist der normale VGA-Anschluss für den Anschluss an den Beamer? Wieder einmal ein Umstecker mitschleppen? Wo bleibt der auswechselbare Akku? Nichts als eine reine Enttäuschung!!!

  • Schaffhausen

    27.01.10 (22:16:20)

    Meine Einschätzung: Demnächst wird jeder Idiot mit so einem Teil rumlaufen - und ich werde einer davon sein.

  • karu

    27.01.10 (22:55:36)

    Interessant sind meiner Meinung nach nur die beiden 16gb Versionen. Ob ich es kaufen werde weis ich noch nicht, das hängt für mich in erster Linie von der Akkulaufzeit ab. Komme ich mit einer Ladung gut durch den Tag ist es schon sehr verlockend. Und ich sehe auch, dass es keine spezielle Marktlücke füllt, aber es macht doch viele Sachen leichter, intuitiver und schöner als zB ein Macbook. Das summiert sich alles, sodass am Ende der Appetit wirklich mit dem Essen kommt.

  • Hansgerd Zappenduster

    27.01.10 (23:04:00)

    "Wo ist der normale VGA-Anschluss für den Anschluss an den Beamer?" ... ach nee, jetzt aber ehrlich ...

  • vormi

    27.01.10 (23:04:04)

    du hast in deinem Leben noch keinen Mac besessen, sonst würdest du nicht so radikal mit der Akku-Lebensdauer umgehen, Peter. Mein Macbook hält laut hersteller 6 Stunden, und genau diese 6 stunden überschreite ich sogar, wenn ich das teil bei leicht gedimmtem screen zum surfen benutze! Gib dir einen Ruck, gib dem iPad die Chance, sich zu beweisen ;)

  • Medienexperte

    27.01.10 (23:05:52)

    Kein Flash, kein SD Karten EIngang, keine Kamera für Videotelephonie, kein OLED, zu wenig Speicherplatz, kein Multitasking. Apple könnte es sich doch so leicht machen, wenn sie sich einfach mal bemühen würden ein perfektes Produkt auf den Markt zu bringen. Bei allem berechtigten Lob für die Verarbeitung und Bedienung der Produkte, Appleprodukte sind immer noch viel zu propietär. Nun wissen wir auch , wie die Nachfolge IPads aufgerüstet werden. Apple könnte noch mehr Erfolg haben, wenn sie noch mehr auf Ihre Kunden zugehen würden, und eine offenere, transparentere Produktpolitik hätten. Ich glaube, dass die Open Source Politik von Android innovativere Produkte schaffen wird.

  • Grube12

    27.01.10 (23:14:57)

    Ich werde auch eins kaufen. Ich habe ein Motorola F1 Handy, brauche aber etwas für unterwegs womit ich schreiben und im Internet surfen, sowie Emails bearbeiten kann. Hatte bis vor ein paar Tagen NetBook 10" ... aber der Akku hielt nur 2-3 Stunden und die Tastatur war auch nicht so der Hit. Einen kompletten PC unterwegs brauche ich für Internet, Texte schreiben und ab und zu Musik hören und Video's schauen nicht. Zusätzlich bekomme ich noch einen eBook Reader und mit Google Maps einen Stadtplan dazu. Das ist doch genau was ich suche :) und freue mich schon auf iPad 2.0 mit Webcam.

  • Peter Sennhauser

    27.01.10 (23:15:34)

    Vormi: Stimmt, besessen habe ich noch keinen Mac. Gearbeitet habe ich damit aber eigentlich fast immer. Und wenn der Eindruck entsteht, dass ich irgendwie Apple schlecht machen wollte, liegt das daran, dass inzwischen jede auch noch so rationale Kritik als Schmähung wahrgenommen wird. Mein 13'' Asus-Notebook läuft bei voller Leistung und Wifi an einer Akkuladung problemlos acht Stunden, mit Drosselung des Prozessors und des Bildschirms habe ich es auf 11 gebracht. Die Akkuleistung des Nexus One dagegen hat mich bisher eher enttäuscht - acht Stunden Dauerbetrieb sollte so ein Gerät mehr als knapp schaffen. Hauptverbraucher beim Nexus One (1GHz Prozessor) ist das Display (mit 80%). Das ist ein Bruchteil von der Grösse des iPads und ein OLED. Ich gebe nicht nur dem iPad, sondern allen Geräten und Menschen eigentlich immer mehr als eine Chance. Ich brauche dazu keinen Ruck - ich sehe meine Arbeit darin, die Dinge so nüchtern wie möglich und so kritisch wie nötig zu untersuchen. Ich habe auch keine Zweifel, dass das iPad mit den Apps sehr rasch zu einem spannenden Gerät heranwachsen wird. Ich sehe bloss für mich persönlich keinen eindeutigen Anwendungszweck, und Apples Stärke bisher bestand darin, Geräte für einen Einsatz zu bauen, welche die Leute verstehen und mögen, *weil* sie für diesen einen Zweck ideal sind - sogar wenn man Abstriche hinnehmen muss. Dieses Konzept wird hier auf den Kopf gestellt.

