Apple iPhone: Modelle, Historie, Zubehör, News und mehr

Apple iPhone (Bild: Pixabay)
Apple iPhone (Bild: Pixabay)

Das iPhone ist seit ein paar Jahren omnipräsent. Einerseits, weil Apple in regelmäßigen Abständen mit großem Medien-Rummel neue Modelle ankündigt und auf den Markt bringt. Andererseits, weil das Smartphone zum Alltag viele Menschen gehört und man es somit überall sieht.

Hier finden Sie alles Wissenswerte über das iPhone: Berichte über die neuen Modelle, Kommentare und Zusammenfassungen. Zudem zeigt unsere Historie die erfolgreiche iPhone-Geschichte auf.

Apple iPhone 7: Lohnt sich der Kauf?

Am 7. September 2016 stellte Tim Cook das vor, was schon lange erwartet wurde: das iPhone 7. Laut Apple ist es mal wieder das beste iPhone aller Zeiten. Verständlich, alles andere hätte auch keinen Sinn gemacht. Was ist an dem neuen Smartphone so besonders? Wo kann es punkten, wo nicht? Wir haben die Fakten zusammengefasst.


Apple iPhone 7 (Bild: Apple)

Was ist neu am iPhone 7?

Was ist die größte Veränderung am neuen iPhone? Gibt es eine revolutionär neue Erfindung, welche die Smartphone-Branche mal wieder mit großen Schritten voranbringen wird? Womit will sich Apple von seinen Mitbewerbern absetzen? Das waren die große Fragen bevor Tim Cook das iPhone 7 offiziell auf der Keynote vorstellte.

Die Antwort auf all diese Fragen lautet: Das Interessanteste am iPhone 7 ist sein neues Kamerasystem. Das nennt Apple auf der offiziellen Homepage als Erstes. Und die Farben werden ebenfalls in den Vordergrund gestellt. Ist das alles? Natürlich nicht. Hier eine Übersicht über die Neuerungen.

Neue Farben, verbesserter Home-Button

Das Offensichtlichste ist tatsächlich die Farbe des neuen Apple-Smartphones. Es wird ab dem 16. September 2016 in den Tönen Schwarz und Diamantschwarz angeboten. Beim Design blieb man sich aber treu. Das heißt, das iPhone 7 sieht nicht nur wie das iPhone 6s aus, sondern es bietet erneut ein 4,7 Zoll großes Display. Zumindest in der „normalen“ Variante. Der große Bruder, das iPhone 7 Plus, besitzt ein 5,5 Zoll Bildschirm, womit es wie sein Vorgänger iPhone 6s Plus zur Kategorie der Phablets gehört.

Neu ist der Home-Button auf der Vorderseite nicht, er sieht auch weiterhin gleich aus. Doch darunter steckt etwas bessere Technik. Benutzt man ihn (Berühren statt Drücken), gibt es nun ein leichtes haptisches Feedback. Der Fingerabdrucksensor namens Touch ID bleibt weiterhin vorhanden.

Die Handykamera, mit der man optisch zoomen kann – zumindest ein bisschen

Dreht man das iPhone 7 auf die Rückseite, fällt einem die wohl – laut Apple – größte Neuerung auf: das Dual-Cam-System. Das Smartphone mit dem Apfel-Symbol besitzt nun zwei Kameras, die wie eine funktionieren. Damit kann man Bildausschnitte besser vergrößern: ein 2x optischer und ein 10x digitaler Zoom sind möglich. Die geschossenen Aufnahmen sollen besser aussehen und durch den Bildprozessor schneller verarbeitet werden. Die Auflösung der Back Camera (also die Hauptkamera auf der Rückseite) löst weiterhin mit 12 Megapixel auf, die Front Camera bietet 7 Megapixel für die Facetime-Nutzung.

Weitere Verbesserungen des iPhone 7 sind unter anderem die neuen Stereolautsprecher, die laut Apple zweimal lauter als die eines iPhone 6 wummern. Apropos Sound und Musik: Wie im Vorfeld vermutet, wird wirklich der Kopfhörer-Anschluss gestrichen. Stattdessen kann man entweder seine Klinken-Kopfhörer über einen Adapter in den Lightning-Anschluss auf der Unterseite einstecken oder die beilegenden EarPods mit Lightning-Stecker statt Klinkenstecker verwenden.

Oder man nutzt die neuen AirPods. Das sind drahtlose „Ohrstöpsel“, die sich per Bluetooth mit dem iPhone 7 verbinden. Aber: Die AirPods sind nicht beim Kauf eines iPhone 7 enthalten. Diese muss man für zirka 180 Euro extra dazukaufen.

AirPods: Bye, bye, Kabelwirrwarr


Die neuen AirPods des iPhone 7 (Bild: Apple)

Mit denn AirPods ist Apple wieder einmal nur konsequent. Wenn man den Leuten predigt, dass Kabel von gestern sind und immer mehr Daten kabellos von Gerät zu Gerät wandern, dann braucht man natürlich auch kabellose Kopfhörer. Die hatte Apple bisher nicht im Programm. Und wenn man ein iPhone ohne den analogen 3,5-mm-Audioanschluss vorstellt, kann man zu den Kopfhörern mit Lightning-Anschluss - den EarPods - doch auch gleich die kabellosen AirPods auf den Markt bringen.

Zwar unterstützt Apple immer noch nicht den Bluetooth-Standard aptX, aber dafür hat das Unternehmen den speziellen Chip W1 entwickelt, der für „extrem effiziente, noch bessere kabellose Verbindung und optimierten Sound“ sorgen soll. Der Chip ist demnächst auch in drei neuen kabellosen Kopfhörer-Modellen von Beats zu finden, einem Unternehmen, das ja inzwischen auch Apple gehört.

AirPods: Kabellos heißt: wirklich gar kein Kabel

Apples AirPods verzichten tatsächlich ganz auf das Kabel. Die meisten kabellosen In-Ear-Kopfhörer sind zumindest durch ein Kabel miteinander verbunden und werden über eine integrierte Micro-USB-Buchse geladen (The Dash von Bragi sind eine Ausnahme und sogar noch teurer als Apples jetzt vorgestellte AirPods).

Die AirPods sind berührungsempfindlich, mit einem Doppeltipp ruft man Siri auf, um zum Beispiel zum nächsten Lied zu springen. Leider ist Siri die einzige Möglichkeit, über die AirPods das iPhone zu steuern. Eine Fernbedienung wie bei den EarPods sucht man bei den AirPods leider vergeblich. Will man die Lauttärke anheben oder absenken, muss man Siri darum bitten.

Zum Pausieren reicht es, einen der AirPods aus dem Ohr zu nehmen. Setzt man ihn wieder ein, spielt das Lied weiter. Alternativ kann man auch den Doppeltipp so konfigurieren, dass man damit zwischen Play und Pause wechselt, dann kann man aber Siri nicht mehr darüber aktivieren. So ungewöhnlich die neuen AirPods also auch sind - ganz glücklich sind die Fans noch nicht damit. Auch der Klang soll gegenüber dem der mitgelieferten EarPods keine große Verbesserung darstellen. 

Das schnellste iPhone aller Zeiten

Wie es sich gehört, hat Apple auch an der Leistung geschraubt. Unter dem spritzwassergeschützten Gehäuse arbeitet der „leistungsstärkste Chip in einem Smartphone“ (O-Ton PR-Text). Dank dem A10 Fusion Prozessor soll das iPhone 7 angeblich zweimal schneller als ein iPhone 6 sein.

Unter der edel wirkenden Haube besitzt das iPhone 7 ein paar weitere Neuerungen. So soll der Akku länger als bei den Vorgängermodellen durchhalten, zudem spendiert Apple mehr Speicher. Das Einsteigermodell des iPhone 7 bietet 32GB (iPhone 6: 16GB), das Angebot geht bis zu 256 GB. Wie üblich gibt es keinen SD-Slot, um Speicherkarten einzuschieben.

Wer sich für das iPhone 7 interessiert, muss weiterhin tief in die Tasche greifen. Das günstigste Modell (iPhone 7, 32GB) kostet ohne Handyvertrag 759 Euro, das Spitzenmodell (iPhone 7 Plus, 256 GB) schlägt mit 1119 Euro zu Buche. Passend zum Erscheinen des neuen Apple-Smartphones verschwindet das iPhone 6 und iPhone 6 Plus aus dem Handel, dafür werden die S-Modelle etwas günstiger.

Unser Fazit zum iPhone 7

Ja, das iPhone 7 ist besser als seine Vorgänger. Das macht Sinn. Und die einzelnen Neuerungen klingen interessant. Doch revolutionär sind sie nicht. Apple vollführt wie mittlerweile üblich evolutionäre Tippelschritte, welche die Marke iPhone nach vorne bringen. Doch revolutionär neue Ideen, die das Potential haben, die Smartphone-Branche umzukrempeln, hat die Company aus Cupertino nicht in petto.

Deswegen fallen die Pressestimmen und die Meinungen in den sozialen Netzwerken noch ziemlich zurückhaltend aus. Aber das dürfte weder Apple, noch die Fans stören. Man kann davon ausgehen, dass sich das iPhone 7 wie seine Vorgänger bestens verkaufen wird und Apple satte Gewinne beschert.

Das Presseecho: Meinungen zum neuen iPhone 7

Kollegen aus aller Welt hatten inzwischen Gelegenheit, das iPhone 7 tatsächlich auszuprobieren. Das sind ihre Meinungen.

t3n: Mut sieht anders aus

Die deutsche Webseite t3n.de sieht den Wegfall der Klinkenbuchse kritisch. Letztlich gehe es Apple doch darum, „mit teurem Zubehör und Lizenzen für die proprietäre Schnittstelle Geld zu verdienen – und die Kunden leiden darunter“.

Wirklich mutig wäre es laut t3n gewesen, die proprietäre Lightning-Schnittstelle zugunsten des offenen Industriestandards USB-C aufzugeben. So aber würden iPhone-Besitzer gegängelt, könnten die mitgelieferten Kopfhörer nicht an anderen Geräten einsetzen und bereits vorhandene Kopfhörer ließen sich nur mit Adapter verwenden.

Spiegel Online lobt Wasserdichtigkeit und Kamera

Matthias Kremp von Spiegel Online dagegen erkennt die praktischen Vorteile der fehlenden Kopfhörerbuchse. Durch den Verzicht hätte Apple es endlich geschafft, das iPhone 7 wasserdicht zu bekommen. Allerdings zieht Apple in dieser Hinsicht nur nach. Die Konkurrenz bietet Wasser- und Staubschutz schon eine ganze Weile - und das trotz Kopfhörerbuchse.

