Apple iPad: Modelle, Historie und mehr

iPad / Bild: Pixabay
iPad / Bild: Pixabay

Das iPad kann man eigentlich gar nicht sagen, schließlich handelt es sich nicht nur um ein Gerät, sondern um eine ganze Geräte-Familie, die mit dem iPad Pro zuletzt auch noch Zuwachs bekommen hat. Schauen wir uns die Mitglieder doch einmal genauer an.

Das originale iPad

Nachdem die Firma 1998 die Produktion ihres Persönlichen Digitalen Assistenten (PDA) Newton eingestellt hatte, arbeitete man seit 2000 an einem neuen Tablet-Konzept - ohne Stifteingabe. Daraus ging 2007 zunächst das iPhone, 2010 dann das iPad hervor.

Das erste iPad wurde der Öffentlichkeit am 27. Januar 2010 noch von Apple-Vorstand Steve Jobs persönlich vorgestellt. Die Reaktion waren wie so häufig bei neuen Apple-Geräten: Zunächst machten sich alle über den Namen lustig (als Pad bezeichnet man unter anderem auch eine Damenbinde), dann darüber, dass niemand so ein Gerät benötigt. Trotzdem wurde es wie verrückt gekauft, die Fans waren begeistert.

Das iPad polarisierte. Hier gab es einen Artikel darüber, warum das iPad schlecht ist - er gehört zu den am meisten kommentierten Artikeln auf dieser Seite überhaupt. Ein späterer Selbst-Test: Das iPad als Arbeitsgerät fiel durchaus positiv aus.


Wie schon das iPhone hat auch das iPad einen Markt revolutioniert. Selbst iPad-Kassensysteme für Restaurants werden heute ganz selbstverständlich verwendet.

Zwar gab es schon vorher Tablets, aber kaum jemand wollte eines kaufen. Heute haben die Nutzer die Wahl unter etlichen Modellen, nicht nur aus der iPad-Familie, sondern auch mit Windows (wie z.B. das Microsoft Surface) und Android als Betriebssystem. Wobei laut einer repräsentativen Studie Besitzer von iPad- und Android-Tablets unterschiedlich ticken

Das iPad 2

Auch die zweite Generation des iPads stellte Steve Jobs am 2. März 2011 persönlich vor. Es war mit einem Apple A5-Chip ausgestattet, der eine doppelte Rechenleistung gegenüber der ersten Generation des iPads lieferte.

Das Tablet war aber rund ein Drittel dünner und konnte nun dank Kameras auf der Vorder- und Rückseite auch für Videokonferenzen über Facetime sowie zum Filmen und Fotografieren verwendet werden.

Das neue iPad: die dritte Generation

Nach dem Tod Steve Jobs’ präsentierte sein Nachfolger Tim Cook die dritte Generation im März 2012. Es war mit 9,4 mm einen halben Millimeter dicker als sein Vorgänger und verfügte über eine verbesserte Kamera mit 5 Megapixel Auflösung.

Zudem bestach es durch sein Retina-Display, das ein schärferes Bild mit 264 Pixel pro Zoll (ppi) bietet. Zudem konnte man nun auch Texte über eine Spracherkennungssoftware (Siri) diktieren.

Die vierte Generation des iPads

Schon im Oktober 2012, nach nur einem halben Jahr, wurde die vierte Generation vorgestellt. Hier kommt erstmals in einem iPad Apples Lightning-Anschluss zum Einsatz, außerdem ein leistungsstärkerer Apple-A6X-Chip.

Mit dem iPad 4 gab es auch eine Änderung in der iPad-Familie: Sie bekam ordentlich Nachwuchs. Heute wird keines der Tablets mehr ohne den Zusatz Air, Mini oder Pro verkauft.

iPad Mini

Das erste ipad Mini mit einem 7,9 Zoll großen Touch-Display wurde im Oktober 2012 vorgestellt. Ein überarbeiteter Apple-A5-Chip trieb es an. Zudem war es mit der neuen Lightning-Schnittstelle ausgestattet, die damit den alten 30-Pin-Anschluss ablöste.

iPad Air und iPad Air 2

In Anlehnung an das MacBook Air erhielt auch das nächste iPad, das im Oktober 2013 vorgestellt wurde, den Zusatz Air, weil es noch dünner (6,1 mm) und leichter war als je zuvor. 