  • STudyTraY-Worker

    27.01.10 (23:24:13)

    Das Steve uns nix neues präsentieren konnte, sind wir selbst Schuld daran, wie die Idioten träumen wir vom perfektem Rechner fürs digitale Leben. Setzten Apple unter Druck am Besten noch gestern ein Traum Tablet zu verschenken, alles braucht halt seine Zeit und die Gelder dazu werden somit in der Krisen Zeit ohne Hohen Gegenwert kassiert. Immerhin war man so clever und bezeichnet dieses Teil nicht als Slate Tablet PC wie iSlate dann wäre es die volle Verarschung ohne Multitasking, Betriebssystem & Software Freiheit nicht besser als das was die Nutzer bereits erfahren haben mit PDAs, Palms etc. Somit bin ich froh das mein selbst entwickelter STudyTraY PC in allen Belangen (Anwender) noch besser ist und nicht über eine betriebliche Neu-Anschaffung gedanken machen muss. Aber cool schick flach leicht ist das schlecht ablesbares iPAD trotzdem:) Glaubt es mir es geht nix über WACOM Pen Touch System, deren Potenzial haben leider nur wenige STudyTraY User erkannt.

  • Kreuzfahrtinspektor

    27.01.10 (23:34:14)

    "Ich sehe keinen eindeutigen, typischen Anwendungsfall für das iPad, ausser den als Buchlesegerät" Ich sehe allein schon aufgrund der geringen Technikbarriere (der Preis ist wieder ein anderes Thema) eine ausreichende Daseinsberechtigung für das iPad, gerade bei denen die bisher nur eine große Workstation (physisch und technisch) stehen haben, auf dem sie mal einen Brief schreiben, der Sohn mal spielt, der Vater im Internet surft. Ebenso erhöht es die Zugänglichkeit für Online-Medien – ich will und brauche weder einen iMac um im Internet auf neuerdings & Blogs zu surfen und Kommentare zu lesen/schreiben, noch einen von den Möglichkeiten viel höher angesetzten Laptop um die Süddeutsche online zu lesen, oder mir kurz die Tagesschau anzuschauen. Für diejenigen die schon kleine oder Kleinstlaptops haben verringert sich natürlich die Attraktivität, aber gerade für die Massenzugänglichkeit zum Internet und Online-Medien und insbesondere den technikunaffinen Einstieg in selbige sehe ich beim iPad große Chancen. Ein Buch zu lesen oder einen Abendfüllenden Film über das iPad anzuschauen kann ich mir allerdings auch nicht vorstellen, aber das sind nur optionale Gimmicks. Der iPad wird erfolgreichen sein gerade weil er nur wenig unnütze Gimmicks bietet, und die Leute weniger Multitasking, Flash und Pipapo interessiert, als die einfache Nutzbar- und Zugänglichkeit eines Geräts.

  • Andreas Göldi

    27.01.10 (23:39:18)

    Ich bin stolzer Besitzer vier verschiedener Tablet-PCs, eines Kindle sowie zweier Netbooks (von Smartphones wollen wir lieber nicht erst anfangen..). Ein iPad werde ich mir trotzdem kaufen, denn Apple macht mal wieder genau richtig, was alle anderen verbocken. Netbooks sind weitgehend unbrauchbar als echte Arbeitsgeräte, da zu klein und zu lahm. Als reine Surfpads sind die Dinger hingegen nicht komfortabel genug, und die Betriebssysteme -- sowohl Windows wie auch Linux -- nerven durch ihre unnötige Kompliziertheit (ich will surfen, nicht Sicherheitspatches installieren). Der Kindle ist ein prima eBook-Reader, aber halt sehr begrenzt. Schon oft habe ich mir gewünscht, auf diesem Form-Faktor auch surfen zu können. Und die Tablet-PCs wollen zu viel auf einmal, machen darum aber nichts wirklich gut, mal ganz abgesehen von der traurigen Batterielaufzeit und grauenvollen Hitzeentwicklung. Genau wie das iPhone bietet das iPad nicht wirklich revolutionäre Technologie, aber es scheint die Kompromisse an den genau richtigen Stellen zu machen. Das kann Apple besser als jede andere Firma. Und wie beim iPhone wird Apple auch beim iPad zwei oder drei Produktgenerationen brauchen, um ein wirkliches Traumgerät hinzukriegen, aber das ist schon mal ein exzellenter Anfang. Was man bei all dem nicht vergessen darf: Apple zielt schon lange nicht mehr primär auf die featureberauschte Geek-Population, sondern auf den Massenmarkt. Die Geeks dürfen die erste Gerätegeneration kaufen und für den Wirbel sorgen, aber die eigentliche Zielgruppe sind ganz normale Leute, die ein simples, problemloses Unterhaltungsgerät wollen. Und genau danach sieht das iPad aus.

  • Peter Sennhauser

    27.01.10 (23:45:07)

    Sehr interessante Sichtweise, Kreuzfahrtinspektor. Vor allem, weil sie meiner radikal entgegen steht. Als portables schnell-Lese und Sozial-Netzwerk-Instrument ist inzwischen jedes Handy geeignet, deren Leistung und Fähigkeiten nehmen laufend zu, und um zur Not was zu schreiben, reichen sie alle aus. Was die höheren Möglichkeiten eines Laptops angeht, tendieren die Menschen dazu, sich das anzuschaffen, was zum gleichen Preis am meisten kann. Notebooks sind inzwischen für 600 Dollar mit 15-Zoll-Bildschirm und allem Schnickschnack zu haben, und ausser dem Metrosexuellen Single dürften sich die meisten Konsumenten bei der Frage nach der Anschaffung eines "Erstgeräts" sagen, dass halt eben ein rundum-Notebook, das man auch der Tochter für die Uni stiften kann, die solideste Wahl ist. Jedenfalls ist das hier einer der ganz spannenden Fälle, in denen sich der von mir überstrapazierte Spruch eines Marketingforschers (hab den Namen vergessen) bewahrheiten wird, wonach Innovation in dem besteht, was die Menschen annehmen und nicht in dem, was die Ingenieure bauen. Und mit den Menschen sind die Normalanwender und nicht wir Geeks gemeint.

