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21.03.12 13:45

, von Bensch Blaser

AmpJuice iPhone Battery Repair: Frischer Saft für alternde iPhones und iPods

Besitzer eines iPhone 3G oder 3G S haben nicht nur mit einem inzwischen lahm wirkenden Gerät zu kämpfen, sondern vor allem mit ausgelaugten Akkus. Wer sich ein bisschen Bastelarbeit zutraut, kann seinem iPhone für wenig Geld wieder zu neuem Saft verhelfen. Ich habe das einmal für euch ausprobiert.

 

Das Set von AmpJuice kommt mit Ersatzakku und Werkzeug. (Quelle: AmpJuice) Besitzer von iPhone 3G und 3G S sind zunehmend von der Batterielaufzeit ihrer alternden Geräte genervt: Alle paar Stunden aufladen zu müssen, kann schliesslich nicht der Sinn eines Mobiltelefons sein. Abhilfe schafft zum Beispiel die Firma AmpJuice, die Ersatzbatterien für alle Sorten des iPhone und auch des iPod vertreibt. So kriegt man für USD 25 inklusive Porto eine neue Batterie für das kränkelnde iPhone. Ich habe das Selbsteinbaukit für euch getestet.

Werkzeug inklusive

Wie man das von Bastelkits aus den USA mittlerweile gewohnt ist, kommt die Ersatzbatterie inklusive dem nötigen Werkzeug. Dieses besteht aus einem Kreuz- und einem Schlitzschraubenzieher, einem kleinen Spachtel/Keil (genannt «Spudger») sowie einem Saugnapf. Die Batterie hat praktischerweise bereits das nötige doppelseitige Klebeband drauf, mit dem sie am Gehäuse befestigt wird. So muss man das nicht mühsam von der alten Batterie herunterziehen.

Mit der Schritt-für-Schritt-Anleitung zum Auseinander- und wieder Zusammenbauen des iPhones gestaltet sich der Einbau der neuen Batterie vergleichsweise einfach. Wer noch nie einen Schraubenzieher in der Hand gehalten hat, sollte sich die Sache trotzdem zweimal überlegen.

Das Öffnen des Gehäuses ist einfach und auch das Entfernen des Displays ist nicht weiter schwierig. Etwas komplizierter wird es dann beim Entfernen und vor allem wieder beim Zusammensetzen der Platine. Hier ist Vorsicht und etwas Fingerspitzengefühl gefragt, damit man die Flachbandkabel und Erdkontakte nicht abknickt. Das Procedere dauert insgesamt keine halbe Stunde.

Man kann man den «Patienten» auch einschicken und den Einbau in Übersee vornehmen lassen – gegen Aufpreis, versteht sich. Alle anderen können locker rund CHF 100 sparen, die man bei einem lokalen iPhone-Reparaturservice drauflegen müsste. Wer mit der mitgelieferten und etwas klein gedruckten Anleitung nicht zurechtkommt, kann im Internet zum Beispiel unter ifixit.com die Anleitung im Grossformat anschauen. Hier wird zudem extra darauf hingewiesen, wo man besonders vorsichtig sein muss.

Fazit

Für USD 25$ inklusive internationale Portokosten aus den USA kann man mit der iPhone Batterie von AmpJuice eigentlich gar nicht irren. Der Unterschied zu einer altersschwachen Originalbatterie ist meinen ersten Erkenntnissen zufolge etwa eine doppelt so lange Akkulaufzeit. Ausserdem schaltet das Gerät bei grosser Akkulast nicht mehr spontan ab. Damit ist man in der komfortablen Lage, erst am Ende des Tages wieder aufladen zu müssen. Schaltet man die mobile Datenübertragung ab, hält der Akku problemlos zwei Tage durch. Wer bereits früh auf ein iPhone 4 umgestiegen ist und mit dem nächsten iPhone liebäugelt, wird erfreut sein zu hören, dass ein ähnliches Produkt auch für das iPhone 4 erhältlich ist. Wessen iPhone 4(S) vielleicht schon schwächelt, kann sich darüber also die Wartezeit ebenfalls verkürzen.

