Hier finden Sie weitere Artikel aus der Themensammlung Technik

16.09.14Leser-Kommentare

3D Pocketcopter: Die kleinste fliegende Kamera der Welt

Ein winziges Fluggerät für die Hosentasche, das hochauflösende Videos aufnehmen kann - das möchte Thomas Pagel erschaffen. Und mit  dem 3D Pocketcopter soll sogar die kleinste fliegende Kamera der Welt entstehen. Eine witzige Idee, die offenbar auch gut ankommt.

Eine fliegende Zigarre? Ja, fast. (Foto: Thomas Pagel) Eine fliegende Zigarre? Ja, fast. (Foto: Thomas Pagel)

Der 3D Pocketcopter ist rund 19 cm lang und hat einen Durchmesser von 3,5 cm. Im Inneren der „Röhre“ befinden sich ein Akku, eine 3D-fähige HD-Kamera und ein Wi-Fi-Modul, über das man Kontakt zu einem Smartphone oder Tablet mit iOS, Android oder Windows Phone aufnimmt. Alternativ wird wohl auch Bluetooth unterstützt. Ungewöhnlich ist sicherlich die Art des Fliegens, denn das Gadget hebt senkrecht gen Himmel ab, kann aber via Touchscreen in alle Richtungen navigiert werden.

 

Kleiner Spaß

Zumindest in der Theorie klingt das Konzept des Pocketcopter reizvoll. Die Rotor-Blätter lassen sich entfernen bzw. wechseln, wodurch der Flieger auch locker in die Hosentasche passt. Bis zu 10 m kann sich das Gerät vom Nutzer entfernen, die Videos bzw. Fotos darf man via App sofort in den sozialen Netzwerken teilen. Und sollte mal die Verbindung abbrechen, gleitet der Pocketcopter langsam zu Boden.

Inhalte werden auf die SD-Karte gespeichert, die im entsprechenden microSD-Kartenslot steckt. Der Akku wird mit einem separaten 12-V-Netzteil aufgeladen. Dabei wäre hier doch ein regulärer USB-Anschluss praktischer, könnte man den Pocketcopter so unterwegs z.B. mittels einer externen Stromquelle aufladen, wenn ihm nach höchstens 25 Minuten Flugzeit oder sechs Stunden reiner Videoaufnahme der „Saft“ ausgeht. Laut Aussagen des Schöpfers gibt es aber schon Ideen dafür: Eventuell wird ein wechselbarer Akku verbaut. Und in jedem Fall kann der Copter als Handkamera genutzt oder zum Beispiel an einem Motorradhelm befestigt werden - praktisch. Aus einem Pocketcopter wird so eine Actioncam.

Populär

Wenn alles klappt, soll der Pocketcopter ab Mai 2015 in Blau, Schwarz und Gelb erhältlich sein. Anvisiert wird ein Preis von 89 Euro, der wohl auch auf Interesse stößt. Bei Indiegogo soll die Quadrocopter-Alternative vorfinanziert werden, was sehr gut zu klappen scheint. Die anvisierten 15.000 Euro wurden recht schnell geknackt, bis zum Ende der Unterstützungsphase dürften 100.000 Euro zusammengekommen sein.

Zwar zeigt das offizielle Video kaum, wie der Pocketcopter wirklich in die Luft geht, aber sollten alle Angaben und Versprechen stimmen, könnte uns hier ein neckisches Spielzeug erwarten, das preislich und konzeptionell nicht schlecht klingt.

www.youtube.com/watch

Weitere Details gibt’s direkt bei Indiegogo. Eine offizielle Webseite existiert noch nicht.

Schlagworte zu diesem Artikel

Kommentare

  • SteSte

    16.09.14 (11:32:50)

    Physikalisch meine ich, dass die Flug- & Blickrichtung so nicht gesteuert werden kann. Dazu wären mindestens diverse Sensoren für Orientierung im Raum und eine Blattverstellung nötig. Den Wunsch hab ich schon lange, ein Cam auch über die häusliche Treppe und durch die Türen der Räume fliegen zu lassen. Realistisch - auch von den Flugzeiten - scheint mir dies am ehsten mit einer Art Zeppelin (schön langsam, Auftrieb quasi inklusive, leicht navigierbar, ...)

  • Horst Pencke

    16.09.14 (17:38:25)

    Das Ding wird nie fliegen. Schaut mal die Rotorblätter an!

  • 0xdeadbeef

    16.09.14 (18:40:21)

    Das sieht sehr dubios aus. Keine Angaben zur irgendwas, kein Prototyp. Ein 12V-Akku in einem Mini-Heli? Was soll das sein, ein Bleiakku? Nichts zum Sensor, zur Auflösung, zum Dateiformat oder was auch immer. Am schlimmsten: keine Informationen, wie die X-/Y-Bewegung ohne Rotorkopf funktionieren soll. Oder falls das nur an dem kindlichen Mockup-Render liegt: wo sollen die beiden Servos usw. dafür Platz haben? Und wo die beiden Motoren+Getriebe für die Rotoren? Also entweder sind das naive Trottel oder es ist eine Abzocke.

  • Tom BPunkt

    17.09.14 (09:33:34)

    Jeder, der sich etwas intensiver mit "Modellflug /FPV" und Kameras beschäftigt hat weiß, dass die gezeigten Flugaufnahmen mit solch einem, äh, "Ding" nicht möglich sein werden. Kein Gimbal, keine Enkopplung gegen Jello... Naja...abgesehen davon wurde oben ja schon auf die Flug-/Steuerfähigkeit aufmerksam gemacht. Und 89,-€ ? Hallo? Sieht nach halbwegs gut aufgezogenem Quatsch aus.

  • Sven

    19.09.14 (07:47:22)

    Team unter anderen: Mike, 39 years old - micro-electrician, humourist and entertainer Ein Schelm wer böses dabei denkt :)

  • jensi

    21.09.14 (13:02:53)

    genau Tom--> ich fliege auch Phantom2 mit Hero3BE,die Aufnahmen kann man ja noch gelten lassen.....aber nen 90 € Teil mit der Flugzeit und ansehbaren Bildmaterial ?!? grussi......

  • Kllaus

    25.09.14 (10:08:10)

    Zu mindestens ein Doppelrotor wäre Pflicht.

  • rea

    08.10.14 (08:03:26)

    update: unter “Galerie” ist ein Bild zu finden, wie sich die Entwickler die Drohne vorstellen :) -> https://www.indiegogo.com/projects/3d-pocketcopter-the-flying-camera#gallery lustigerweise verändert sie sich in etwas flugfähiges bin gespannt, ob das Ding jemals ausgeliefert wird…

Diesen Beitrag kommentieren:

Die Kommentare können nur zwischen 9 und 16 Uhr
freigeschaltet werden. Wir bitten um Verständnis.

Um Spam zu vermeiden, schreiben Sie bitte die Buchstaben aus diesem Bild in das nebenstehende Formularfeld:

Das könnte Sie auch interessieren

Förderland-Newsletter

Wissen für Gründer und Unternehmer