  • Peter Sennhauser

    27.01.10 (23:47:53)

    Hähä. Hab den Kommentar in der Mail gelesen ohne zu sehen, von wem er ist, und dann gedacht: Extrem präzise, fundiert - konzis - müsste ja Göldi...? Klar.

  • Christian

    27.01.10 (23:50:04)

    iPad = iPod? Wieso hat man nicht einen anderen Namen gewählt? Einen, mit dem man sich vielleicht doch deutlich abgehoben hätte von einem bisherig erfolgreichen Produkt aus dem eigenen Haus?! Was wurde aus iSlate...? Um mich dem Autor anzuschließen: Mau, was da aktuell abgeliefert wurde. Okay, bei den Spekulationen bisher vielleicht auch nicht verwunderlich. Aber, ich habe eine Theorie, die sich auf die Erfahrungen mit dem iPhone stützt: Apple wirft das Ding erstmal auf den Markt (um der Konkurrenz und uns Nerds was zu bieten) und schaut was passiert (siehe Vorredne). In der Zwischenzeit wird das iPad im Hintergrund weiter entwickelt, optimiert, erweitert etc. In einem halben/dreiviertel Jahr gibts ein Update, in 2 Jahren haben wir ein völlig neues Gerät (dann vermutlich auch mit Kamera und Kartenleser und Grafiktablett und Fingerscanner und blablabla...). Würde dem Ding aktuell daher eine Note 3 geben. Der Vorhang ist gelüftet, die Kuh vom Eis - warten wir ab was kommt...

  • Kai Zantke

    28.01.10 (00:09:36)

    Peter hat (leider?) recht: Das iPad füllt keine Nische aus. Für einen eBook Reader ist es zu kurzatmig, für ein Netbookersatz fehlt ihm die nötige Hardwareausstattung (Tastatur, Speichergröße für Video- und Musiksammlung) und um Produktiv genug damit zu werden, kann das iPhone OS sich nicht genug entfalten - trotz iWorks & unzähliger Apps - es ist nunmal kein PC. Abgesehen, dass der Preis in meiner gewünschten Ausstattung gleich dem eines vollwertigen iBooks ist, fehlt einfach das gewisse Etwas, was ein Apple Produkt umhüllt. Es ist weder Fisch noch Fleisch. Schade Apple - Chance verpasst meine Welt zu revolutionieren.

  • mario

    28.01.10 (00:12:05)

    was genau hat apple eigentlich gegen flash? ob man's toll findet oder nicht, es ist nun mal ein ziemlich grosser bestandteil des webs und gehört in diesen browser.

  • Steffen

    28.01.10 (00:31:20)

    Na lustig ist doch, dass das Teil total schwer ist, zwar ein gutes IPS Panel hat aber spiegelnde Fläche hat --> also total schlecht zu lesen ist. Der Kindle dagegen hat eInk. Die iPad is also auch kein Kindle killer. Wozu braucht man das dann? Ich kaufs trotzdem, passt zu meinem Macbook und dem iPhone dazu..

  • bierbauch

    28.01.10 (05:33:50)

    ich muss dir (leider) in deiner kritik bedingungslos zustimmen. der (das?) iPad lässt einfach zuviele funktionen vermissen: multitasking, anschlüsse (usb, video), kamera, telefonie, etc. um einen kauf zu 'rechtfertigen'. auch wenn es wahrlich ein tolles 'lese-gerät' für web / e-paper ist, ist es noch lange nicht ausgereift. versteht mich nicht falsch, es ist warsch. das beste tablet - im sinne der usability - was in kürze verfügbar sein wird, aber es lässt einfach zuviel vermissen. ich werde warsch. nochmal über einen kauf nachdenken, wenn die 2. oder 3. version des iPads in den regalen steht ...

  • Felix

    28.01.10 (06:11:29)

    Die Apps werden die Anwesenheitsberechtigung des iPads wieder wett machen bzw. erklären. Dadurch, dass der Start vereinfach wird (SDK steht schon bereit; iPhone-Apps sollen mehr oder weniger alle auch auf dem iPad funktionieren), werden ziemlich schnell auch spezifische Apps für den iPad entstehen, die mehr Gründe bieten, sich das Gerät zuzulegen. Ansonsten sehe ich es ebenfalls so, dass das iPad vor allem ein luxuriöses Gerät ist, um Medieninhalte zu konsumieren und nicht zu produzieren.