Wichtig ist der Hinweis, dass man sich mit solchen Bastelarbeiten natürlich um eine vielleicht noch vorhandene Garantie bringt. Zudem besteht logischerweise die Gefahr, dass man sein iPhone nachhaltig beschädigt. Alles das geschieht also auf eigene Gefahr. Bei mir hat es aber problemlos funktioniert.

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Kommentare: AmpJuice iPhone Battery Repair: Frischer Saft für alternde iPhones und iPods

Hat sich das spontane Ausschalten in der Form geäußert? Wenn ja, dann ist das Kit gekauft :)

Diese Nachricht wurde von Dimitri am 21.03.12 (14:39:29) kommentiert.

Ich habe darüber einige Nachforschungen angestellt, bevor ich zum Schluss kam, dass ein neuer Akku wohl helfen würde. Der Konsens ist, dass die alternde Batterie unter Last nicht mehr genügend Ampère bereitstellen kann, worauf sich die Abschaltautomatik einklinkt und das Gerät abstellt. Bei mir ging das jeweils so ab 40% los, bei anderen schon bei 90%. Dafür spricht, dass wenn man das Gerät nach Abschaltung einsteckt, der Bootprozess nur einen Bruchteil so lange dauert, wie ein echter Kaltstart. Einen Geisterbildschirm hatte ich nie, aber denkbar ist es schon. Ich fand, das finanzielle Risiko von 25$ sei tragbar:)

Diese Nachricht wurde von Bensch Blaser am 21.03.12 (14:47:13) kommentiert.

Ja bei mir wird es vermutlich genauso sein. Am Anfang war es noch alle Paar Tage mal und nun mehrmals täglich. Die bei Amazon angebotenen Kits haben entweder zu schlechte oder zu (offensichtlich gefakte) positive Bewertungen. Das hat mich bisher von einem Kauf abgehalten. Aber ich werde den AmpJuicer mal probieren. 25 $ sind wirklich sehr überschaubar ;)

Diese Nachricht wurde von Dimitri am 21.03.12 (14:53:54) kommentiert.

Bei eBay China gibt es diese Batterien auch günstiger. Das Problem des spontanen Abschaltens liegt definitiv an der Batterie und wird mit dem Einsetzen einer neuen behoben.

Diese Nachricht wurde von sebastian am 21.03.12 (16:23:16) kommentiert.

Das stimmt natürlich. Ich habe aber von sehr unterschiedlicher Qualität dieser Akkus gehört, soweit, dass selbst neue Akkus offenbar dermassen grosse Leistungsunterschiede aufwiesen, dass erst nach mehreren Versuchskandidaten das beschriebene Problem behoben war. "Load tested" sind die wenigsten und mit dem Retournieren ist das in China so eine Sache.

Diese Nachricht wurde von Bensch Blaser am 22.03.12 (09:51:17) kommentiert.

Okay, ich habe schon mehrere Displays und andere Handybatterien gewechselt und keine Probleme gehabt. Ich habe derzeit auch ein 3GS mit dem Batterieproblem und eine günstige bei eBay genommen. Ich berichte mal. Aber wenn die nicht lange hält, ist das natürlich blöd. Das Auseinanderbauen ist ja doch etwas aufwendiger.

Diese Nachricht wurde von sebastian am 22.03.12 (10:24:14) kommentiert.

Akkutausch beim Smartphone geht doch ganz einfach: Deckel auf -> Akku tauschen -> Deckel zu. Sollte bei den praktischen Apple Produkten sogar noch einfacher gehen.

Diese Nachricht wurde von Jürgen am 22.03.12 (17:05:52) kommentiert.

der akku wird nicht, wie so oft behauptet, gelötet?

Diese Nachricht wurde von jens am 23.03.12 (08:15:27) kommentiert.

Nein, Löten muss man nix. Einfach auseinanderbauen, Kleber lösen und wieder zusammenstecken. Der Kontakt wird über Federkontakte sichergestellt. Hier ist die iFixit Anleitung http://www.ifixit.com/Guide/Installing-iPhone-3GS-Battery/1545/1

Diese Nachricht wurde von sebastian am 23.03.12 (11:52:28) kommentiert.
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