Mashable ist vom Design beeindruckt

Zwar sei das iPhone 7 nur eine evolutionäre Version und keine Revolution, aber Apple würde damit beweisen, dass bestehendes nur verfeinern und dennoch damit beeindrucken könne. Besonders die (sehr Fingerabdruck-empfindliche) Version in Jet Black hat es dem Mashable-Autoren angetan.

Curved vergibt 9,5 von 10 Punkten im Test

Die Tester von Curved.de sind so ziemlich rundum begeistert vom neuen iPhone 7. Sie loben das bessere Display, die bessere Kamera, das hochwertige Finish und die sehr gute Performance. Insgesamt gibt es 9,5 von 10 möglichen Punkten in den Kategorien Design, Display, Kamera, Performance, Software & Apps und Akku.

Nur die Umstellung auf Wireless ist laut Curved ein Flop, weil noch nicht richtig gelungen. Will man über Kabel Musik hören, kann man sein iPhone 7 nur mit Hilfe eines extra anzuschaffenden Adapters laden, denn kabelloses Laden beherrscht Apple mit seinem iPhone immer noch nicht.

Am besten selber testen

Ob man vom iPhone 7 begeistert oder eher gelangweilt ist, ist sicher ein Frage des persönlichen Geschmacks. Während einige von der Wasserdichtigkeit und dem neuen Homebutton begeistert sind, die Kamera und das Display loben, kritisieren andere den Verzicht auf die Kopfhörerbuchse und fehlende Innovationen. Da bleibt wohl nur der Gang in den Apple-Store, um sich ein eigenes Urteil zu bilden.


iPhone SE: Kann die kompakte Special Edition überzeugen?

Am 21. März 2016 stellte Apple ein neues iPhone-Modell vor. Das ist allerdings kein Fortschritt, sondern macht einen Schritt zurück. Es ist wieder 4 Zoll klein und fällt günstiger als andere Apple-Smartphones aus.


iPhone SE Webseite (Screenshot, apple.com)

Das iPhone SE: 4 Zoll mit aktueller Elektronik

Mit der Vorstellung dieses Smartphones dürfte Apple viele Nutzer glücklich gemacht haben. Endlich wieder ein iPhone, das sich mit einer Hand ohne Tricks bedienen lässt und das problemlos in die Hosentasche passt.

Dazu ist das iPhone SE (SE steht für "Special Edition") mit dem aktuellen A9-Prozessor sowie M9-Coprozessor ausgestattet, die auch im iPhone 6S verbaut sind. Die Kamera hat eine Auflösung von 12 Megapixeln, dreht 4K-Videos und unterstützt Live-Fotos. Für bessere Selfies fungiert das Display als Aufhellblitz. Im Moment der Aufnahme leuchtet es dreimal heller als gewöhnlich und erhellt so das Gesicht.

Neben vielen anderen, kleinen Verbesserungen punktet das laut Apple „leistungsstärkste Telefon, das es je gegeben hat“ auch durch seinen Preis. Das Einsteigermodell (immer noch mit nur 16 GB Speicherkapazität) ist in den USA für 399 US-Dollar zu haben, bei uns für 489 Euro. Das nächstgrößere Modell mit 64 GB Speicherkapazität kostet 589 Euro.

Was meint die Presse zum iPhone SE?

Soweit zu den reinen Fakten und PR-Meldungen von Apple. Doch wie gut kommt das neue iPhone bei der Fachpresse an? Wir haben verschiedene Pressestimmen ausgewertet und geben hier eine Übersicht über die Meinungen.

Sascha Pallenberg, Chefredakteur von Mobilegeeks.de, verriss zwar das Apple-Event mit der Überschrift „Prinz Valium schmeißt ein Fest“, trotzdem fällt der Ersteindruck wohlwollend aus. Laut Mobilegeeks.de sei das iPhone SE ein technisch starkes Smartphone, das nicht großartig hinter dem iPhone 6S hinterher hinkt.

Ebenso schön: Die Akku-Laufzeit soll sich im Vergleich zum iPhone 5s erhöhen. Bis zu 14 Stunden kann das iPhone SE im Betrieb durchhalten, bevor es wieder an die Steckdose muss. Im Großen und Ganzen punktet Apple mit sehr guter Technik. Deswegen meint das Wall Street Journal: „Bei den wichtigsten Funktionen enttäuscht das iPhone SE nicht“.

Ein kleineres Display für den chinesischen Markt

Die auffälligste Veränderung ist die "Schrumpf-Kur": Das Display fällt nur 4 Zoll groß aus, damit ist es deutlich kleiner als die meisten Smartphone-Mitbewerber. Für Spiegel Online sei das aber (O-Ton) „ein kluger Schachzug“. Damit spricht Apple die Kunden an, denen die aktuellen 5- oder 6-Zoll messenden Displays zu groß sind. Besonders für den chinesischen Markt soll das interessant sein, wo man neue Zielgruppen erschließen will.

Die potentiell neuen Käufer werden nicht nur mit einem kleinerem Bildschirm und sehr guter Technik, sondern auch mit einem attraktiven Preis geködert. Der fällt mit rund 500 Euro zwar nicht gerade als Schnäppchen aus, aber für ein Apple-Produkt sei das günstig – so die Meinung von einigen Journalisten. Trotzdem wird auf verschiedenen Seiten über den Preis gemosert, unter anderem bei RP-Online. Dort wird das neue Handy als „das viel zu teure Billig-iPhone“ bezeichnet.

Fazit zum iPhone SE

"Mit dem iPhone SE erfindet Apple weder das Rad noch seine Smartphones neu", sagt ComputerBild. Das entspricht der Meinung vieler Pressestimmen: Apple zeige beim iPhone SE extrem wenig Mut zu Neuem, stattdessen kriegt der Kunde quasi eine Mischung aus iPhone 5s und iPhone 6 zu einem mittelprächtigen Preis geboten.

Unterm Strich ist das iPhone SE aber ein leistungsfähiges, kompaktes Smartphone, das den Vergleich mit dem Spitzenmodell iPhone 6 nicht zu scheuen braucht.


Apple iPhone 6 im Test: Ist das flach, Mann!

Unser Autor Thomas Jungbluth testete im Januar 2014 das damals neue iPhone 6. Das ist seine Meinung:

Wie gut ist das iPhone 6?

Das neueste iPhone nach Erscheinen zu testen, das hat bei uns schon Tradition. Ich wartete sehnsüchtig auf dieses Handy, nachdem ich mein iPhone-5-Testgerät im Frühjahr abgeben musste und mich zwischendurch mit einem kleinen Windows-Phone-Gerät begnügte. Ich will hier keine Glaubenskriege anzetteln oder etwas gegen Windows Phone sagen, aber für mich persönlich gibt es nun mal keinen Ersatz für das Original.

iPhone 6

Es traf sich gut, dass ich just zu dem Zeitpunkt ein neues Handy für meine Vertragsverlängerung wählen durfte, als das iPhone 6 vor mehr als einem Monat vorgestellt wurde. Also nahm ich den Telekom-Reservierungsservice in Anspruch, und hielt mein neues Gerät auch wirklich am ersten Liefertag 19.9. mittags in den Händen. Hut ab vor dieser Leistung, liebe Magentafarbenen, schließlich wollten ja viele ein solches Ding. Mein erster Eindruck: das ist ja wirklich mal ein neues iPhone.

Die Geräte seit iPhone 4 waren ja meist nur leichte Variationen des gleichen Gehäusetyps. Beim iPhone 6/6 Plus ist die äußere Form ganz anders. Statt geraden Seiten sind diese rundherum abgerundet, und das Glas geht nahezu nahtlos seitlich in diese Rundung über. Nahezu nur, denn gerade an den Ecken kann man zwischen dem Glas und dem Alurahmen mit seinen Haaren hängen bleiben - ist mir auch passiert. In den USA stilisieren einige das sogar als "Hairgate" hoch.

Affengriff

Was viel entscheidender ist als die runden Ecken ist, dass es so unglaublich dünn ist. Also dünn im Sinne von flach. Ich habe schon ein Galaxy S3 gehabt, das von den Abmessungen fast gleich ist, doch das lag besser in meiner Hand als das iPhone 6. Vielleicht muss ich mich auch erst einmal daran gewöhnen. Jedenfalls halte ich es zurzeit noch mit dem "Affengriff" fest, also mit allen Fingern, denn nur rechts und links traue ich mich noch nicht - wegen der Breite, und weil man fast nichts in der Hand hat, das man festhalten könnte. Ein 6 Plus käme für mich deswegen erst recht nicht in Frage.

Doch das flache und abgerundete Gehäuses geringe Gewichts zeigt auch Vorteile, so beim Transport: es lässt sich wunderbar in die Hemdtasche stecken, trägt dort nicht auf und macht - wenn man ein wenig aufpasst - nicht so schnell den Abgang wie schwerere und klobigere Smartphones. In die Gesäßtasche hätte ich es vorher schon nicht gesteckt, und seit Bendgate erst recht nicht.

Im Vergleich zu den älteren iPhones finde ich die Gehäuseform trotzdem unglücklich. Und das iPhone ist auch keine Schönheit: waren die vorherigen Geräte teilweise oder ganz mit einer gläsernen Rückseite ausgestattet, so herrscht hier eitel Plastik Aluschein - die Einfassung der Aluelemente mit dem Kunststoffrand hätte mancher Design-Professor seinen Studenten jedenfalls um die Ohren gehauen.

Cliffhanger

Zu dem Halten kommen auch die Problem beim Liegen. Weil es so flach und die Seiten rund sind , lässt sich das iPhone nicht leicht aufnehmen. Früher hat man es seitlich gepackt, das geht bei den dünnen und runden Seitenteilen nicht mehr (außer man stopft es in eine Hülle).

Also lege ich es häufig so, dass eine Kante oder Ecke über den Tischrand ragt (ich nenne das "Cliffhanger" obwohl es ja eigentlich liegt), und zwar meist die mit der Kamera. Denn die steht hervor, so dass das iPhone hauptsächlich auf der Linse abstützt, wenn es flach auf dem Tisch liegt. Das vermeide ich auf diese Art auch. Das ist allerdings nichts für belebte Umgebungen, wo die Gefahr besteht, dass es jemand herunterschubst.

Bezahlen Sie mit ihrem dicken Daumen

Jetzt habe ich noch gar kein Wort zum iPhone selbst gesagt. Nun, von der Bedienung setzt es die Tradition positiv fort, die ich vom iPhone 4, 4S und 5 gewohnt bin. Hinzugekommen und für mich neu ist der Fingerabdrucksensor, den ich äußerst praktisch finde, denn das ewige Eintippen der Vierer-Geheimzahl wurde mit der Zeit deutlich zu lästig. Und eine echte Bereicherung ist es, wenn man mal eben unterwegs eine App nachladen will, da sich auch das damit bezahlen lässt. Mal sehen, wie es ist, wenn ich mit dem Pay-Service wirklich auch via Daumendruck bezahlen kann.