  • Troll

    28.01.10 (08:00:01)

    lol! das ding sieht aus wie ein großes ihphone. für wenige sekunden hatte ich schon gedacht das könnte ein interessanter ebook reader werden, der fallobst like total aufgebläht ist. nä nur ein weiteres crappel produkt. behaltet den müll :-D

  • Mike

    28.01.10 (08:42:14)

    An Alle die es nach Jahren iPhone Hype noch immer nicht begriffen haben und hier nach weiss-ich-was-für-features schreien; - Apple hat noch NIE mit technischen Finessen geglänzt - Apple steht für (zugegebenermassen selbstdefinierte) Konformität und somit Einfachheit für den Benutzer - Das erste Oef-Phone hatte weder Video noch MMS-Funktion... NA UND? Es ging weg wie warme Semmeln! - Das iPad steht nicht einfach für ein Gerät; dahinter warten schon weltweit Verlage, um Ihre Inhalte (Zeitungen, Zeitschriften usw) dafür veröffentlichen zu dürfen! (Siehe iPhone-Apps und angepasste Seiten) - Wie beim iPhone wird sich das iPad über Bedienbarkeit und eben Inhalt verkaufen, nicht über irgendwelchen Schnick-Schnack - Das iPad wird ab Erscheinungsdatum über 180'000 Apps benutzen können, denn alle iPhone Proggis werden auf dem Tablet ihren Dienst verrichten; das alleine ist ein Grund für viele, dieses Gerät zu beschaffen Zuguterletzt; Nein, ich habe kein iPhone, arbeite nicht für Apple, bin MCSE und arbeite an sich in der MS-Welt. Aber diese haltlose gebashe gegen etwas, was man nicht begriffen hat, geht mir auf den Geist. Schönen Tag wünsche ich!

  • Appler

    28.01.10 (09:05:36)

    Da gib ich dier recht heheh ich bin auch einer der das Teil kauft.

  • Appler

    28.01.10 (09:09:26)

    Amen

  • rob

    28.01.10 (09:26:19)

    Ich glaube das wird nicht an den Erfolg des iPhones anknüpfen. Kein OSX - finde ich persönlich schade, aber mit OSX wäre es nicht Mainstream, und dort will Apple mit diesem Gerät hin. Nach all den Hypes ist es ein wenig ernüchternd.. Wie ich mich kenne werde ich mir wahrscheinlich trotzdem eins kaufen, vor allem weil der Preis relativ fair ist. Sicher über die Daseinsberechtigung bin ich mir allerdings noch nicht, denn ich habe schon einen desktop-mac und einen laptop.

  • kristian kroflin

    28.01.10 (09:29:55)

    Um ehrlich zu sein, ist mir schleierhaft, wer genau die Anwendungen des iPADs und anderer Produkte genau worauf anwendet. Selten wird damit wohl SPS Software betrieben. Physiksimulationen wohl auch eher nicht. Die gängigsten Anwendungen sind wohl ein Browser, das Telefonbuch, ein Kalender, ein Terminplaner, ein Wetter-widget, die Uhrzeit, Video wie Audio ... und damit hat es sich. Das iPAD, wie auch andere, sind eher als soziales Beeinflussungsmittel gedacht. Weitaus durchdachter ist hier das EDGE von Entourage - das man zudem noch zusammenklappen, und somit die Screens vor allzu argen Umwelteinflüssen bewahren kann. Erwartungen stauen sich an. Nun, dies ist auch auf den alltäglichen Klatschseiten so. Um es mit den Worten eines längst zermürbten zu sagen: "mach ado about nothing" - doch viele sind derart indirekt beeinflußbar, daß mein Kommentar auch nur eine Wiederholung der bereits bekannten Kommentare ist (abgesehen von den von mir genannten nützlicheren Anwendungen).

  • Fabiancomo

    28.01.10 (09:51:26)

    Enttäuschend das Teil. Was soll ich mit einem solchen Klotz, verglichen mit dem iPhone, der nicht einmal über eine Webcam, einen eingebauten Kartensteckplatz, kein Flash und einen viel zu kleinen Speicher verfügt? Da ist mir zu Hause doch jedes aktuelle Notebook lieber!

  • m h

    28.01.10 (10:18:18)

