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19.12.11

Actionpro SD20F im Test (1/2): Vorbild-Figur

Die Actionpro SD20F will ein ständiger Begleiter bei aufregenden Sportarten und Unternehmungen sein. Hat sie das Zeug dazu? Dieser Test wird es zeigen.

 

«Der Fisch war sooo riesig!», dabei streckt er die Arme weit auseinander – ein Zwei-Meter-Fisch? Solch Seemannsgarn mag man nicht unbedingt glauben. Hätte der Taucher eine Actionpro SD20F dabei gehabt, könnte er nun mittels Videoaufnahme seine abenteuerliche Begegnung belegen. Ob die Qualität der SD20F dafür ausreicht, wird der Test zeigen.

Auspacken

Verglichen mit der GoPro ist der Lieferumfang zwar nicht riesig, aber wertvoller: Verschiedene Gelenke, zwei Klebefüsse, AV-Kabel, USB-Kabel, Fernbedienung und LC-Display, Transporttasche und extra Gehäuse für Stative, das spart dem Käufer wertvolles Geld. Aber, ein Kopfband oder Helmriemen fehlen - genau das Zubehör, welches ich gerne im Einsatz hätte. Wenn ich mir Solcherlei kaufen wollte, würden moderate EUR 40 fällig. Damit wäre man bei insgesamt EUR 310, inklusive Fernbedienung und LCD-Display. Die GoPro WiFi-BacPac-Lösungen, bestehend aus Fernbedienung oder LCD oder erweitertem Akkupack, reissen deutlich grössere Löcher in den Geldbeutel wo man schnell für Kamera und Zubehör mehr als EUR 400 hinlegt.

Staunen

Auch bei der Actionpro staune ich nicht schlecht. Der Lieferumfang ist grosszügig, doch zwei andere Punkte sind sehr viel auffälliger: Beim Öffnen der Verpackung steigt mir ein starker Lösemittelgeruch entgegen und die Ähnlichkeit mit dem Marktdinosaurier GoPro ist verblüffend. Die Klebefüsse sind ähnlich geformt, die Steckschlitten fast identisch und das Gehäuse zeigt die gleiche Verschlussmechanik sowie Drücker. Selbst die Rändelschrauben orientieren sich an GoPro - zwar nur drei- statt vierkantig, aber mit den gleichen Schrauben im Inneren und den gleichen Endkappen. Die Gelenke sind sogar untereinander austauschbar...

Das ganze Zubehör macht einen robusten und wertigen Eindruck, vielleicht liegt es nur an der matten, statt glatten Oberfläche, aber auch hier fehlt der Imprint des Herstellers.

Und wie bei GoPro bleiben die Kontaktflächen glatt, was zu wenig Reibung und Halt führt – entsprechend fest muss man die Verbindungen anziehen.

Tastenwunder

Bei der wichtigen Menüführung und dem Kameragehäuse dagegen musste man wohl selbst ans Zeichenbrett. Das Kameragehäuse ist übersät mit Tasten, Schiebern und Abdeckklappen und knarzt bei festerem Druck. Einen wertigen Eindruck macht es auf mich nicht - deshalb steckt die Kamera ja auch in einem bruchsicheren Plastikgehäuse!

Zwei Schieber aktivieren die Kamera und die Sprachaktivierung. Zwei Tasten sind für Videoaufnahmen und Fotos zuständig, diese sind auch unter Wasser benutzbar. Links sind HDMI- und AV-Port placiert und rechts erreicht man die microSD und den miniUSB-Port. Als Besonderheit sichert ein Laser der Klasse II stets die korrekte Fokussierung des Objektes, er kann bei Bedarf deakiviert werden. Da ich nicht meine Mitmenschen erblinden lassen wollte, habe ich auf den Einsatz des Lasers generell verzichtet. Um einen Eindruck der Leistungsfähigkeit zu vermitteln: Bei Nacht reichte der Laser problemlos 50 Meter weit und war knallrot zu erkennen.

CA-PH-RTC

Wenn Ihr nicht versteht, was diese Abkürzungen bedeuten, dann seid ihr nicht alleine damit! Um die Kamera ordnungsgemäss in Betrieb und die nötigen Einstellungen vorzunehmen, hilft nur ein Blick in die Bedienungsanleitung. Oder man steckt das mitgelieferte LCD hinten auf - es wird wohl keinen verwundern, dass die Kontaktfläche dem Hero-Port von GoPro sehr ähnlich sieht...

Dank des Displays kann nun nicht nur überprüft werden, ob die SD20F das Motiv korrekt aufnimmt, sondern auch die Einstellungen sind nun ohne Bedienungsanleitung verständlich gelistet.

Die Auflösung kann zwischen FullHD, 720p WVGA und QVGA gewählt werden, der Blickwinkel erweitert sich automatisch von 127° (FullHD) auf 170° (720p). Die Kamera erlaubt native Aufnahmen bis fünf Megapixel mit zeitgesteuerten Aufnahmen bis 60 Sekunden Intervall.

Vorläufiges Fazit

So richtig überzeugen kann mich das schwarze Plastik der Actionpro SD20F nicht – doch das darf nicht überbewertet werden, denn das Gehäuse sorgt für die nötige Polsterung und Stabilität. Von der etwas verwirrenden Bedienung einmal abgesehen, erhält man eine reichhaltige Ausstattung, die in der Grundausstattung alles Nötige enthält. Die Einstellungen zur Aufnahmeframerate versteckt sich hinter den PAL- / NTSC-Settings. Bei PAL erreicht man in FullHD 25 bzw. in 720p 50 Bilder pro Sekunde und bei NTSC-Settings sind es dann 30 bzw. 60 fps.

Mehr bei Actionpro.

Die Actionpro SD20F kostet EUR 270.

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