Was die höhere Leistung betrifft, habe ich das iPhone 6 noch nicht so gequält, dass es sich positiver benimmt als das iPhone 5, welches ich zuletzt von Apple benutzt hatte. Was mir aber auffällt ist die deutlich bessere Akkulaufzeit.

Waren gerade noch beim 4 oder 4S häufiger mal die Tage durch Zwangs-Aus wegen zu wenig Restsaft verkürzt, scheint das iPhone 6 auch Kapazitäten unter 10% verlängern zu können, damit man es dann doch noch rechtzeitig wieder anschließen kann.

Das sagte die Gerüchteküche zum iPhone 6

Im August 2014, als das iPhone 6 noch nicht offiziell von Apple bestätigt wurde, gab es bereits einige Gerüchte im Netz. Diese fasste unser Mitarbeiter Jan Tissler zusammen und ordnete sie ein.

Im Gerüchtecheck: Apples neues iPhone alias iPhone 6

Bei Smartphones gibt es aktuell zwei glänzende Marktführer: Auf der einen Seite ist dort Googles Android, das laut einiger Zahlen inzwischen weltweit 85 Prozent aller neu verkauften Geräte ausmacht. Es überzeugt u.a. mit seiner unvergleichlichen Anpassbarkeit, der enormen Hardware-Auswahl und dem prallvollen App Store. Die enge Verzahnung zu Googles Diensten werden manche als positiv, andere als negativ ansehen. Android hat alles in allem die Rolle, die Windows bei PCs hat: Es ist die führende, universelle Plattform.

Ebenso wie bei den PCs gibt es aber einen zweiten Marktführer: Apple. Niemand verdient auch nur ansatzweise so viel Geld mit seinen Produkten und das ist es schließlich, worauf es bei einem Wirtschaftsunternehmen ankommt. Die Marke steht heute glänzend da. Laut einiger Zahlen sind sowohl das iPhone 5s als auch das iPhone 5c weltweit die am meisten verkauften Smartphones. Das kurz vor der Ablösung stehende iPhone 5s soll sich dabei gar besser verkauft haben als das erst dieses Jahr vorgestellte Flaggschiff von Konkurrent Samsung. Nicht zuletzt kommen weiterhin zahlreiche Apps zuerst für iOS heraus, das Apple mit der Version 7 im letzten Jahr komplett neu gestaltet hat und das in diesem Jahr mit iOS 8 wichtige Verbesserungen erfährt.

Bislang aber hatte sich Apple standhaft gegen einen Branchentrend gewehrt: größere Displays. Das scheint sich mit der nächsten iPhone-Generation nun zu ändern.

Das iPhone unter den Frühstücksbrettchen

Dabei ist heute kaum mehr vorstellbar, dass man das 3,5-Zoll-Display des ursprünglichen iPhones im Jahr 2007 als überaus groß empfand. Mit dem iPhone 5 wagte Apple einen kleinen Schritt und verlängerte das Display auf grob 16:9-Format und zugleich auf 4,0 Zoll Diagonale.

Nun scheint das Unternehmen an gleich zwei neuen Größen zu arbeiten: 4,7 und 5,5 Zoll. Mit 4,7 Zoll wäre man mitten in dem Bereich, in dem sich praktisch alle Konkurrenten tummeln. Und ich persönlich kann sagen: Das wird wirklich Zeit. Ich hielt dieses Format anfangs für zu groß, aber bei meinem Nexus 4 habe ich mich sehr schnell daran gewöhnt – so sehr, dass ich nicht wieder zurück möchte. Man kann ein solches Smartphone noch bequem in einer Hand halten, man kann es sogar (meistens) mit einer Hand bedienen und für alle Inhalte gibt es mehr Platz. Als ich nach einiger Zeit mit meinem Nexus 4 mein iPhone 4 wieder in der Hand hatte, dachte ich ein „iPhone Mini“ in der Hand zu halten. Kaum zu glauben, dass es damals hartnäckige Gerüchte gab, Apple werde ein kleineres iPhone als 3,5 Zoll vorstellen. So schnell ändern sich die Zeiten.

Mit dem zweiten neuen Modell und seinen 5,5 Zoll Diagonale bewegt sich Apple klar im Phablet-Bereich. Sollte dieses Gerät tatsächlich auf den Markt kommen, kann man sich schon auf eine hämische Samsung-Werbekampagne freuen – die gelten schließlich vielen mit ihren „Note“-Geräten als wichtigster Vertreter dieser Gerätegattung. Gerade im asiatischen Markt sind solche Über-Smartphones sehr beliebt und hier liegt schließlich noch viel Wachstumspotenzial für Apple.

Wer sich einmal darüber klar werden möchte, wie groß diese iPhones werden könnten, schaue sich einmal diese Grafiken bei Mobilegeeks.de an.

Auflösungsfragen

Vollkommen offen ist, mit welchen Auflösungen diese iPhones daherkommen werden. Apple-Experte John Gruber hat sich da ausführliche Gedanken gemacht. Seine Überlegungen: Apple wird sicherlich den eigenen Mindeststandard für ein „Retina“-Display erfüllen wollen. Zugleich sollte das größere Display auch genutzt werden, um mehr Content darstellen zu können. Apple wird sich aber sehr wahrscheinlich nicht am Pixeldichten-Wettlauf beteiligen, den es mit dem iPhone 4 ursprünglich selbst verursacht hat.

Schritt für Schritt hat Apple dabei sein iOS dafür fitgemacht, verschiedene Displaygrößen verarbeiten zu können. Zugleich scheinen die beiden neuen Größen dasselbe Seitenverhältnis wie bisher beizubehalten, was Übergangslösungen für noch nicht optimierte Apps erleichtern könnte. Hier geht Apple bekanntlich auch mal Kompromisse ein, die manche Fans für unmöglich halten. Man denke da nur an die grob gepixelte Darstellung von iPhone-Apps auf dem iPad oder wie auf 4-Zoll-iPhones Apps schlichtweg zwei schwarzen Balken haben, wenn es sie nur für 3,5 Zoll gibt. Nicht optimierte Apps werden auf den beiden größeren iPhones sicherlich problemlos laufen, aber zugleich eventuell schlechter aussehen. Und wer sich mit App-Store-Kommentaren auskennt, kann sich ungefähr vorstellen, was die Entwickler in der Folge erwarten wird...

Künftige Produktpalette

Fragt sich noch, wie die neue iPhone-Produktpalette aussehen wird. Traditionell hat Apple hier parallel drei Modelle im Angebot. Aktuell das iPhone 5s als Spitzenmodell, das iPhone 5c für die Mitte und das iPhone 4s als Basismodell. Meine persönliche Spekulation: Das iPhone 4s wird endlich in Rente geschickt, die beiden bisherigen Modelle rutschen eine Stufe herunter und die beiden neuen Modelle werden oben ergänzt. Sprich:

  • Das iPhone 5c als neues Einsteigermodell. Gut möglich, dass Apple hier neue Farbvarianten vorstellt. So hatten sie es jedenfalls oft mit den bunten iPods gehalten. Die Hardware bleibt unverändert.
  • Das iPhone 5s bleibt im Angebot, bekommt vielleicht verbesserte Hardware, wird zugleich eine Stufe billiger. Ich glaube generell nicht, dass Apple sich von 4 Zoll verabschieden wird. Schließlich gibt es genügend Kunden, die diese Größe angenehm finden.
  • Das 4,7-Zoll-iPhone nimmt den Platz des jetzigen iPhone 5s ein.
  • Darüber macht Apple eine neue Premium-Stufe auf: das iPhone mit 5,5 Zoll. Oder bekommt es am Ende gar einen ganz eigenen Namen?

Aber das ist natürlich alles reine Spekulation. Gut möglich, dass das iPhone 5c mit seiner Plastikrückseite wieder verschwindet. Aber dann würde das jetzige Spitzenmodell iPhone 5s von heute auf morgen zum Einsteigermodell?

Besonders rätselhaft finde ich dabei die Rolle des 5,5-Zoll-iPhone. Wird Apple ihm exklusive Features geben, die seine Größe ausnutzen? Das wäre nicht nur sinnvoll, sondern durchaus typisch: Apple versucht seine unterschiedlichen iPhone-Versionen schließlich nicht nur durch die Hardware sondern zugleich durch die Software abzugrenzen. In lautes Lachen würde ich allerdings ausbrechen, sollte das Riesen-iPhone einen Stylus à la Galaxy Note bekommen – hatte doch Steve Jobs in seiner 2007er-iPhone-Präsentation bekanntlich gesagt, dass „niemand“ solche Stifte wolle. Allerdings hatte Steve Jobs auch gesagt, niemand wolle einen iPod mit WLAN, niemand schaue Videos auf seinem iPod oder niemand lese mehr Bücher und hatte sich noch zu Lebzeiten mit entsprechenden Produkten selbst widersprochen. Sollte Apple keinen eigenen Stylus vorstellen, wird man sich in der Zubehörindustrie sicherlich die Hände reiben.

Namensfrage

Stellt sich nebenbei noch die Frage nach der Benennung für die neuen Geräte. „iPhone 6“ würde aus meiner Sicht nicht viel Sinn ergeben, denn sollte es die oben beschriebene Produktpalette werden, würden die einzelnen Modelle wohl in den nächsten Generationen parallel weiterentwickelt. Man hätte also eher eine Situation wie bei iPad Air und iPad mini. Ich spekuliere hier mal ebenfalls: Apple wirft wie beim iPad die Nummern über Bord. Wir sprechen dann künftig vom iPhone C, iPhone S und dem 4,7-Zoll-Modell namens iPhone X. Das 5,5-Zoll-Modell ist das iPhone Air.

Fazit zu den iPhone 6 Gerüchten

Mein Fazit? Auch wenn ich damit dem widerspreche, was gern in den Massenmedien verbreitet wird: Ich sehe Apple in einer Position der Stärke. Kein Konkurrent hat diese Markenstrahlkraft, kein anderer Konkurrent hat Software und Hardware so fest in einer Hand, niemand verdient so viel Geld mit seinen Geräten (tatsächlich machen die meisten Verlust) usw. usf.

Aber Androids Stärke ist zugleich eine enorme Bedrohung für das iPhone. Apple muss sich also bewegen, um nicht überrollt zu werden. Und wie es scheint, tun sie genau das. Erst haben sie mit iOS 7 ihr Betriebssystem generalüberholt und nun mit iOS 8 um wichtige Features erweitert. Als nächstes vergrößern sie im doppelten Sinne ihre Produktpalette – gerade noch rechtzeitig, wie es mir scheint. Ob sie Android damit Marktanteile abjagen können, wird man sehen. Definitiv denke ich, dass sie sich damit aber gegen die Konkurrenz behaupten und ihre Sonderstellung verteidigen können.