    Was die Geeks wollten: Ein Gadget mit innovativen Technologien und hoher Konnektivität - OLED-Display mit nativer HD-Auflösung - 720p wäre problemlos möglich gewesen - Netzwerk- TV/Monitor- und USB-Anschluss - Kamera(s) für erweiterte VOIP-Funktionalität - Tastatur - ein Slider würde gut passen - Stifteingabe mit Handschrifterkennung - wäre sowas technisch auf einer Art Touchpad möglich? - alternative unabhängige Energeiversorgung für 9 1/2 Wochen Laufzeit ;-) - "offenes" OS also eher ein angepasstes OSX als ein aufgeblasenes iPohne-OS Was die Verbraucher möchten: Ein leicht zu bedienendes Internet-Device fürs Sofa - iPod-Touch-Funktionalität - eBook-Reader - Youtube-Filmchen - Spiele - Inhalte sind problemlos abrufbar - Es gibt für alles eine App! Was Steve liefert: Eine Ladentheke für seinen digitalen Kiosk - minimale Entwicklungskosten - Lasst uns einen großen Touch bauen! - alles läuft über den App-Store - volle Kontrolle gleich maximaler Profit Mich hat das iPad nicht enttäuscht. Es ist ungefähr das, was man erwarten konnte da sich diese Entwicklung abgezeichnet hat. Für die angepeilte Zielgruppe dürfte es passen, was überhaupt nich abwertend gemeint ist. Aber, was beim iPod/Phone für mich noch hinnehmbar war, da es Geräte mit eingeschränktem Einsatzgebiet sind, empfinde ich bei einem Gerät fürs Internet und den "digitale Lifestyle" als zu einschränkend. Was mir Sorge macht, ist eine Tendenz die durch dieses Gerät im Erfolgsfall (von dem gehe ich aus) extrem gepusht werden dürfte: 1. Andere Anbieter werden nachziehen. 2. Das Internet wird eine App! Inhalte werden gezielt verteilt und der Konsum gezielt gesteuert/kontrolliert. Das sichert die Profite der Content-Anbieter, gefährdet meiner Mienung nach aber die Vielfalt des Netzes, wie wir es heute (noch) kennen und schätzen. (Aber vielleicht betrifft das ja nur eine Minderheit, wie die Verbreitung ungehackter iPhones mit dem dazugehörigen Store-System vermuten lässt …) 2. Die zunehmende Konzentration Apples auf den Lifestyle-Consumer-Markt könnte auf Kosten der "großen" Geräte und ihres Betriebssystems OSX gehen, was ich als Mac-User besonders schade fände. P.S. - Spätestens wenn Mac OSX eine Anbindung an den App-Store erhält, wäre für mich der Zeitpukt, auf vorhandene Alternativen umzusteigen. Auch wenn dies mit einem Komfort- und Funktionalitätsverlust (Linux) einherginge. - Sollte es Nokias Maemo jemals schaffen zu einem annehmbar bedienbaren OS für Tablett- und Telefongeräte zu werden, stünde mein jailbreaked iPhone zum Verkauf.

  • pm

    28.01.10 (10:40:34)

    -Tastatur – ein Slider würde gut passen man darf auch nicht vergessen, dass apple eine Hardware-Tastatur (Bild 8) angekündigt hat, die gleichzeitig auch als iPad-Dockingstation dient.

  • femto

    28.01.10 (10:43:06)

    Volle Zustimmung, besser kann man die Kritik nicht zusammenfassen!

  • Joe

    28.01.10 (11:00:47)

    "Geil" Genau richtig wenn man auf dem Sofa liegt und noch ein bisschen im Web Surfen möchte..

  • David

    28.01.10 (11:54:56)

    Ich schließe mich der allgemeinen Enttäuschung an. Für mich besteht die aber noch viel mehr in der Software als in der Hardware, vom Energieproblem einmal abgesehen. Ich erwische mich öfter dabei, hingefläzt auf dem Sofa lieber zum iPhone zu greifen um zu surfen, als ein Laptop hochzufahren. So gesehen fände ich ein bequemes "Surfpad" schon durchaus schick. Bei iPad verdirbt aber die kastrierte Software den Spaß, so wie sie es auch beim iPhone tut (wo ich aber bereit bin, darüber hinweg zu sehen). Zwei offensichtliche Hauptkritikpunkte: (1) Kein Multitasking. Ich kann nicht beim Surfen auch auf Skype erreichbar sein, ich kann nicht, wenn ich einen Fachartikel im Reader lese mal schnell im Browser was nachschlagen, etc. (2) Kein Flash. Kein eingebundenes Video, keine fortgeschrittenen Browserapplikationen, keine kleinen Spiele zwischendurch (wenn ich nicht im Appstore löhne, hier liegt vielleicht auch der Hund begraben), viele Websites verstümmelt. Das soll "the best surfing experience" sein? Da es sich dabei um Softwarethemen handelt, hätte Apple allerdings die Möglichkeit, das nachzurüsten. Ob sie es tun weis ich nicht. Irgendwann hat das iPhone ja auch Copy/Paste bekommen.

  • muh

    28.01.10 (12:25:11)

    OLED-Display mit nativer HD-Auflösung – 720p wäre problemlos möglich gewesen und das dann auch ab 499$, geht sicher problemlos...

  • Hans

    28.01.10 (13:35:18)

    "Apple könnte es sich doch so leicht machen, wenn sie sich einfach mal bemühen würden ein perfektes Produkt auf den Markt zu bringen." Der war gut. :-)

  • Hans

    28.01.10 (13:44:13)

    Danke, dass ich das alles jetzt nicht mehr schreiben muss. :-) Überall Leute, die immer wieder mit völlig überzogenen Erwartungen an jede neue Apple Hardware heran gehen, um dann ihre großen Enttäuschungen zu offenbaren. Die von "perfekten Geräten" träumen... Träumt weiter, Leute. Es ist einfach super, super clever, was Apple da macht. Viele sagen, "Das ist doch nur ein großes iPhone..." und merken nicht, dass genau *das* den Reiz und Erfolg des iPad ausmachen wird! Die vertrauten Apps sind da, dieselbe Bedienung, die Infrastruktur, die Entwickler, die Einsatzgebiete – es gibt null Umgewöhnung und nix neu zu lernen, dafür (dank großem Screen + Bookstore) doch zahlreiche neue Möglichkeiten. Marketing-mäßig kann man sowas gar nicht besser machen, das ist reif für ein Lehrbuch. Einkaufszettel am Kühlschrank füttern (dank online-sync dann auf dem iPhone unterwegs dabei), Mails, Wetter-App, Kochbuch, surfen und News lesen zwischendurch etc.. Nichts, was man nicht längst schon auch anders machen könnte – aber jetzt wird es rund und fängt an, Spaß zu machen. Tja, es ist wie es ist, so’n Teil muss her. :-)

  • Flurin

    28.01.10 (14:21:35)

    schon mal was von einem Fernseher gehört, um den unterwegs begonnnen Film auf einem anständigen Bildschirm fertig zu schauen?! Es muss ja nicht unbedingt VGA sein, es kann auch HDMI o.ä. sein.