Das iPad Air und das iPad Air 2 Geräte besitzen ein 9,7 Zoll großes Multi-Touch-Display mit LED Hintergrund-Beleuchtung (24,63 cm Diagonale) und einer Auflösung von 2048 x 1536 Pixeln bei 264 ppi.

Im iPad Air 2 arbeitet ein A8X Chip der zweiten Generation mit 64-Bit Architektur, im älteren iPad Air der Vorgänger A7. Im Gegensatz zum iPad Air 2 besitzt das iPad Air auch keine Antireflex-Beschichtung.

iPad Pro

Das neueste iPad ist auch das bisher größte. Stolze 12,9 Zoll oder 32,78 cm misst das Multi-Touch-Display mit LED Hintergrund-Beleuchtung in der Diagonalen. Das Display besitzt eine Auflösung von 2732 x 2048 Pixeln bei 264 ppi und eine fettabweisende sowie eine Antireflex-Beschichtung.

Der A9X Chip der dritten Generation mit 64-Bit Architektur ist der schnellste, der bisher in einem iPad verbaut wurde. In die Hometaste ist ein Finger­abdruck­sensor integriert. Das WLAN-Modell unterstützt die Standards 802.11a/​b/​g/​n/ac sowie die beiden Kanäle 2,4 GHz und 5 GHz.

iPad mini 2 und iPad mini 4

Das Multi-Touch-Display mit LED Hintergrund-Beleuchtung des iPad Mini 2 und 4 ist zwar mit 7,9 Zoll (20,1 cm Diagonale) das kleinste, gleichzeitig aber auch das mit der höchsten Pixeldichte - nämlich 2048 x 1536 Pixeln bei 326 ppi. Wie beim iPad Air ist das ältere Modell mit einem A7-Prozessor ausgestattet, das neuere iPad Mini 4 mit einem A8-Chip.

Alle iPads sind entweder als reines WiFi-Modell zu haben, dass sich nur über ein kabelloses Netzwerk mit dem Internet verbinden kann, oder als Version mit WiFi + Cellular. Dann kann man auch ohne WLAN über die eingelegte SIM-Card online gehen.

Wie viel Speicher ist nötig?

Der Preis eines iPads hängt auch von der Speicherkapazität ab. Man sollte sich vorher genau überlegen, wie viel Platz man benötigt. Wer gerne Filme schaut und aufnimmt sowie seine Fotos immer dabei haben möchte, der sollte sich für eines der Modelle mit 64 GB oder 128 GB Speicher entscheiden.

Stellt man später fest, dass man sein iPad mit zu wenig Speicher gekauft hat, bleibt sonst nur, eine Speichererweiterung wie Leef iBridge nachzurüsten, einen USB-Stick mit zusätzlichem Lightning-Stecker, auf den man Filme und Bilder auslagern kann.

iPad-Ständer

Um das iPad wie einen Bildschirm aufrecht hinstellen zu können, kann man sich einen iPad-Halter aus 7 Bleistiften und 10 Gummis als Bausatz zum Selbstbasteln bestellen. Oder man greift auf professionelle Lösungen wie Woody’s iPad Tray oder den Desktop Chair zurück, wenn man kein Smart Cover benutzt.

iPad-Hüllen

Auch schützendes Zubehör ist von vielen Anbietern erhältlich: Von wasserdichten Hüllen wie dem 3Sails Armor-X iPad-Gehäuse über Hüllen mit integrierter Bluetooth-Tastatur bis hin zu iPad-Schutzhüllen, die Buchbindekunst mit Birkenholz verbinden.

iPad-Tastaturen

Wer am liebsten auf richtigen Tasten statt auf dem Bildschirm tippt, kann entweder Apples Wireless Keyboard benutzen. Oder man setzt eine andere Bluetooth-Tastatur wie das Logitech Wireless Solar Keyboard K760 oder das Logitech Tablet Keyboard ein, welche wir getestet haben.

Alle Modele zum Vergleich direkt bei Apple

Apple bietet auf seiner Seite eine Übersicht über alle iPads, mit deren Hilfe man genau vergleichen kann, welches iPad das richtige für die eigenen Zwecke ist.

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