Ein besseres Urteil lässt sich fällen, wenn Apple seine neuen Modelle tatsächlich vorstellt und alle Details auf dem Tisch sind. Das wird wohl am 9. September der Fall sein. Und wie so oft, gilt auch hier: Man muss es in der Hand gehabt und selbst ausprobiert haben, um es wirklich bewerten zu können.


Lux Phone: Das extrem teure iPhone 6

Während Apple vor der offiziellen Ankündigung des iPhone wie immer eine große Geheimniskrämerei machte, waren die Zubehörhersteller deutlich offener. Die Veredlungsmanufaktur Brikk preiste bereits vor der Enthüllung ganz offiziell „sein“ iPhone 6 an, inklusive vermeintlicher Fakten zu Größe und Speicher. Unser Autor Jürgen Kroder fand das sehr interessant und schrieb Ende Juli 2014 das Folgende darüber.

Ein Spezial-iPhone für über 6.000 Euro

Wie wird das nächste iPhone aussehen? Wird es wirklich iPhone 6 heißen? Welche Maße hat es? Wie viel Speicher bietet es? Und wann kommt das heiß ersehnte Smartphone auf den Markt? Lauter Fragen, die derzeit niemand wirklich beantworten kann. Zum kommenden iPhone-Modell – wir nennen es mal iPhone 6 – gibt es fast so viele Gerüchte wie Sand am Meer. Aber definitive, klare Aussagen sind Mangelware.

Dass bald ein neues iPhone kommt, darüber sind sich alle einig. Und dass es wieder einmal für einen Mega-Hype und gewaltige Umsätze sorgen wird, das scheint so sicher wie das Amen in der Kirche. Deswegen bereiten sich gerade die Zubehörhersteller mit Hochdruck auf den Release des nächsten Apple-Smartphones vor. Dabei kommt es gerne mal zu Kuriositäten wie beispielsweise beim Luxus-Anbieter Brikk.

Auf seiner Webseite preist der Hersteller teurer und edler Produkte mit großen Lettern das „Lux iPhone 6“ an. Das sei jetzt da - heißt es. Das stimmt aber nicht ganz. Was verfügbar ist, sind Mock-Ups. Genau: Gerenderte Ansichten eines vermeintlichen iPhone 6, das in eine Hülle mit 24-karätigem Gold eingebettet ist. Das edle Metall erstrahlt in gelben, pinkem oder platin-weißem Farbton.

Für einen Preis von umgerechnet 3.500 Euro kann das Lux iPhone 6 vorbestellt werden. Wer es ein Stückchen luxuriöser will, sollte zum Modell mit der Platin-Hülle und einem Diamanten-verzierten Apple-Logo greifen. Der Preis dafür: rund 6.500 Euro. Bei allen Modellen ist eine Anzahlung von 500 US-Dollar fällig, welche bei der Auslieferung verrechnet wird.

Brikk verrät Details zum iPhone 6

Wann ist die Auslieferung? Brikk will seine handgefertigten Modelle vier Wochen nach dem offiziellen Start des iPhone 6 an die wohlhabenden Käufer schicken. Der sei laut der Manufaktur im September oder Oktober. Eben der Zeitraum, von dem alle vermuten, dass Apple dann seinen neuesten Handy-Spross rausbringen könnte.

Bei den technischen Daten lässt Brikk keine Zweifel aufkommen. Die Angaben klingen so, als wüsste man genau, was Cupertino in der Mache hat: Das Lux iPhone 6 – bei dem es sich ja im Grunde nur um ein iPhone in einer edlen Hülle handelt – bietet einen 4,7 Zoll großen Bildschirm und 128 GB Speicher. 

Was ist besser: iPhone 6 Plus oder iPad Mini?

Mit seinen neuen XL-iPhones schloß Apple zur Konkurrenz auf und sorgte zugleich für Entscheidungsprobleme ganz neuer Art: Sofern man sich das iPhone 6 Plus mit 5,5 Zoll anschafft, kann man sich doch dann das iPad mini mit 7,9 Zoll sparen – oder etwa nicht? Wir haben im Jahr 2014 einmal das Für und Wider zusammengestellt.


iPad Mini (Bild: Pixabay)

Lieber ein XL-Smartphone oder ein XS-Tablet?

Mit seinem 5,5-zölligen iPhone 6 Plus wagt sich Apple mittenrein in Phablet-Terrain. Die von manchen als „Frühstücksbrettchen“ belächelten Riesenphones sind von einer kuriosen Randerscheinung zur umkämpften Kategorie geworden. Das hat man auch in Cupertino gemerkt und ist in der Folge einmal beherzt mit einer imaginären Dampfwalze über das iPhone-Design gerollt. Fertig ist das iPhone 6 Plus. Applaus, Applaus.

So manch ein Apfel-Liebhaber fragt sich nun: Braucht es da noch Smartphone und Tablet als zwei getrennte Geräte oder kann man nicht bspw. aufs iPad mini verzichten und sich stattdessen das Plus-iPhone holen? Da mir diese Frage nun wiederholt gestellt wurde, fasse ich hier einmal die Überlegungen und Informationen dazu zusammen.

Fangen wir mit einem wichtigen Hinweis an: Die Displays von iPhone 6 Plus und iPad mini sind in ihrer Größe unterschiedlicher als man denken könnte. Das iPad mini hat nicht nur mit 7,9 Zoll eine nennenswert längere Diagonale, sondern dank des iPad-typischen Formats 4:3 auch insgesamt mehr Platz vorzuweisen. Insofern ist der Abstand zwischen dem größten iPhone und dem kleinsten iPad zwar erheblich geringer geworden, aber er ist noch immer da.

Bei Apple sind Apps für Smartphone und Tablets getrennt

Das spiegelt sich auch bei den Apps wieder, denn anders als beispielsweise bei Android gibt es für Smartphones und Tablets bei Apple getrennte Apps. Zwar laufen beide Geräteklassen mit iOS, aber mit einer jeweils angepassten Version. Entwickler sind von Apple angehalten, entsprechend zwei Versionen der Benutzeroberfläche zu entwickeln. Deshalb muss man bei der Entscheidung im Hinterkopf behalten: Das iPhone 6 Plus bekommt trotz neuer Größe die Smartpone-Apps, nicht die iPad-Apps.

Sind diese iPhone-Apps nicht an das Display des iPhone 6 Plus angepasst, skaliert das Gerät sie schlichtweg hoch. Man kann sie dann zwar wie gewohnt nutzen und sie werden sicherlich auch ordentlich aussehen, aber der funktionale Gewinn ist gleich null. Erst wenn die Entwickler ihre Apps entsprechend optimieren, wird man auf dem Über-iPhone in dieser Situation etwas von der Größe haben. Anders beim iPad mini: Auf ihm laufen die exakt gleichen Apps wie auf dem großen iPad – nur eben entsprechend kleiner. Hier muss also von Seiten der Entwickler nichts angepasst werden.

Wie viele Apps nun in der nächsten Zeit wie schnell auf die neuen iPhone-Formate reagieren, steht dabei noch in den Sternen. Blickt man zurück auf ähnliche Umstellungen wie den Wechsel zum Retina-Display oder den Schritt von 3,5 auf 4,0 Zoll Diagonale beim iPhone, kann das hier und da auch einmal lange dauern oder sogar ganz ausbleiben. Natürlich macht Apple es vor und bringt optimierte Versionen seiner eigenen Applikationen heraus, aber selbst die sind wenig spektakulär. Man bekommt eben hier und da einmal eine Spalte hinzu, das war es dann aber auch schon im Wesentlichen. Da lässt sich Samsung für seine Galaxy Notes doch deutlich mehr einfallen, um aus dem Gerät eben mehr als ein übergroßes Smartphone zu machen.

Manchmal sind zwei Gadgets von Vorteil

Ein weiteres Argument ist die Tatsache, dass man im Fall von Smartphone plus Tablet zwei Gadgets mit jeweils eigenen Akkus zur Verfügung hat. Wenn man ein Buch lesen oder einen Film schauen will, muss man also nicht zugleich im Hinterkopf behalten, dass man erreichbar bleiben möchte. Vereint man diese beiden Geräte mit einem Phablet in ein einzelnes Gadget, fällt dieser Vorteil natürlich weg.

Dafür hat man nur noch ein Gerät dabei – das dann allerdings ziemlich groß ist. Da Apple trotz Display-Wachstum bei seinem bekannten iPhone-Design bleibt, hat das Gerät ober- und unterhalb des Displays vergleichsweise breite Ränder. Andere Hersteller versuchen hier im Design so viel wie möglich wegzulassen.

Manch einer gewöhnt sich innerhalb weniger Tage an so ein übergroßes Smartphone und will nie wieder zurück. Andere sind dauerhaft davon genervt, wie sperrig es ist und dass es sich auch nicht immer so bequem mit einer Hand bedienen lässt. Apple versucht hier mit „Reachability“ zu helfen: Ein Doppeltap (nicht Doppelklick) auf den Homebutton reicht und der Display-Inhalt rutscht nach unten und damit dichter an den Daumen. Ein simpler und wenig raffinierter Workaround für die heutzutage nicht anders aufzulösende Gleichung: großes Display = großes Smartphone. Elegant ist was anderes, aber es funktioniert.

Fazit zum Vergleich zwischen iPad Mini und iPhone 6 Plus

Letztlich hängt es stark von der eigenen Nutzung ab. Wem es vor allem darum geht, E-Books zu lesen, seine E-Mails abzurufen, in Messengern und Social Apps zu kommunizieren und im Web unterwegs zu sein, bekommt mit dem iPhone 6 Plus auf jeden Fall mehr – und das in der Hosentasche. Dort passt das iPad mini definitiv nicht mehr hinein. Wer mit seinem Tablet auch nicht viel mehr machen würde, ist dann wahrscheinlich mit dem Goliath-iPhone zufrieden.

Letztlich ist das iPad mini dennoch ein gutes Stück größer und dabei ein vollwertiges iPad mit Zugriff auf alle entsprechend für diese Plattform veröffentlichten Apps. Wie viele Entwickler sich dagegen die Mühe machen werden, die neuen iPhone-Größen tatsächlich individuell zu unterstützen, lässt sich heute kaum abschätzen. Zugleich muss man sich nicht um den Akku des Smartphones sorgen, wenn man stattdessen auf seinem Tablet einen Film schaut oder ein Spiel spielt.

Wer dagegen an sich ein Tablet möchte, aber keine Lust auf zwei Geräte hat, wird nun auch bei Apple mit dem iPhone 6 Plus bedient. Wer nicht fest auf den Apfel gebucht ist, findet natürlich anderswo etliche weitere Alternativen.