  • Flurin

    28.01.10 (14:29:52)

    oder netbook?

  • Frank Horlitz

    28.01.10 (15:04:13)

    Absolut zutreffend. Die eingefleischten Apple Jünger fühlen sich von Apple alleine gelassen und müssen zusehen wie die geliebte Firma mit dem Apfel jetzt perfekte Geräte ohne Schnickschnack für die Masse macht. Darüber hatte ich eben auch nachgedacht… http://raumwiese.macbay.de/rw/archives/491

  • M

    28.01.10 (15:09:01)

    Wie man an den Kommentaren sieht, ist die Phase 2 voll im Gang... Today Apple finally unveiled its tablet computer, the iPad. Thus concludes Phase 1 of the standard Apple new-category roll-out: months of feverish speculation and hype online, without any official indication by Apple that the product even exists. Now Phase 2 can begin: the bashing by the bloggers who’ve never even tried it: “No physical keyboard!” “No removable battery!” “Way too expensive!” “Doesn’t multitask!” “No memory-card slot!” That will last until the iPad actually goes on sale in April. Then, if history is any guide, Phase 3 will begin: positive reviews, people lining up to buy the thing, and the mysterious disappearance of the basher-bloggers. (D. Pogue, NYT) Ich lese die meist einige Monate später aus Vergnügen wenn Phase 3 im Gang ist. Die bewussten Designentscheidungen von Apple sind der Grund, warum die Produkte so erfolgreich sind. Weniger ist mehr. Wer nicht einverstanden ist, kann auf das HP-Tablet und Steve Ballmer warten.

  • Steffen

    28.01.10 (15:49:42)

    Lustig dass Du Pogue zitierst. Das ist so ziemlich der größte Apple Verfechter den die NYT einstellen konnte. Apple ist ein Hype. Die machen ihr Geld mit überteuerten Produkten, nicht mit der Masse. Und jetzt wo sie auf die Masse abzielen, werden die Jünger langsam misstrauisch. Der Ruf des Underdogs ist verloren, Apple mausert sich zum Monopolisten wie Microsoft. Wieso könnte es sonst anders sein, dass der Appstore so rigoros gehandhabt wird, und das iPhone nichts anderes zu läßt? Die wollen auch nur Geld verdienen. Was kann denn das Tablet was andere davor nicht auch schon konnten? Das ipad wird sich gut über den Preis verkaufen lassen, deshalb wird es ein Erfolg - nicht wegen der Eigenschaften. Der iPhone Hype wurde in Amerika gestartet, genauso wie der des Blackberry und vieler anderer technischer Artikel. Und so wird es auch von dort wieder hierher schwappen. Gefühlte 1/3 aller Amerikaner haben einen Mac zu hause, aber Europa ist davon noch weit entfernt. Und bevor wieder Microsoft ins Feld geführt wird, vergesst nicht, dass auch Linux, Android und Maemo auf dem Vormarsch sind. Wenn man den Zahlen glauben darf, dann werden 75 Millionen Menschen sich nicht dieses iPad kaufen, weil sie es bereits als iPhone besitzen! Oder wer will von den iPhone Nutzern noch ein zweites iPhone für zuhause? Dieses iPad kann genauso viel wie das Smartphone meiner Freundin, dass es auch noch telefonieren kann, Flash beherrscht, drei Tage am Stück durchhält und eine Tastatur hat. Die optimale Größe wäre bei 5 Zoll gewesen, weil das noch angenehm in einer Hand zu halten ist, aber dieses Teil ist einfach zu unhandlich für unterwegs und zu sperrig und schwer fürs lesen. Außerdem spiegelt der Bildschirm beim Lesen, was für eine Farce! Oh, ich bin übrigens Besitzer eines Macbooks UND eines Windows-PCs und die beiden ergänzen sich hervorragend.

  • M

    28.01.10 (16:37:32)

    Was kann denn das Tablet was andere davor nicht auch schon konnten? Gähn. Diesen Satz hörte man schon beim iPod und iPhone. Es gab auch damals schon genug MP3-Player und Mobiltelefone. Nach wie vor. Kein anderer Hersteller kann die Symbiose aus Hardware und Software in dieser Qualität herstellen. Und nein, ich bin kein Apple-Jünger. Ich kaufe aber gerne Produkte, die fast immer einwandfrei FUNKTIONIEREN und zahle dafür gerne etwas mehr. PS: Und ja, Apple will auch nur Geld verdienen. Ist eine Aktiengesellschaft und kein Religionsersatz.

  • ipad Beobachter

    28.01.10 (17:32:34)

    Die erste Abrechnung mit dem ipad, schön gemacht! Ich finde das ipad eher als ipod mit größerem Bildschirm. Ideal fürs Surfen und unterwegs Filme schauen, alles andere kann der ipod besser weil handlicher.

