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02.07.15

Amyko: Das Lebensretter-Armband für Notfall-Situationen

Dieses Wearable sorgt nicht für die Fitness des Trägers, sondern kann sein Leben retten. Damit es soweit kommt, benötigt das Crowdfunding-Projekt aber zuerst finanzielle Unterstützung.

Amyko (Bild: Indiegogo) Amyko (Bild: Indiegogo)

Wenn Menschen in Not geraten, dann gilt es, für Erste Hilfe zu sorgen. Bei den nächsten Schritten kann es aber brenzlig werden. Oft stellen sich wichtige Fragen: Welche Blutgruppe ist vorhanden, welche Allergien gibt es, welche Medikamente werden aktuell genommen? Wenn der Verunglückte die Antworten darauf nicht geben kann, vergehen wertvolle Minuten. Damit das nicht geschieht, soll es Amyko geben.

Amyko ist ein sogenanntes Wearable. Aber im Gegensatz zu anderen smarten Gadgets misst es weder den Puls, noch informiert es über eingegangene E-Mails. Nein, Amyko kommt – hoffentlich – nur selten zum Einsatz.

 

Wichtige Daten für den Notfall

Das Armband besteht aus hypoallergenem Plastik, dessen Länge und Farbe individuell eingestellt werden kann. Im wasserdichten Inneren steckt Technik. Diese trackt aber nicht die Werte des Trägers, sondern gibt die Vorgespeicherten Infos von sich, wenn man sie mit einem NFC-fähigen Gerät (zum Beispiel moderne Smartphones und Tablets) ausliest.

Bei den hinterlegten Informationen handelt es sich beispielsweise um die Blutgruppe, Allergien, einzunehmende Medikamente, aktuelle Therapien oder Telefonnummern von Angehörigen. Lauter Daten, die in einem Notfall über Leben und Tod entscheiden können.

So funktioniert das Emergency-Wearable

Der Besitzer lädt seine Daten in die Cloud hoch. In einer Notsituation können diese dann von Dritten ausgelesen werden. Haben diese kein NFC-fähiges Gerät zur Hand, soll eine Notfallnummer auf der Rückseite des Armbandes angerufen und die individuelle ID eingegeben werden - darauf hin wird man mit einem Familienmitglied verbunden.

Amyko (Bild: Indiegogo) Amyko (Bild: Indiegogo)

 

Ist der Amyko-Besitzer noch bei Bewusstsein, kann er auch proaktiv einen Notruf-Text inklusive Standort absenden, indem er das Armband an sein Smartphone hält.

Ebenfalls praktisch: Benötigt man regelmäßig Medikamente, so lässt sich ein Alert einrichten. Der erinnert via SMS eine hinterlegte Person daran, damit diese wiederum den Amyko-Träger zur Medikamenteneinnahme auffordert.

Vielseitig einsetzbar

Die Erfindung aus Italien richtet sich mit seinen verschiedenen Funktionen an unterschiedliche Zielgruppen: Einerseits an junge, aktive Menschen, die beispielsweise beim Mountainbiking einen Unfall haben; Andererseits an allein lebende Senioren. Eigentlich gibt es viele Szenarien, in denen Amyko nützlich sein kann.

Das Gute scheint zu sein: Hat man einmal die Daten eingerichtet, muss man an nichts mehr Anderes denken, als das Wearable zu tragen. Da das Plastik-Armband über keinerlei Batterie verfügt, muss diese auch nicht aufgeladen werden.

Unterstützer gesucht

Aktuell ist Amyko noch nicht im Handel erhältlich. Damit es soweit kommt, benötigen die Erfinder eine Finanzspritze von mindestens 70.000 US-Dollar (umgerechnet 62.200 Euro), um die Serienfertigung zu starten. Das Geld soll über Indiegogo bis Ende Juli zusammenkommen. Klappt das, könnte das Lebensretter-Armband schon im November 2015 ausgeliefert werden.

Amyko kann derzeit zum Early-Bird-Preis von 23 Dollar plus 10 Dollar Versand erstanden werden.

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