Apple selbst wird sicherlich auch überlegt haben, inwiefern sie mit dem iPhone 6 Plus den Absatz des iPad mini gefährden. Die letzten beiden Quartale sahen insgesamt nicht mehr so rosarot aus für Apples Tablets. Aber am Ende macht sich das Unternehmen lieber selbst Konkurrenz. Und das iPhone 6 Plus ist in vielen Märkten zu wichtig, um deshalb darauf zu verzichten.


Brikk Lux iPhone 6S: Purer Luxus

Wie beim iPhone 6 verriet der Veredler Brikk auch beim iPhone 6s schon vor der offiziellen Vorstellung durch Apple ein paar Details. Das schrieben wir Anfang August 2015 über das ganz besondere Luxus-Smartphone.


Brikk Lux iPhone 6S (Bild: Brikk)

Das iPhone 6S, das bis zu 200.000 Dollar kostet

Im September wird Apple das iPhone 6S vorstellen - darüber sind sich die Gerüchteküche und die Fachwelt sicher. Denn damit würde der Konzern aus Cupertino seiner Linie treu bleiben. Doch wie immer mauert Apple und kommentiert die Spekulationen in keinster Weise. Nun gießt eine Luxus-Manufaktur Öl ins Feuer der Vermutungen und kündigt ganz offiziell seine ganz besondere Variante des (wahrscheinlich) kommenden iPhones an.

Lux iPhone 6S heißt das Gerät, das Brikk mittels Pressemitteilung enthüllte. Die Firma ist keine unbekannte Größe, wer Förderland regelmäßig liest, hat von Brikk sicherlich schon gehört. Denn die US-Amerikaner veredeln beispielsweise die Apple Watch (Lux Watch genannt), das noch aktuelle iPhone 6-Modell, aber auch Fotokameras und Hundehalsbänder. Das Ergebnis sind edelste Stücke, die sich Otto-Normal-Bürger definitiv nicht mehr leisten kann.

Ein "Einsteiger-iPhone" für 7.000 Euro

Auf keinen Fall 08/15 sein, dafür auffallen - dieses Motto gilt auch beim Lux iPhone 6S. Brikk wird das neue Apple-Smartphone auf Wunsch mit 24-karätigem Gold oder 950er Platin überziehen. Dafür soll man mindestens 7,995 Dollar (rund 7.200 Euro) auf den Tisch legen.

Wer etwas tiefer in die Tasche greifen kann, für den eignet sich das Spitzenmodell Diamonds Omni, das mit Diamanten verziert ist. Das kostet knapp 200.000 Dollar (180.600 Euro). Zu all den Preisen gesellt sich noch eine satte Versandgebühr von 200 Dollar, die aber bei solchen Summen nur als Rundungsfehler wirkt.

Auch ein iPhone 6S Plus soll es geben

Obwohl bislang unklar ist, ob Apple ein iPhone 6S in petto hat, geht Brikk noch einen Schritt weiter. Man redet auf der Webseite sogar von einem iPhone 6S Plus, also einem größeren Schwestermodell. Das soll laut der Edelschmiede wie das "normale" iPhone 6 Plus dann 5,5 Zoll groß sein und 128 GB Speicher bieten.

Da die Manufaktur davon ausgeht, dass iPhone 6S und iPhone 6S Plus im September offiziell vorgestellt werden, könnten drei bis vier Wochen später die ersten Lux-iPhone-Käufer ihre von Brikk "gepimpten" Modelle erhalten.


Vergleich: iPhone 6s (Plus) vs. iPhone 6 (Plus)

Was ist besser: Das iPhone 6 oder das iPhone 6s? Wie schlagen sich jeweils die größeren Varianten mit dem "Plus" im Namen? Diese Frage stellten wir uns im Oktober 2015 auch. Dabei kamen wir zu diesem Ergebnis:

Die nackten Zahlen – Welche iPhone-Reihe ist am weitesten verbreitet?

Einer Studie des US-amerikanischen Unternehmens Localytics ist zu entnehmen, dass die iPhone 6-Serie die meisten Marktanteile auf sich vereinen kann. Eine Zusammenfassung der Ergebnisse ist an dieser Stelle verfügbar. Etwas mehr als 30 Prozent aller iPhone-Nutzer verwenden nach Angaben der Analysten von Localytics das iPhone 6, es folgt das iPhone 6 Plus mit rund neun Prozent Marktanteil. Darüber hinaus weise diese Smartphone-Reihe auch die höchste App-Nutzungsrate auf. Die beiden im Herbst des Vorjahres präsentierten Modelle fanden unter den Konsumenten deutlich schneller Anklang als die Vorgänger.

Der gemeinsame Marktanteil der aktuellen Smartphone-Reihe liegt ein Jahr nach Verkaufsstart bei fast 40 Prozent und damit um sieben Prozentpunkte höher als die Fünfer-Reihe mit dem iPhone 5c bzw. 5s aus dem Jahr 2013 (33 Prozent). Auf das iPhone 5, das im Jahr 2012 erschienen ist, entfällt ein Anteil in Höhe von 35 Prozent.

Den nackten Zahlen zufolge lässt sich festhalten, dass sich der Wechsel von Apple hin zu einem größeren Bildschirm gelohnt hat. Diese Aussage wird durch den erwähnten Anstieg bei der App-Nutzungsrate bei den Geräten mit größerem Bildschirm gestützt.

Aufsteigende Display-Größe bei neueren Modellen

Das iPhone 5s verfügt über einen 4-Zoll-Display, damit weist es den kleinsten Bildschirm im Vergleich auf. Beim iPhone 6 beträgt die Displaygröße 4,7-Zoll, der Bildschirm beim iPhone 6s sowie 6s Plus ist noch größer. Mit einer Displaygröße von 5,5-Zoll handelt es sich hierbei um eine Mischung aus Smartphone und Tablet. Die fachliche Bezeichnung hierfür lautet Phablet.

Rein optisch ist das neueste Apple-Smartphone von seiner Vorgängern iPhone 6/6 Plus nicht zu unterscheiden. Bei den aktuellsten beiden Versionen (iPhone 6s/6s Plus) kann roségold als zusätzliche Farbe fürs Gehäuse ausgewählt werden. Anhand von 13 Prüfkriterien hat COMPUTER BILD einen ausführlichen Vergleich von vier iPhone-Geräten erstellt. Zu den Messwerten im Rahmen der Gegenüberstellung zählen das Display, die Foto- und Videoqualität, Prozessorgeschwindigkeit, Bedienung, Akkuleistung, verschiedene Abmessungen (Länge, Breite, Dicke) sowie das Gewicht.

Beim Vergleich zwischen dem iPhone 6 und dem iPhone 6s lautet das Urteil der Tester: Das iPhone 6s schneidet in neun Kategorien besser ab, es gebe jedoch auch überraschende Erkenntnisse zu vermelden: Demnach verfüge das iPhone 6 über ein minimal besseres Display und schieße Fotos in höherer Qualität.

Neuere Geräte = Bessere Technik?

Beim iPhone 6s/6s Plus handelt es sich im allgemeinen Sinne um ein gegenüber den vorherigen Smartphone-Modellen technisch ausgereifteres Gerät. Die beiden neuesten Geräte verfügen über eine bessere Hardware und mehr Sensoren, zudem ist die integrierte Kamera technisch weiterentwickelt worden.

Im Vergleich der beiden größeren Modelle iPhone 6 Plus gegen iPhone 6s Plus im Rahmen des Testes von COMPUTER BILD schneidet das aktuelle Modell in neun von 13 Kategorien besser ab, einmal registrierten die Prüfer ein Unentschieden. Der Bildschirm des neuen Phablets von Apple sei heller, zudem laufe das Gerät schneller. Demgegenüber zeichne sich das iPhone 6 Plus durch einen besseren Empfang sowie durch eine höhere Akkuleistung aus.

Eine Besonderheit ist die neue 3D-Touch-Funktion. Hierbei erkennt das Gerät, wie fest der Nutzer auf den Bildschirm drückt. Entsprechend der Stärke werden verschiedene Menüs angezeigt, dies verbessere die Eingabemöglichkeiten.


Kommentar: Das iPhone 5 und der übertriebene Gadget-Kult


iPhone 5 (Bild: Apple)

War das iPhone 5 eine Revolution oder nicht? Unser Autor Martin Weigert veröffentlichte am 19. September 2012 diesen Kommentar mit seiner kritischen Meinung dazu.

Es ist an der Zeit für Mäßigung

Das iPhone 5 ist keine Revolution, sondern eine Evolution. Gleiches gilt für fast alle neuen Gerätschaften, die uns Zugang zur digitalen Welt verschaffen. Dem derzeitigen Gadget-Kult täte eine Mäßigung gut.

Im Netz macht gerade ein Video die Runde, das die äußerst seltsam anmutende Jubel-Zeremonie der Beschäftigten zur Eröffnung des ersten schwedischen Apple Stores am letzten Samstag zeigt. Ähnliches ließ sich in der Vergangenheit auch schon bei der Einweihung anderer Läden des kalifornischen Lifestyle-Unternehmens beobachten.

Die Art, wie die Belegschaft sich, ihren Arbeitgeber und die ersten, zuvor stundenlang ausharrenden Kunden feiert, ist symptomatisch für den derzeitig allgegenwärtigen, über die Stränge schlagenden Gadget- und Technokult - für den nicht nur Apple verantwortlich ist. Ich finde, eine Mäßigung ist dringend notwendig.

Smartphones werden nicht mehr revolutioniert

Das größte Missverständnis von Berichterstattern im Zusammenhang mit der Vorstellung des iPhone 5 lag darin, dass jeder auf eine sensationelle Neuerung hoffte. Auch ich. Als deutlich wurde, dass diese ausbleibt und Tim Cook die von Steve Jobs eingeführte Tradition des "One more thing" definitiv nicht weiterführt, war die Ernüchterung und Enttäuschung bei vielen - inklusive mir - erst einmal groß.

Ein dünneres, etwas größeres, etwas schnelleres Smartphone - so sieht maximal eine Evolution aus, aber keine Revolution. Genau dabei handelt es sich beim iPhone 5. Denkt man genauer darüber nach, so erscheint dies auch vollkommen logisch. Das erste iPhone war eine Sensation. Das erste iPad ebenfalls. Doch nachdem ein Markt einmal aus den Angeln gehoben und das disruptive Fundament gelegt wurde, folgt darauf zwangsläufig dessen Evolution. Dieser Beitrag half mir kurz nach der Apple-Keynote sehr bei der Einordnung: Genau wie Apple den Mac oder den iPod nicht mehr revolutioniert sondern nur noch zielstrebig weiterentwickelt und auf Detailebene verbessert, geht es nun auch bei der mittlerweile sechsten Generation des iPhone vor. Konsequent und nachvollziehbar.