  • Rentnerjunior

    28.01.10 (18:37:40)

    Ein perfektes Gerät für meinen Grossvater. Wohlverstanden ich will das Gerät nicht schlecht machen, aber ist doch perfekt für Menschen die Angst vor dem Computer haben. Apple macht somit das Internet auch für über 60 Jährige attraktiv. Irgendwie hat es doch etwas revoulutionäres...

  • AS

    28.01.10 (18:59:47)

    ich will's , das EiPet

  • Gra

    28.01.10 (21:24:55)

    Als Ebook-Reader taugt das Teil nur bedingt. Der Farbbildschirm ist wahrscheinlich optimal für Zeitungen usw. Aber einen Roman über längere Zeit entspannt auf einem LCD mit Hintergrundbeleichtung lesen? Dafür sind die Reader mit E-Ink doch die bessere und vor allem augenfreundlichere Wahl...

  • M

    28.01.10 (22:25:16)

    Von den vertikalen Märkten hat hier auch Niemand von den Naysayern etwas geschrieben. Alleine die Edu- und Higher Edu-Märkte in den USA sind sehr gross. Wenn einige Universitäten oder Versicherungsagenturen iPads anschaffen muss es im Privatbereich gar kein grosser Erfolg werden.

  • John

    29.01.10 (01:49:44)

    Ich bin sehr überrascht dass Apple so ein Tablet PC vorgestellt hat. Es ist viel schlechter als alle anderen Tablet PCs. Es hat keine Handschrifterkennung, kein Flash, keine unabhänigen Entwickler ( ausser mit Jailbreak vielleicht), Kein Multitasking, keine Kamera. Aber das spielt ja eh keine Rolle, es geht ja nicht um die Funktionalität sondern nur um die gute Bedienung. Schlussendlich wird es trotzdem gekauft, weil alle anderen auch so ein Teil haben (Zugehörigkeitsgefühl). Da warte ich lieber auf den Courier von Microsoft oder auf das Edge von EnTourage. Das sind innovative Geräte und was für ein Schock, mit einer Handschrifterkennung. Aber wer braucht das schon?? Ich kaufe mir ein Gerät damit ich es sinnvoll gebrauchen kann, auch wenn die Bedienung und das Design nicht perfekt ist. Wenigstens kann man das Ipad als Spiegel brauchen, wenn man bei direkter Sonneneinstrahlung den Text nicht mehr lesen kann.

  • Thomas Jungbluth

    29.01.10 (07:39:20)

    Egal wie, egal wo, egal was andere sagen, der macht das einfach. Und fast perfekt: Es ist *wirklich tragbar* und ich kann mit dem Gerät unterwegs fast alles tun, was ich unterwegs tun will.

  • Hans

    29.01.10 (13:01:34)

    Jetzt, wo Du's sagst fällt es mir auch (wieder) auf: es gibt tatsächlich mittlerweile Apple Bashing - vor zwei, drei Jahren noch undenkbar. Willkommen im Mainstream, Apple!

  • Hans

    29.01.10 (13:23:20)

    Ähem, was meinst Du mit "kein OSX"? Läuft auf dem iPad vielleicht sogar Windows Mobile...? ;-) Natürlich ist da ein OS X-Derivat drauf, genau wie auf dem iPhone. Soweit beschnitten halt, dass man es nicht als Desktop Betriebssystem wahr nimmt resp. nutzen kann. In meinen Augen 100% richtig und gut, es so zu tun. Dass es sich rein an den Verkaufszahlen nicht mit den iPod/iPhone Unsummen messen können wird, ist doch klar. Der Zielmarkt ist einfach um die Größenordnung 100 kleiner. Trotzdem wird es ein Erfolg und erneut Vorlage für zahllose Nachahmer werden. Bin gespannt, wann das Google-Slate/Pad/Book mit Android drauf erscheint!

  • Hans

    29.01.10 (13:35:13)

    Ich würde das ergänzen zu: "Die Designentscheidungen des gezielten Weglassens sind der Grund, warum die Produkte von Apple so erfolgreich sind." Sie machen gewiss nicht alles richtig, das schafft keiner, aber sie machen mehr richtig als andere und deshalb boomt der Apple Krempel so dermaßen. Der Hinweis auf das HP-Tablett trifft's. Niemand zwingt einen, das iPad zu kaufen, der Markt ist voll von Alternativen. Ähem, moment mal... welche denn eigentlich?!?

  • Nicole Haase

    29.01.10 (13:50:44)

    Oh je! Ja die Diskussion um diese Produkte IST und BLEIBT auch emotionaler Natur. Läuft auch in meinem Haushalt ;) http://bit.ly/bxQ2kC

  • Hans

    29.01.10 (13:51:20)

    Treffer und versenkt! Die Geeks alle Länder, die darüber diskutieren ob das Ding für sie persönlich nun gut oder schlecht ist, übersehen die Möglichkeiten jenseits ihres beschränkten Horizontes: bei der Nutzung durch Senioren, durch Personal im Pflegebreich oder in der Logistik (wo einst Tablet-PCs hin wollten und zum Teil auch etabliert sind), auf Messen, in Museen, als Speisekarte und/oder Bestellterminal in hippen Lokalen eben dür die Geeks, die das iPad nicht gekauft haben... Es ist nur eine Frage der Zeit, wann der App Store aus den Nähten platzt vor lauter neuer Anwendungen, die nur für das iPad geschrieben worden sind!

