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04.09.07

Ambilight fürs Wohnen: Philips Living Colors getestet

Philips' Lampe "LivingColors" soll "Ambilight" zur Stimmung statt zum TV-Bild in die Wohnung bringen. neuerdings.com hat ein Testgerät unter die Lupe genommen. Es sei angemerkt, dass dieses Modell nur im EU-Raum erhältlich sein wird.

Der Hingucker Philips Living Color Ambilight hat sich dabei als Zubehör für Design-Erleuchtete erwiesen, der aber seinerseits den eigentlichen Zweck - Dinge zu erleuchten - nicht besonders kräftig erfüllt.

 

Ausgepackt

Die Lampe trumpft als Hingucker auf. Die transparente Erscheinung mag zwar nicht ganz jedermanns Geschmack zu treffen, eine befragte Mehrheit äussert sich aber wohlwollend zum Design der 20 cm hohen Lampe.


Bietet Durchblick: "Living Colors"

<flash>www.youtube.com/watch</flash>

Video: Die Einschaltprozedur

Beim ersten Anschliessen der LivingColors ans Stromnetz wird der Verlauf durch das gesamte Farbspektrum ein Mal durchgespielt, bevor die Lampe betriebsbereit ist.

Fernbedienung

Ebenfalls mitgeliefert ist die funkgesteuerte Fernbedienung. Nach anfänglicher Eingewöhnungszeit verspürten die Tester nicht mehr den absoluten Drang, sich so auszurichten, damit Mensch die Farbkombination neu einstellen kann.


Nur mit Symbolen beschriftet: Die Fernbedienung

Die Bedienung an sich ist simpel: Zuoberst wird die Lampe ein- oder ausgeschaltet, mittels des Farbkreises wird der gewünschte Beleuchtungs-Tonwert ausgewählt, die zwei Symbole in der Mitte des Rings steuern die Farbsättigung, und darunter lässt sich die Helligkeit regulieren. Welches Symbol welche Wirkung erzielt, muss aber zuerst "gelernt" werden, da vor allem die Symbole der Farbintensitäts-Steuerung nicht logisch beschriftet sind. Ein Farbaufdruck anstatt "Kreis mit Punkten" und "Kreis ohne Punkte" würde hier für Abhilfe sorgen.

Technik

Der stufenlose Wechsel zwischen unzähligen Farbmöglichkeiten wird mittels 4 LEDs erzeugt - zwei roten, und je einer blauen und einer grünen Diode.


Vier LEDs geben die Farbe an

Effekt

Primärer Verwendungszweck ist das farbige Ausleuchten von Wohnungsdetails, diese Aufgabe erfüllt die Lampe ohne zu murren.


Alle Farben des Spektrums - in der Kombination entsteht daraus Weiss

Durch vollständiges Entfernen der Sättigung lässt sich auch ein kombiniertes, weisses Licht erzeugen. Zu beachten sei hier der unvermeidbare mehrfarbige Schattenwurf. Dieser entsteht in jedem Fall, ist aber bei weissem Licht am offensichtlichsten. Durch die Erzeugung der Beleuchtung mittels 4 je einfarbigen LEDs, und da diese auch einen gewissen Abstand zueinander haben, wird der Schatten immer von farbigem Halbschatten begleitet.

Additives Lichtfärben => Additive Schatten< /EM >

Im grossen und ganzen ist die LivingColors-Lampe ein schöner Zusatz zur Definition der Stimmung in einer Wohnung. Für mehr als zur Stimmungsbeleuchtung reicht's aber leider nicht. Die Leuchtkraft der LEDs ist auch bei maximierter Helligkeit eher begrenzt.

Mängel

Einige Mängel, welche sich hauptsächlich auf die Bedienung beziehen, überschatteten leicht die Freude am Testen.

Diese Lampe bietet tatsächlich abendfüllende Unterhaltung, da zu hastiges Einstellen oftmals zu einem Glücksspiel beim Regeln des gewünschten Farbtons mutiert. Die Bedienung erfolgt durch berührungsempfindliche Sensoren auf der Fernbedienungsoberfläche. Diese reagieren aber einen Tick ungenauer als wir es uns gewünscht hätten.

Ein "Scrollen" im Farbkreis, so wie wir es vom iPod-Durchsuchen kennen, ist nicht möglich. Der Farbkreis reagiert nur auf punktuelle Änderungen, nicht auf ständiges Berühren. Auch vor Abstürzen durch zu heftiges Herumspielen ist man leider nicht gefeit. Das Test-Gerät musste nicht nur einmal vollständig vom Stromnetz getrennt werden. Ebenfalls ist es nicht zu empfehlen, "LivingColors" leicht verschwitzt bedienen zu wollen - durch die veränderte Leitfähigkeit feuchter Haut verweigert die Fernbedienung den Dienst. Vielleicht reagiert die Steuerung bis zur definitiven Markteinführung das gewünschte Stück genauer. Weibliche Testerinnen hatten sich ausserdem eine Programmierfunktion gewünscht, so dass ein sich ständig änderndes Lichtspiel den Besitzer entzücken mag. Eine solche Automatisierung fehlt; einmal eingestellt, verharrt die Lampe auf der eingerichteten Farbe.

Fazit

Wer schon immer mittels LED-Technik seine Wohnung durch Setzen von Farbakzenten aufpeppen wollte, für den ist die Philips Living Colors eine sehr gute Wahl. LEDs sind auf dem besten Weg dazu, sich als langlebige Beleuchtungslösung zu etablieren. Dass die Lampe in einem sehr ansprechenden Design daherkommt, steigert den Genuss dieses Geräts ungemein.

Die Freude trübt die eher sensible, aber dennoch teils willkürliche Bedienung, sowie die doch ein wenig enttäuschende Leuchtkraft der LEDs. Die Möglichkeit, den Farbwechsel zu programmieren, wäre ein willkommener Zusatz gewesen.

Wer ein Auge für schöne Inneneinrichtung besitzt, genug Geduld, um sich mit der Bedienung auseinanderzusetzen und ca. 180 Euro ungenutzt auf der hohen Kante liegen hat, soll zugreifen.

Philips Living Color

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