Hysterie um das iPhone

Leider wird die allgemeine, von Apple entfachte, von grölenden Apple-Store-Mitarbeitern verstärkte, von tausenden Bloggern und Journalisten transportierte und von Millionen Konsumenten dankbar aufgenommene Euphorie/Hysterie rund um das iPhone 5 dieser Tatsache nicht gerecht. Jeder in dieser Kette trägt seinen Teil dazu bei, dass ein solides, modernes und leistungsfähiges Smartphone auf ein größtmögliches, unangemessenes Podest gehoben wird - auch Skeptiker und Apple-Hasser, indem sie sich öffentlich und in langen Texten über das Gerät echauffieren.

Man muss sich nur einmal die heute bei US-Medien wie Pilze aus dem Boden schießenden Erfahrungsberichte zum iPhone 5 durchlesen, um die Absurdität dieses Verhaltens zu verstehen:

"Das iPhone 5 fühlt sich toll an, sieht super aus, hat das beste Display, das ich jemals unabhängig der Größe gesehen habe, ist merklich schneller und bedeutend dünner und leichter als sein Vorgänger, schießt bessere Fotos, und lieferte in meinem sechstägigen Test eine Akkuleistung auf dem Niveau des iPhone 4S", so das Urteil des bekennenden Apple-Anhängers John Gruber, bevor er ausführlich über die handwerkliche Perfektion sinniert, mit der das Gerät von Apple konzipiert und gefertigt wurde.

Positiv auch das Fazit von MG Siegler, ebenfalls überzeugter Apple-Fan: "Ich denke, das ist das beste iPhone-Upgrade, das Apple bisher abgeliefert hat, und damit auch die mit Abstand beste Version des iPhone". Siegler weiter: "Das iPhone 4/4S is mir niemals schwer vorgekommen. Wenn ich jedoch ein Android-Gerät wie das Nexus S in die Hand nahm, erkannte ich, dass es deutlich mehr wiegt. Das iPhone 5 hingegen ist deutlich leichter als das Nexus S".

Moores Law vs "Und täglich grüßt das Murmeltier"

Ein niegelnagelneues Smartphone ist also dünner, leichter und schneller als seine Vorgänger und ältere Konkurrenten. Und liegt dazu vielleicht noch etwas besser in der Hand. Moores Law lässt grüßen. Das Problem: In spätestens einigen Monaten wird sich irgendein anderer Hersteller damit rühmen, das dünnste, schnellste oder anderweitig eine neue Bestmarke erreichende Mobiltelefon veröffentlichen zu können.

Weil das Unternehmen nicht Apple heißt, wird die allgemeine Begeisterung darüber deutlich geringer ausfallen - und abebben, wenn zwölf Wochen danach erneut ein Konkurrent mit einem noch flacheren Smartphone auftrumpfen kann, dessen Akkuleistung einen für die jeweilige Displaygröße neuen Rekord bricht. Und dann ist's gar nicht mehr lang, bis Tim Cook wieder auf der Bühne steht, mit einem iPhone 6 in der Hand... Drei Tage später wird Apple stolz verkünden, die Zahl der Vorbestellungen innerhalb der ersten 24 Stunden von zwei beim iPhone 5 auf vier Millionen beim iPhone 6 gesteigert haben zu können.

Nur wenige Gadgets verdienen ihren Hype

Nichts erleichtert Menschen in Industrieländern und zunehmend auch in Schwellenländern den Alltag mehr als Smartphones, Tablets und andere technischen Spielereien, ja. Die Vorfreude auf ein vorbestelltes iPhone, Samsung Galaxy oder irgendein Windows-Phone kann riesig sein. Und das Auspacken erst. Doch ist der veranstaltete Rummel verhältnismäßig? Ich finde, nicht.

Hersteller werden für alle Zeit versuchen, mit größtmöglichem Einsatz für ihre Produktneuheiten zu trommeln. Manchmal handelt es sich dabei um radikale Innovationen, die berechtigterweise zu Begeisterungsstürmen oder zumindest für viel Aufsehen sorgen. Die Lancierungen von iPhone und iPad waren derartige Ereignisse, genau wie der Moment, als Google seine Cyberbrille Glass zeigte.

Auch das Nexus-7-Tablet verdiente lauten Applaus, immerhin ist es Googles erstes eigenes Tablet, das zudem in puncto Format und Preis ganz eigene Wege geht. Präsentiert Apple eines Tages tatsächlich einen eigenen Fernseher, dann gibt es angesichts der potenziell weitreichenden Konsequenzen für die Branche gute Gründe, das Produkt akribisch von allen Seiten genau unter die Lupe zu nehmen, es am Stammtisch zu diskutieren und für einen ersten Blick auf das Gerät vielleicht sogar Schlange zu stehen.

Die nächste Revolution findet woanders statt

Häufig allerdings beläuft sich die Halbwertzeit eines neuen Gadgets als ultimatives, bahnbrechendes Produkt auf maximal einige Monate, und in den meisten Fällen handelt es sich bei den Debüts der Elektronik- und Computerhersteller schlicht um evolutionäre Justierungen. Das gilt für Smartphones ebenso wie für Tablets. Die nächsten echten Revolutionen liegen in anderen Bereichen - wo wir sie heute vermutlich noch gar nicht vermuten.

Ich möchte technikverliebten Gadgetfreunden nicht den Spaß an ihrem Hobby oder am feierlichen Unboxing nehmen. Es lohnt sich meiner Ansicht nach aber, die in den Prominentenstatus erhobenen Vertreter der Post-PC-Ära - schillernde Smartphones und Tablets - als das zu sehen, was sie sind: Werkzeuge, die das Leben einfacher, interaktiver und unterhaltsamer machen, die in regelmäßigen Abständen technisch auf die Höhe der Zeit gebracht werden und deren Herstellungsprozess eine ganze Reihe von unangenehmen Fragen aufwirft, die wir Verbraucher in den westlichen Ländern lieber verdrängen möchten.

Deshalb ganz auf die Geräte zu verzichten, wäre nicht meine Empfehlung - aber die überschwänglichen Jubel-Arien oder alternativ hetzigen Debatten über technische Details, Retina-Bildschirme und zwei Millimeter dünnere Smartphones mit einer gesunden Distanz zu betrachten. So plump es klingt: Für die meisten Menschen gibt es wirklich Wichtigeres als ein Smartphone, das ein paar Gramm weniger wiegt als ein anderes Smartphone. Sie sollten sich nicht das Gegenteil einreden lassen.


War das iPhone 5c ein Flop?

Ein weiterer kritischer Kommentar zum Thema iPhone 5 erschien bei uns Ende Oktober 2013. Dieses Mal stand der Pseudo-Nachfolger iPhone 5c im Fokus.

Techszene: Die hanebüchene Berichterstattung über den angeblichen Misserfolg des iPhone 5c

Es gibt ein neues Beispiel dafür, wie sich die Techszene manchmal Themen aus dem Nichts selbst schafft: der Erfolg oder Misserfolg des iPhone 5c. Aktuelle Sachlage: Niemand weiß etwas. Das hindert aber natürlich viele nicht daran, trotzdem ellenlange Artikel zu schreiben oder am einen Tag erst das eine zu behaupten und ein paar Tage später dann das Gegenteil.

Angeblich hat Apple seine Teilebestellungen für das iPhone 5c reduziert. Die Angaben reichen von 20 Prozent bis 50 Prozent. So eine News macht sich natürlich gut, weil bekanntlich viele Leute darauf warten, dass es doch endlich mit Apple bergab gehen möge. Da das iPhone 5c zudem nicht das prophezeite Billig-iPhone ist, passt es wunderbar in die selbst ausgedachte, mit keinerlei Fakten belegte Story, dass es ein Misserfolg sei. Muss so sein, man hat es ja gleich gewusst.

Praktisch ist dabei für die Verfasser solcher Meldungen, wie vergesslich die Techszene ist: Exakt dieselben News wurden über das iPhone 5 verbreitet. Erinnert sich denn keiner mehr an die zahlreichen Artikel dazu, dass das iPhone 5 ein Flop sei und Apple seine Bestellungen bei Zulieferern reduziert habe? Anderes Gerät, gleiche Story. Alle haben sich darauf gestürzt, denn viele meinten, das iPhone 5 sei gegenüber dem iPhone 4S kein ausreichender Fortschritt, das Display zu klein und das Handy schlicht zu teuer. Android hat überholt, Apple ist am Ende.

"Wir wissen es auch nicht" bringt keine Klicks

Apple wies damals darauf hin, aus punktuellen Veränderungen in der Zuliefererkette doch bitte keine globalen Schlussfolgerungen zu ziehen. Die Bauteile der iPhones kommen aus zahllosen Quellen und wenn eine davon weniger Aufträge bekommt, kann es sein, dass ein anderer eben besser, schneller, zuverlässiger oder billiger liefern kann.

Kurzum: Wir wissen es nicht. Das ist alles, was man dazu sagen und schreiben könnte. Aber damit füllt man natürlich keine Website und damit generiert man keine Klicks. Stattdessen hält man die Nicht-Nachricht über Tage am Laufen, in dem man immer wieder weitschweifig und grundlagenlos herumfabuliert. Vielleicht kommt dann in allergrößter Newsnot mal wieder einer jener sagenumwobenen Analysten zu Wort, die genau so viel wissen wie wir alle: nichts. Sie spekulieren manches Mal den größten Blödsinn vom Himmel herunter. Man müsste das wirklich einmal gezielt sammeln.

Wer kann schon wissen, ob die Gerüchte über eine Reduzierung von 20 oder 50 Prozent stimmen? Und selbst wenn sie stimmen: Wer kann schon wissen, ob sie die ganze Wahrheit sagen? Niemand kann das. Apple könnte das. Aber die sagen dazu nichts. Und das liegt unter anderem an der momentanen "quiet period" vor Bekanntgabe der nächsten Quartalszahlen. Umso praktischer: Man kann momentan alles behaupten und Apple könnte nicht einmal etwas dazu sagen, selbst wenn sie wollten. Das Schweigen kann man dann natürlich noch als Eingeständnis des Scheiterns deuten – siehe das erste Verkaufswochenende von iPhone 5s und iPhone 5c.

Das "ungewöhnliche Schweigen" von Apple zu den Vorbestellungszahlen des iPhone 5c wurde da bereits genutzt, um die alte Leier vom Untergang Apples und dem Misserfolg des iPhone 5c zu verbreiten. Stattdessen hat Apple darauf gewartet, dass auch das iPhone 5s an den Start geht, um dann eine Gesamtzahl vermelden zu können. Das Ende vom Lied: 9 Millionen verkaufte iPhones, neuer Rekord. Wenn man will, kann man den natürlich auch noch negativ deuten, damit es in die Story passt...