  • Jürgen

    29.01.10 (17:08:29)

    Das Ding ist total kastriert, schade. Na ja, in einem halben Jahr bringt die Konkurrenz bessere Geräte heraus. So lange muss man halt warten. Das war beim iPhone genauso. Obwohl, das Archos Internet Tablet gibt es ja schon.

  • André

    30.01.10 (20:36:13)

    Ich habe mühe mit solchen Artikeln. Um es vorwegzunehmen: Es ist mir egal, ob das Gerät hier gut oder schlecht dargestellt wird, aber was hier an Halbwahrheiten über ein Gerät erzählt wird ist haarsträubend! Es ist scheinbar unglaublich beliebt geworden in Internet Blogs - als "unabhängiges" Medium - ein Produkt zu kritisieren, das von den Medien gehyped worden ist. Umso peinlicher ist es, wenn man als Leser sogar die falschen Erwartungen des Artikel-Autors aufgedrängt bekommt. Man lese den Artikel nur mal quer und achtet auf die Negationen: "keine “einzigartige” Anwendung" "keine Webcam, keine Solarzellen und keine Thumbpads." "nicht optimale Lösung" "keine solche Anwendung" "kein Ersatz für Smartphones" "Nicht wirklich" "Sind nicht zu erkennen" "niemals heranreichen" "keinen eindeutigen, typischen Anwendungsfall" usw. Es währe wünschenswert gewesen und würde viel professioneller wirken, wenn man nicht irgendwelche Gerüchte und falschen Erwartungen mit dem Endprodukt vergleichen, sondern fachmännisch sich die technischen Fakten ansieht und diese analysieren würde. Aber vielleicht fehlt es dem Artikelautor dazu an Kompetenz? Man könnte auch zum Schluss kommen, dass der suggestive Schreibstil beabsichtigt ist...

  • Peter Sennhauser

    30.01.10 (21:53:30)

    André: Vielleicht liest Du das nächste mal statt quer zuerst sorgfältig, bevor Du losschimpfst? Es ist eigentlich müssig, die Erwartungen mit dem Produkt zu vergleichen, aber wir wollen dennoch kurz aufzählen, was denn jetzt übrigbleibt von den Hoffnungen auf eine technische Revolution. Ja, der Text ist subjektiv - aus der Perspektive eines Konsumenten nach rund drei Monaten Dauergehype. News analysis besteht in solchen Fällen in der Einordnung der Realität in Bezug auf die Vorab"berichterstattung". die technischen Fakten ansieht und diese analysieren würde Wenn Du darunter das Copy-Paste von Kennzahlen aus der Produktseite verstehst - ich kann Dir den Link empfehlen. Die einzige sinnvolle Analyse technischer Fakten besteht in einer Einschätzung ihrer Benutzung. Das habe ich hier versucht im Glauben, dass niemand übersehen wird, dass es sich dabei um einen Kommentar und die Einladung zu einer Diskussion handelt. Nachtrag: Empfehlenswerte weitere Einschätzungen sind die von Frank Horlitz und natürlich die von Andreas Göldi auf netzwertig.com. Dort gibt's auch meine nicht minder subjektive Medienkritik.

  • qwerik

    01.02.10 (09:28:46)

    Ich freue mich auf dieses Teil. Endlich mal eine Konkurenz zu den ganzen eBook Readern die so auf dem Markt sind. Das wird deren Preise hoffentlich deutlich sinken lassen. Denn ein ordentlicher eBook Reader mit einem angemessenen Preis interessiert mich persönlich viel mehr als dieses Ding da im Artikel :-) Die preise für die aktuellen (in Frage kommenden) eBook Reader sind einfach zu überhöht, für den gleichen Preis bekommt mn schon ein Netbook (das ist aber leider zu klobig als eBook Reader :-)) Naja, ich hoffe, ich kann mir bal einen eBook Reader kaufen :-D

  • Stefan

    13.02.10 (01:37:49)

    Wenn das iPad eine Kamera hätte und man es an einen Drucker anschließen kann, dann wäre es der perfekte PC für meine Mutter.

  • ptrix

    01.06.10 (03:06:22)

    bin mir ziemlich sicher dass von den 2millionen ipad besitzern, mindestens 1million das ding langsam in frage stellen. das ipad ist schon jetzt den konkurrenz tablets technisch unterlegen. gutes design funktioniert immer! da sind dann funktion und einsatzmöglichkeiten nur noch nebensächlich.

  • titrat

    03.06.10 (13:29:17)

    Wie sich heute in der Realität zeigt, ist der Artikel unzutreffend in der Annahme, dass das iPad "nur" 5 h Laufzeit habe. Es sind in der Praxis gute 10 h.

  • Daniel

    10.12.10 (14:51:27)

    Ich finde diese ganze Apple Histerie auch unglaublich übertrieben! Die kochen ja auch nur mit Wasser ..

  • Chris

    13.05.11 (18:45:47)

    Fakt ist, dass Apple es geschafft hat, mit dem Ipad einen 2. Erfolgshit auf den Markt zu bringen. Schaut man sich die Verkaufszahlen des Ipad2 an, so sprechen diese durchaus für Apples Konzept.

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