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08.10.12

Actioncam Somikon DV-82.aqua im Test: Schwimmt, taucht und fährt Rad

Eine Videokamera ohne Monitor, aber mit Laserpointer? Wozu soll das denn gut sein? Für Rad- und Unterwasseraufnahmen, sagt der Hersteller.

Wie ein Camcorder aussieht, weiß man inzwischen eigentlich - Objektiv, Sucher, abklappbarer Monitor. Die Action-Cam Somikon DV-82.aqua schaut dagegen eher aus wie ein orange gestrichener Nacktmull: Statt eines Objektivs sieht man zwei Augen und einen Mund, dann gibt es noch drei Knöpfe und eine Schraube zum Ölnachfüllen auf der Rückseite. Sucher oder Monitor dagegen fehlen.

Das Bedienkonzept der Action-Cam ist eigenwillig - sie geht davon aus, dass man unter Wasser und beim Action-Sport sowieso nicht imstande ist, auf einen Monitor zu sehen und hat diesen deshalb komplett eingespart. Damit ist das schlanke Format möglich. Um bei der Bedienung trotzdem zu wissen, was man gerade eingestellt hat - Foto-, Video- oder Tonaufnahme - werden Leuchtzeichen und Vibrationssignale verwendet. Einstellungen, die doch ein Menü benötigen, sind nur am Fernseher möglich.

Da die Somikon DV-82.aqua ein Fisheye-Weitwinkel-Objektiv mit 120° Aufnahmewinkel hat, ist das genaue Zielen aufs Motiv nicht erforderlich - wenn doch, kann man es mit einem Laserpointer anpeilen, wobei allerdings Vorsicht geboten ist, um niemand zu verletzen. Außerdem sind für Nahaufnahmen zwei weiße LEDs als Beleuchtung vorgesehen.

Im Praxistest zeigte sich eine gute Bildqualität - Full HD ist möglich -, nur die Fisheye-Optik mag nicht jedermanns Geschmack sein. Unter Wasser fällt die von ihr verursachte Verzerrung jedoch weniger auf, und dort zeigt sich ein Vorteil dieser Konstruktion: sie schwimmt. Praktisch im Pool, sollte man wirklich bis auf 20 m tauchen, was die Somikon DV-82.aqua aushalten soll, ist die Kamera gut anzubinden. Hier einige Videobeispiele:

Fahrradfahrt

Rollerfahrt

Motorradfahrt

Gleitschirmflug

Tauchen

Gartenteich - bitte nicht füttern! :-)


Da ein Akku eingebaut ist, entfällt das Problem des Batteriewechsels - geladen wird über den USB-Anschluss. Auch die Bedienung mit Leucht- und Vibrationssignalen klappt besser als befürchtet. Schade ist es, dass nur eine Lenkerhalterung fürs Fahrrad vorgesehen ist. Dank des starken Weitwinkels geraten jedoch Fahrradfahrten vom Bildeindruck bereits nahe an den Ritt auf einer Rakete, da möchte man vielleicht gar nicht wissen, wie eine Autofahrt aussähe, obwohl es inzwischen auch Motorradfahrten und Gleitschirmflüge gibt.

Erschütterungen können der Somikon DV-82.aqua offensichtlich wenig anhaben, nicht mal auf einem Roller. Nur der Ton ist eher dünn, da das Mikrofon unter der Schutzkappe auf der Kamerarückseite ist - für eine Motorradfahrt oder unter Wasser spielt dies jedoch keine Rolle. Dank des geringen Gewichts könnte die Kamera auch an Flugmodellen befestigt werden. Nur für das gemütliche Weihnachtsvideo samt Gesang unterm Baum dürfte sie nicht das richtige Gerät sein...

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