Verschwendete Lebenszeit

Insofern kann ich den Lesern nur eines raten: Verschwendet eure Lebenszeit nicht mit solchen Artikeln, nicht einmal wenn es um Apple geht. Es lohnt sich wirklich nicht.

Natürlich könnte ich jetzt ebenso an die Schreiberkollegen aus der Techszene appellieren, doch einfach mal mit dem Unsinn aufzuhören. Aber mir ist klar, wie verführerisch es ist, etwas über Apple zu schreiben und idealerweise noch etwas Negatives. Es zieht Leser in Scharen an wie kaum ein anderes Thema.

Dabei ist es abschließend bemerkt auch noch extrem egal, ob sich das iPhone 5c nun gut oder schlecht verkauft. Wichtig ist doch nur, dass ich mir ein Gerät anschaffe, das zu meinen Bedürfnissen passt und das ich herausfinde, welches das ist. Da kann es mir herzlich egal sein, wie die Verkaufszahlen eines bestimmten Herstellers aussehen und erst recht spekulierte Verkaufszahlen. Nutzwert gleich null. Das mag für Börsenspekulanten interessant sein, aber das war es auch schon.

P.S.: Ja, ich weiß, dass ich hiermit nun auch über den angeblichen Misserfolg des iPhone 5c geschrieben habe. Ich hätte es gern gelassen und habe die zahlreichen News zunächst links liegen gelassen. Aber jetzt musste ich das einfach mal loswerden... Genug ist genug ;) Und, nein, ich bin kein iPhone-Fanboy: Ich habe ein Nexus 4 und überlege, mir ein Nexus 5 anzuschaffen (dazu demnächst in einem anderen Artikel mehr).


Kritik am iPhone 3G

Im Sommer 2008 veröffentlichten wir diesen kritischen Beitrag zum iPhone 3G, der für heftige Diskussionen sorgte.

3G iPhone: Acht Gründe dagegen

Nein, das iPhone kann noch immer kein Copy/Paste. Und es gibt mindestens sieben weitere Gründe, das zweite iPhone der dritten Mobilfunkgeneration nicht zu mögen (abgesehen davon, dass es ohnehin bald alle haben werden).

Die Jungs von Popular Mechanics und wir haben keine Lust, das Gehype mitzumachen und werfen einen sehr kritischen Blick nicht nur auf die eigenartige Marketing-Strategie von Apple, sondern auch auf das iPhone und die neue Software selbst. Sie finden acht sehr offensichtlich Schwächen des iPhone 3G gegenüber anderen State-Of-The-Art Smartphones: 

  1. Das iPhone beherrscht noch immer kein MMS, das Bilder auch zu Telefonen anderer Hersteller verschicken kann - ausser via Email.
  2. Kein Copy/Paste: Das iPhone will ein Computer sein, beherrscht aber die grundlegendste Funktion seit MS-DOS noch immer nicht: Powerpoint ja, kopieren einer Adresse aus einer Email in ein Dokument nein.
  3. In Safari dreht das iPhone auch die Tastatur in den Querbild-Modus, was das Tippen doch sehr erleichtert. In andern Anwendungen wird weiterhin nur hochkant getippt.
  4. Tethering ist der Fachbegriff für den Einsatz des Smartphones als Modem: Wenn man das Notebook dabei hat, möchte mancher ja vielleicht richtig surfen und arbeiten. Geht mit den meisten Smartphones - nicht mit dem iPhone.
  5. Inzwischen ist das iPhone schon fast eine Büromaschine, die auch mit iWork und anderen produktiven Anwendungen umgehen kann. Aber für die zahlreichen Bluetooth-Keyboards gibt's keine Unterstützung.
  6. iMovie und iChat hätten die spannendsten neuen Anwendungen auf einer mobilen Plattform werden können. Leider hat das iPhone noch immer keine Videokamera-Funktionalität.
  7. Nur weil Steve Jobs Mobile Flash nicht mag (oder vielleicht, weil die Leistung des iPhones nicht ausreicht, wie Adobe behauptet) gibt es weiterhin keinen Flash-Support.
  8. Kabellos Musik hören? Nä, das iPhone 3G unterstützt keine Stereo-Musikübertragung via Bluetooth.

Historie: Die Geschichte des iPhone zusammengefasst


Altes iPhone (Bild: Pixabay)

Smartphones mit Browser und E-Mail gab es schon vor dem iPhone, aber Apples Version mit dem Verzicht auf eine Hardware-Tastatur und großem Multitouch-Display revolutionierte den Markt. Die Bauweise setzte sich innerhalb kürzester Zeit durch und wurde schnell von den anderen Herstellern übernommen.

Wir fassen hier die Geschichte des iPhones zusammen und nennen die wichtigsten Fakten der einzelnen Modelle.

Die Vorstellung des iPhones

Teure Smartphones waren bis zur Vorstellung des iPhones fast ausschließlich für Geschäftsleute gedacht und in der Regel mit einer Tastatur ausgestattet. Ob Nokia, Blackberry oder ein Smartphone mit dem Betriebssystem Windows Mobile - alle hatten eine Tastatur.

Der damalige Microsoft CEO, Steve Ballmer, machte sich über das “teuerste Telefon der Welt” lustig, das ohne Tastatur nicht für Geschäftsleute geeignet sei, weil man darauf nicht besonders gut E-Mails schreiben könne. Google dagegen erkannte das Potenzial und gab im November 2007 bekannt, das Betriebssystem Android für Mobiltelefone zu entwickeln. Aber auch das erste Mobiltelefon mit Android, das HTC Dream, besaß noch eine Hardware-Tastatur.

Das iPhone wurde in Deutschland ausschließlich über T-Mobile zum Preis von 399 Euro verkauft und war durch SIM-Lock für zwei Jahre an das T-Mobile-Netz gebunden. Man verkaufte es mit Speicherkapazitäten von 4 GB, 8 GB und 16 GB, der Arbeitsspeicher war bei allen Modellen 128 MB groß. Der Akku ließ sich vom Nutzer nicht auswechseln; Anders als heute war er sogar mit dem Logicboard verlötet.

Die 30-polige Anschlussbuchse fiel weitgehend identisch mit der des iPod aus. Sie enthält Anschlüsse für Stereoton, Composite-Video (FBAS), Komponenten-Video (NTSC und PAL), eine serielle Schnittstelle, USB und FireWire.

3G: Die zweite Generation

Auch wenn der Name etwas anderes vermuten lässt: Beim iPhone 3G handelt es sich nicht um dir dritte, sondern um die zweite Generation des iPhone. Es wurde beim Start im Juli 2008 in 21 Ländern innerhalb der ersten drei Tage mehr als eine Million Mal verkauft.

Das iPhone 3G war etwas dünner als das Vorgängermodell, die Ecken hat Apple stärker abgerundet und die Käufer konnten zwischen 8 GB oder 16 GB Speicherkapazität wählen. Aber immer noch war der Kauf an einen Telekom-Vertrag gebunden.

Das "iPhone 2" unterstützte den schnelleren Mobilfunkstandard UMTS und kann dank eines eingebauten GPS-Moduls die Position auf Google Maps anzeigen.

Mit dem iPhone 3GS kommt Video

Das war neu bei der nächsten Generation des Apple-Smartphones: Die Kamera wurde von 2 Megapixel auf 3 Megapixel verbessert, und endlich liefert Apple auch eine Videoaufnahme- und Videoschnittfunktion.

Auch ein Kompass war mit an Bord. Das Design blieb dagegen das gleiche wie beim Vorgängermodell. Das “S” im Namen soll für “Speed”, also Geschwindigkeit stehen. Der Arbeitsspeicher hatte sich auf 256 MB verdoppelt, und an Speicherkapazität stehen Modelle mit 12 GB und 32 GB zur Verfügung.

iPhone 4: Gyroskop, Facetime und Antennagate

Das iPhone 4 verkaufte sich noch besser als die Vorgänger: Alleine in den ersten drei Verkaufstagen im Juni 2010 ging es über 1,7 Millionen Mal über die Ladentische. Wegen der hohen Zahl an Vorbestellungen in den ersten 24 Stunden musste Apple den tatsächlichen Verkaufsstart verschieben.

Das nun eingebaute Gyroskop, ein Bewegungssensor, der Rotationen um alle drei Raumachsen (Höhe, Breite, Tiefe) erfasst, eröffnet neue Möglichkeiten für Spiele auf dem iPhone.

Das iPhone 4 ist auch das erste Modell, mit dem Videotelefonie über Apples eigenes System Facetime möglich ist. Denn es wurde nicht nur die Kamera auf der Rückseite verbessert, die jetzt mit einer Auflösung von 5 Megapixel (2592 × 1936 Pixel) statt wie bisher 3 Megapixel überzeugt; Es gibt auch noch eine zweite Kamera auf der Vorderseite mit einer Auflösung von 640 × 480 Pixeln, die Videos ebenfalls mit 30 Bildern pro Sekunde (fps) aufnehmen kann.

Aber das iPhone 4 fiel nicht nur durch seine Verbesserungen auf, sondern auch durch einen Makel: Durch die neue Bauweise mit Metallrahmen soll es bei einer bestimmten Handhaltung zu einer Verschlechterung des Empfangs kommen.
Ende Juni 2010 wurde deswegen eine Sammelklage gegen Apple und AT&T eingereicht, “Antennagate” war geboren. Im Juli 2010 bot Apple auf einer Pressekonferenz den Käufern einen kostenlosen Bumper an, einen Gummischutz, der über den Metallrahmen gezogen werden konnte. Wer sich schon einen solchen Bumper auf eigene Kosten besorgt hatte, erhielt eine nachträgliche Gutschrift.

Siri wird eingeführt: iPhone 4S

Das "S" steht bei diesem Smartphone-Modell nicht für "Speed", sondern für "Siri". Das ist ein Akronym für Apples "Speech Interpretation and Recognition Interface", also einer Schnittstelle für Spracherkennung und -interpretation.

Die 2007 gegründete Firma Siri Inc. wurde 2010 von Apple aufgekauft und die Software Siri wurde schon im nächsten Jahr auf dem iPhone 4S verwendet. Zum Start im Oktober 2011 verstand der Sprachassitent nur drei Sprachen: Englisch, Deutsch und Französisch. Darum wurde Siri zunächst als Beta-Software gekennzeichnet.

Die Funktionsweise von Siri fiel aber nützlich aus: Der Nutzer diktiert Texte oder Befehle, diese Sprachaufnahmen werden an einen zentralen Server gesendet und als Texte oder Befehle wieder zurück aufs iPhone geschickt. Die Möglichkeit, sich E-Mails oder Nachrichten vorlesen zu lassen oder sie zu diktieren, erleichtert insbesondere sehbehinderten und blinden Menschen die Nutzung.

Die Tatsache, dass Daten an Apples Server gesendet werden, wird allerdings von Datenschützern kritisiert.

