Google Nexus: Historie, Modelle, Besonderheiten und mehr

Google Nexus (Bild: Google)
Google Nexus (Bild: Google)

Wer sich ein Android-Smartphone zulegen will, hat eine schier unüberschaubar große Auswahl an Herstellern und Modellen. Einer davon ist Google mit seiner Nexus-Reihe. Diese bietet ein paar Besonderheiten, um sich von den Mitbewerben abzugrenzen.

Google Nexus: Historie

Google ist bekanntermaßen der Anbieter des Betriebssystems Android, das heutzutage hauptsächlich bei Smartphones und Tablets zum Einsatz kommt. 2008 erschien die erste offizielle Version, welche seitdem frei verfügbar ist und von unzähligen Hardware-Anbietern eingesetzt wird.

Handy-Hersteller wie Samsung, HTC oder Amazon modifizieren das OS, indem sie ihre Geräte mit zusätzlichen Apps "aufblähen" (gerne als Bloatware bezeichnet) oder neue Benutzeroberflächen einsetzen. Ein „reines“ Android findet man bei den namhaften Anbietern eher selten.

Zudem vernachlässigen viele das Updaten der Android-Version. Entweder geschieht die Auslieferung verspätet oder gar nicht – zum Nachteil der Security. So werden die mobilen Devices mit der Zeit anfälliger für Schadsoftware und anderen Bedrohungen.

Aus diesen Gründen stieg Google im Jahr 2010 selbst ins Hardwaregeschäft ein. Das erste Smartphone nannte sich Nexus One und legte den Grundstein für die bekannte Nexus-Serie.

Besonderheiten der Nexus-Modelle

Das Ziel von Google war es, mit seinen Smartphones als Referenz für andere Anbieter zu fungieren. Die Nexus-Geräte zeichnen sich dadurch aus, dass sie stets schnellstmöglich die neueste Android-Version via Update erhalten.

Zudem findet man auf den Smartphones der Nexus-Reihe keine Fremd-Modifikationen vor, stattdessen wird die jeweils unveränderte Android-Fassung installiert. Somit gibt es hier auch keine Bloatware, sondern nur Apps von Google.

Neben Smartphones werden auch Tablets und Media Player unter dem Markennamen Nexus angeboten.

Vertrieb: Online und Offline

Mit dem ersten Modellen wäre Google fast gescheitert. Der Grund: Das Nexus One wurde nur über die Webseite von Google verkauft. Wer sich dafür interessierte, bestellte sich ohne eine Möglichkeit des Ausprobierens die Katze im Sack. Der erhoffte Erfolg blieb somit aus.

Google änderte seine Strategie und bot deswegen die kommenden Modelle ganz regulär im Handel oder über Vertriebspartner an. Zudem können die Smartphones und Tablets über den Google Play Store gekauft werden.

Nexus Besonderheiten: Die Produktion

Eine weitere Besonderheit der Nexus-Reihe stellt die Produktion dar. Diese wird nicht von Google selbst abgewickelt, sondern von namhaften Mitbewerbern wie Asus, Samsung oder HTC. Diese stellen abwechselnd die Geräte her.

Das Debüt, das Nexus One, sowie das Nexus 9 stammen von HTC. Das Nexus S, Nexus 10 und Nexus Prime kamen von Samsung, die Modelle Nexus 7 und der Nexus Player von Acer; Nexus 4 und Nexus 5 sowie 5X von LG.

Die Produktion des Nexus 6 erfolgte bei Motorola Mobility - einem Unternehmen, das von Google übernommen wurde. Das Nexus 6P entstand unter den Fittichen von Huawei.

Unterschiedliche Preise und Größen

So unterschiedlich wie die Hersteller fallen auch die Größen und Preise der Geräte aus.

Das Nexus One war nur 3,7 Zoll groß, danach wuchsen die Smartphones auf vier und fünf Zoll an. Das Nexus 6P kommt schließlich auf 5,7 Zoll, der Vorgänger Nexus 6 sogar auf 5,9 Zoll. Damit gehören diese zur Kategorie der sogenannten Phablets.

Auch die Tablets unterliefen einem Wachstumsprozess: Während das Nexus 7 passend zur Bezeichnung sieben Zoll groß war, bietet das Nexus 9 eben ein knapp neun Zoll großes Display.

Im Laufe der Jahre zog Google auch bei den Preisen an. Der UVP des Nexus One lag noch bei 400 Euro, mit dem Nexus S ging es auf 600 Euro zu. Die unverbindliche Preisempfehlung des Nexus 6P lag (ohne Vertrag) bei 650 Euro.
 

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