Android Smartphones: Übersicht, Hersteller, Modelle und mehr

Samsung Galaxy Smartphone mit Android (Bild: Pixabay)
Samsung Galaxy Smartphone mit Android (Bild: Pixabay)

Wer ein Handy kaufen will, steht vor einer fast schon unüberschaubar großen Auswahl. Gerade im Bereich der Android-Smartphones findet man eine extrem große Palette an Herstellern, Modellen, Versionen und Features vor.

Woher kommt diese Vielfalt? Welche Hersteller und Modelle gibt es? Welche Vor- und Nachteile besitzen die Android-Handys? Das und mehr zeigen wir hier auf.

Android vs. iOS und Windows

Die meisten Smartphones, die heutzutage veröffentlicht werden, basieren auf Android als Betriebssystem. Das OS (Operating System) stammt von Google und ist frei verfügbar.

Mittlerweile weist es einen Marktanteil von rund 85 Prozent auf. Damit liegt Android weit vor den Mitbewerbern iOS, das nur bei Apple-Devices wie dem iPhone zum Einsatz kommt, und Windows. Letzteres soll dank Windows 10 eine größere Marktdurchdringung erreichen – das hofft zumindest Microsoft.

Selbst ein Hersteller wie Blackberry, der bislang sein eigenes Betriebssystem im Einsatz hatte (Blackberry OS), setzt Android in seinen neuen Smartphones wie dem Blackberry Priv ein. Wie es scheint, kann man als Smartphone-Anbieter nur schwer einen Bogen um Android machen. Somit ist davon auszugehen, dass die Dominanz des Google-Systems sicherlich noch einige Jahre anhalten wird.

Android-Smartphones: Marktübersicht

Die Beliebtheit von Android sorgt dafür, dass das OS mittlerweile in unzähligen Geräten eingesetzt wird. 2015 gab es über verschiedene 24.000 Produkte, die auf dem Google-Betriebssystem basieren. Einen großen Teil machen Smartphones aus.

Der Handy-Markt ist in ständiger Bewegung. Ständig kommen neue Player auf den Markt, alte verschwinden. Während die bekannten Firmen früher Nokia, Sony Ericsson und Motorola hießen, treiben heute asiatische Companies wie Samsung, Huawei, HTC oder Xiaomi die Branche an. Auch OnePlus, Meizu, Wiko, Acer und ZTE haben sich einen Namen gemacht.

Ein wesentlicher Grund für den stetigen Wandel und Konkurrenzkampf ist die harte Marktsituation. Einerseits erscheinen im Wochentakt neue Modelle, die um die Gunst der Käufer buhlen, andererseits fallen die Margen im Android-Sektor ziemlich niedrig aus. Gerade im Low-Budget-Segment herrscht ein hoher Kostendruck, Gewinne sind fast keine zu machen.

Trotzdem lassen sich die Hersteller nicht unterkriegen. Die Entwicklung geht ständig weiter: Die Prozessoren werden immer schneller, die Smartphones immer schlanker und leichter, zudem punkten die Kameras mit mehr Megapixel. Darüber hinaus lassen sich Samsung, Sony und Konsorten neue Features einfallen. Dazu gehört zum Beispiel das Bezahlen über NFC oder der Einsatz von gebogenen Bildschirmen (Curved Displays).

Bekannte Hersteller und Modelle

Zu den namhaftesten Anbietern von Android-Smartphones gehört der koreanische Samsung-Konzern. Der hat zig Modellreihen in petto, die von A wie A-Serie bis Z wie Z-Serie benannt sind.

Innerhalb der Serien gibt es wiederrum unzählige Varianten und Abstufungen. Die bekanntesten Android-Smartphones stellen die Samsung Galaxy-Handys dar, wozu unter anderem das Galaxy S4 und das Galaxy S6 Edge gehören.

Weitere namhafte Marken sind die Sony Xperia-, HTC One-, Huawei Mate-, LG G- und Medion Life-Reihen. Auch Google selbst mischt mit: Anstatt nur das Betriebssystem Android zu liefern, lässt der US-amerikanische Web-Gigant auch Smartphones unter seinem Namen produzieren. Diese wurden bislang abwechselnd von diversen Herstellern gefertigt, wozu unter anderem Asus, LG und Samsung gehören.

Features und Unterscheidungsmerkmale

Es gibt viele Punkte, in denen sich die unzähligen Android-Handys unterscheiden. Das fängt beim Betriebssystem an. Nur wenige Anbieter haben zum Release die aktuellste Version des Google OS im Einsatz. Stattdessen muss der Käufer oft mit ein-zwei Versionsnummern darunter vorlieb nehmen. Zudem werden nicht alle Smartphones mit neuen Updates versorgt.

Weitere Unterscheidungsmerkmal sind das Design (Form, Größe, Farbe), die verarbeiteten Materialien (Plastik, Metall oder gar Lederimitat), die Beschaffenheit des Displays (Auflösung, Beschichtung und Beständigkeit gegen Kratzer), das Gewicht, die Akkuleistung sowie die Hardware unter der Haube. Dazu gehören unter anderem die Prozessoren- und Arbeitsspeicher-Typen, zudem der Speicherplatz.

Der Speicher sorgt immer wieder für Diskussionen. Android-Smartphones zeichneten sich früher dadurch aus, dass sie im Gegensatz zum iPhone einen SD-Slot für microSD-Karten besaßen. Dieses Merkmal fällt zunehmend weg, denn immer mehr Hersteller streichen den Slot für externe Speicherkarten. Stattdessen versuchen sie ihre Handy-Modelle mit 32 GB, 64 GB oder mehr Platz teuer an den Mann zu bringen.

In diese Kerbe schlägt ein weiterer Trend: fest verbaute Akkus. Beispielsweise erfreute sich die Samsung Galaxy-Reihe unter anderem deswegen so großer Beliebtheit, weil die Batterien schnell, einfach und günstig gewechselt werden konnten. Mit dem Galaxy S6 strichen die Koreaner dieses Feature, was viel Kritik einbrachte. Doch mit den fest verklebten und für Laien nicht mehr tauschbaren Akkus ist Samsung nicht alleine.

Eine Gemeinsamkeit fast aller Android-Smartphones ist, dass die User auf den gleichen App Store zugreifen. Die Apps des Google Play Store laufen in der Regel auf allen modernen Geräten. Somit stellt ein Wechsel von einem Android-Smartphone-Anbieter zum nächsten kein Problem dar – die Software bleibt stets kompatibel.

Zubehör, Gadgets und Kurioses

Da es gefühlt fast so viele Android-Modelle wie Sand am Meer gibt, fällt auch der Markt mit Smartphone-Zubehör vielfältig aus. Das fängt bei Handyhüllen und Powerbanks an und hört nicht erst bei Selfie-Sticks, Ladekabeln und Tastaturen auf. Beispielsweise gibt es Erweiterungen zum Fiebermessen, VR-Brillen, Mikroskop-Gadgets und vieles mehr.

Für Aufmerksamkeit sorgen auch Smartphones zum Zusammenbauen, Android-Handys aus fairer Produktion wie das Fairphone, Senioren-Smartphones wie das Doro Liberto 820 Mini und das edle Bentley Vertu für über 12.000 Euro.

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