Das iPhone 5

Das iPhone 5 ist das erste iPhone mit einem Display, das größer als 3,5 Zoll ist. Es misst jetzt vier Zoll und besitzt eine Auflösung von 1136 × 640 Pixel im 16:9-Format. Hierdurch ist es möglich, auf dem Bildschirm eine Reihe mit Icons zusätzlich unterzubringen.

Das 5er-iPhone ist auch das erste Modell, das den schnellen Mobilfunkstandard LTE unterstützt. Zudem wird das iPhone 5 wird mit neuen Kopfhörern, den sogenannten EarPods ausgeliefert, die einen besseren Klang und Halt bieten sollen als die bisher verwendeten Kopfhörer.

Außerdem ändert sich der zentrale Anschluss zum Laden, Synchronisieren und Steuern des Smartphones. Statt des 30-Pin-Connectors besitzt das iPhone 5 den neuen Lightning-Anschluss mit acht rein digitalen Kontaktstiften. Er ist nur noch ungefähr so groß wie ein Micro-USB-Anschluss. Man muss beim Lightning-Stecker allerdings nicht mehr darauf achten, wie herum man ihn in das iPhone einführt. Durch spezielle Adapter kann man älteres Zubehör mit 30-Pin-Anschluss weiterverwenden.

Als SIM-Karte wird eine Nano-SIM-Karte verwendet, die noch einmal ein Stück kleiner ist als die zuvor verwendete Micro-SIM-Karte. Um aus einer normalen SIM-Karte eine Micro-SIM-Karte zu machen, konnte man Anleitungen folgen wie MicroSIM: Selber gemacht - mit Schablone oder sich Cut My Sim zulegen, einen Micro-Simkartenstanzer. Bei der Nano-SIM ist das kaum noch zu empfehlen, weil es so gut wie keine Toleranz mehr gibt. Meist fährt man besser damit, eine Nano-SIM-Karte bei seinem Netzbetreiber zu bestellen.

Eine weitere Neuerung ist die Anzahl der Mikrofone. Das iPhone 5 besitzt drei Stück davon, dadurch kann das Gerät störende Umgebungsgeräusche herauszufiltern. Desweiteren unterstützt das iPhone HD-Telefonie. Wenn der Gesprächspartner ebenfalls ein HD-Telefonie-fähiges Telefon besitzt und das UMTS-Netz dieses Feature unterstützt (wie bei der Telekom), lassen sich Gespräche mit verbesserter Qualität aufbauen.

Schnelle und bunter: iPhone 5S und iPhone 5C

Die große Neuerung beim iPhone 5S ist der Fingerabdrucksensor namens Touch ID, der zum Entsperren und zur automatischen Passworteingabe verwendet werden kann. Die umständliche Eingabe langer und komplizierter Passwörter entfällt dadurch.

Als Prozessor kommt ein Apple A7 zum Einsatz, der erste iPhone-Prozessor mit 64-Bit-Architektur.

Die Kamera ist deutlich verbessert worden. Das neue iPhone punktet mit einem größeren, von hinten beleuchteten Sensor, der schärfere und rauschärmere Bilder produziert, einer Serienbildfunktion für bis zu zehn Bilder pro Sekunde, und einer Zeitlupenfunktion, die Videos mit 120 Bildern pro Sekunde in 720p-Auflösung ermöglicht. Zudem soll sich der sogenannte True-Tone-Blitz in der Farbtemperatur an das Umgebungslicht anpassen.

Zeitgleich mit dem iPhone 5S wird das iPhone 5C vorgestellt, wobei das C für Color steht. Es ist in den fünf Farben Blau, Gelb, Pink, Grün und Weiß erhältlich und besitzt kein Metall-, sondern ein Polycarbonatgehäuse.

Das iPhone 5C fällt günstiger als das iPhone 5S aus und besitzt in etwa die Leistungsdaten des "normalen" iPhone 5. Anders als das iPhone 5S kann das 5C keine Zeitlupenvideos anfertigen.

Im Gegensatz zum iPhone 5S bleibt das iPhone 5C in den Verkäufen hinter Apples Erwartungen zurück.

iPhone 6 und 6 Plus: Apple wächst über sich hinaus

Mit dem iPhone 6 und dem zeitgleich im September 2014 vorgestellten iPhone 6 Plus folgt Apple dem Trend zu immer größeren Smartphones. Das iPhone 6 misst 4,7 Zoll bei einer Auflösung des Displays von 1334 × 750 Pixel, das iPhone 6 Plus bietet sogar 5,5 Zoll mit 1920 × 1080 Pixel.

Da das Apple-Smartphone nicht nur viel größer, sondern auch noch immer dünner wird, lässt der nächste Skandal nicht lange auf sich warten: #Bendgate ist das Stichwort. Angeblich solle sich das iPhone 6 schon beim einfachen Herumtragen in der Hosentasche verbiegen. Ein Praxistest der Stiftung Warentest mit Smartphones verschiedener Hersteller ergab jedoch keine besondere Empfindlichkeit der neuen iPhones.

Noch schneller: iPhone 6S und iPhone 6S Plus

Das "S" im Namen verrät, dass die beiden Modelle wie üblich rein äußerlich ihren Vorgängern ähneln. Nur die inneren Werte haben sich bei den iPhones der neunten iPhone-Generation verbessert.

Der A9-Prozessor ist noch einmal leistungsstärker, und die Kamera schießt nun Fotos mit 12 Megapixeln sowie Videos mit einer Auflösung von 4K bei 30 fps. Der Bildschirm unterstützt nun „3D Touch“, das heißt, er reagiert auf unterschiedliche Druckstärken, so dass man mit einem Druck unterschiedliche Befehle ausführen kann.

Die Verbesserungen schlagen sich auch im Preis nieder: Die aktuellen iPhones sind gegenüber den Vorgängern noch einmal teurer geworden. Mindestens 739 Euro muss man für ein iPhone 6S zahlen, 849 Euro für ein iPhone 6S Plus.

Das größere iPhone 6S Plus hat mit bis zu zwölf Stunden Internetnutzung eine etwas längere Akkulaufzeit als das iPhone 6S, bei dem maximal 10 Stunden drin sind. Auf der Produktseite bei Apple kann man die Daten der beiden iPhone 6S Modelle miteinander vergleichen und sich einen Überblick über Design und Technik verschaffen.

iPhone 7 und iPhone 7 Plus

Auf den ersten Blick unterscheidet sich das iPhone 7 nicht sehr von seinen Vorgängern. Die Größe der Displays und die Anzahl der Pixel haben sich mit 1334 x 750 Pixel beim 4,7 Zoll großen Bildschirm des iPhone 7 und 1920 x 1080 Pixel beim 5,5 Zoll großen Bildschirm des iPhone 7 Plus nicht geändert. Allerdings sind die Bildschirme der neuen Modelle noch einmal deutlich heller geworden. Während die Helligkeit beim iPhone 6S 500 cd/m² betrug, sind es bei den Modellen des iPhone 7 stolze 625 cd/m², immerhin ein Zuwachs von 25%.

Auch die Prozessorleistung des neuen A10-Chips ist gegenüber dem Vorgänger gewachsen. Laut Apple bringt der A10 50% mehr Leistung als der A9, der in den iPhone 6-Modellen verbaut ist. Besonders erfreulich: Trotz gesteigerter Leistung und hellerem Display soll der Akku länger durchhalten. Nutzer des iPhone 7 erhalten rund zwei Stunden mehr Laufzeit gegenüber dem Vorgänger, beim iPhone 7 Plus ist es immerhin noch eine Stunde.

Keine Kopfhörerbuchse mehr

Wie schon lange vermutet, hat Apple beim iPhone 7 und iPhone 7 Plus die 3,5-mm-Klinkenbuchse für den Kopfhörer weggelassen. Als Kopfhörer liegt ein Paar Earbuds mit Lightning-Anschluss bei, dazu ein Adapter, mit dem man seine bisherigen Kopfhörer mit 3,5-mm-Klinkenstecker weiter am iPhone nutzen kann. Verzichtet man ganz auf Kopfhörer, klingen beide iPhone Modelle besser als ihre Vorgänger, denn Apple hat ihnen jetzt endlich Stereo-Lautsprecher spendiert, die zudem noch deutlich lauter sein sollen.

Endlich wasserdicht

Mit dem iPhone 7 und iPhone 7 Plus hat Apple endlich zur Konkurrenz aufgeschlossen, was den Schutz vor Staub und Wasser betrifft. Beide Modelle sind nach IP67 vor Staub und Wasser geschützt. Sie vertragen also sogar ein komplettes Untertauchen, können also schon mal ins gefüllte Spülbecken rutschen, ohne durch das Wasser Schaden zu nehmen.

Kein physischer Homebutton mehr

Statt eines physischen Homebuttons besitzen iPhone 7 und iPhone 7 Plus jetzt eine Hometaste mit Touch ID Sensor, die in der Lage ist, unterschiedlichen Fingerdruck auszumachen.

Nützliches Zubehör direkt von Apple

Für das iPhone 7 und iPhone 7 Plus gibt es Zubehör für ein ganz spezielles Problem. Wie soll man das iPhone laden und dabei über Kabelkopfhörer Musik hören? Apple verkauft dafür ein Lightning-Dock mit zusätzlichem Kopfhöreranschluss für knapp 60 Euro. Wer es etwas günstiger und mobiler mag, kann zum Beispiel zum RockStar Lightning-Audio und Ladeadapter von Belkin greifen, der schon für knapp 40 Euro erhältlich ist.


Zubehör für alle Fälle

Der Erfolg des iPhones hat dazu geführt, dass es für jedes Modell eine Unmenge an Zubehör gibt. Seien es externe Akkus mit integriertem Lightning-Stecker wie die Leitz Complete Powerbank 1350 , Just Mobile TopGum oder die Mophie Powerstation Plus Lightning; Seien es Cases mit integriertem Speicher und Akku wie das Mophie Space Pack oder spezielle Lightning Docks wie das Just Mobile Alubolt.

Auch handgenähte Lederhüllen wie das Vaja Feather Pouch oder Schutzhüllen mit eingebautem Fach für Kreditkarten wie die Otterbox Commuter Series Wallet. Das Lumenati CS1 Smartcase verwandelt das iPhone in eine Super–8-Kamera, und externe Wechselspeicher wie Leef iAccess oder SanDisk iXpand Flash Drive erweitern den begrenzten Speicher.

Beim Zubehör finden sich auch kuriose Dinge wie das Kenu Highline, eine Art Bungieseil fürs iPhone oder ein Dock aus Beton, das Hardwrk Massive Dock. Und das ist nur ein kleiner Teil des Zubehörs. So lange das iPhone sich weiter so erfolgreich verkauft wie bisher, wird wohl noch einiges an interessanten Gadgets für das iPhone dazukommen.

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