Wearables: Smartwatches, Fitnessarmbänder und mehr

Fitness-Tracker (Bild: Fotolia.com)
Fitness-Tracker (Bild: Fotolia.com)

Smartwatches, Datenbrillen oder Fitnessarmbänder: Sie alle gehören zur Geräteklasse der sogenannten Wearables. Den technischen Errungenschaften werden seit Jahren rosige Zeiten voraus gesagt. Wir zeigen hier, was dahinter steckt und was der Markt bietet.

Definition Wearable

Der Begriff ist eine Abkürzung, die von Wearable Computing bzw. Wearable Computer stammt. Damit sind Computersysteme gemeint, die man zur Benutzung am Körper trägt.

Wearables stellt ein Überbegriff dar, der viele verschiedene Typen und Modele umfasst, die man in der Regel ständig oder häufig bei sich trägt. Sie fallen meist kaum auf und bieten dem Träger einen nützlichen Mehrwert. Zu den bekanntesten Wearable-Konzepten gehören Smartwatches, Fitness-Armbänder und Datenbrillen.

Viele Wearables erfassen mittels Sensoren verschiedene Werte (z.B. den Puls des Trägers) und zeigen sie rudimentär an. Für eine genauere Darstellung und Auswertung der Daten wird ein Smartphone, Tablet oder PC benötigt.

Wearables: Markt und Kritik

Dem Markt der Wearables wird seit einigen Jahren ein großes Wachstum prognostiziert. Laut Statista.de wurden 2014 weltweit über 26 Millionen Wearables abgesetzt. Den Erwartungen nach sollen 2019 rund 156 Millionen Einheiten über den Ladentisch gehen. Dementsprechend stiegen schon zahlreiche Firmen in den Wachstumsmarkt ein, weitere werden sicherlich folgen.

Neben den positiven Aussichten hört man auch immer wieder Kritik an Wearables. Es fängt beim Aussehen an (man könnte wie ein Cyborg wirken) bis hin zur vollkommenen Transparenz des eh schön gläsernen Bürgers. Denn die vernetzten Geräte sammeln zahlreiche Daten über die Nutzer, speichern sie auf Servern oder senden sie an diverse Unternehmen. Beispielsweise könnten Krankenkassen, aber auch Google Zugriff auf die körperliche Verfassung haben – so etwas bietet eine Grundlage für viele heiße Diskussionen.

Smartwatches

Spätestens seit der Vorstellung der Apple Watch sind Smartwatches ein großes Thema. Auch andere namhafte Firmen versuchen mit ihren Produkten Aufmerksamkeit zu erregen, dazu zählen unter anderem die Samsung Gear Live oder LG G Watch R.

Zudem gibt es den „Underdog“ Pebble, der mittes Crowdfunding große Erfolge feierte. Alleine das Debüt, mittlerweile Pebble Watch Classic genannt, konnte auf Kickstarter.com über 10 Millionen US-Dollar mittels Schwarmfinanzierung einsammeln.

Fitness-Tracker

Welchen Sinn haben Wearables? Diese Frage hört man immer wieder. Eines der bedeutendsten Verkaufsargumente ist die Verbesserung der gesundheitlichen Verfassung. Deswegen sind viele Devices als Fitness-Tracker konzipiert. Sie messen beispielsweise den Puls, zählen die Schritte und analysieren die zurückgelegten Strecken.

Zu den Vorreitern in diesem Segment gehört Fitbit. Das Unternehmen ist bereits seit 2008 im Bereich der Activity Tracker tätig. Wie beispielsweise unser Test des Fitbit One zeigt, geben derlei Wearables einen informativen Aufschluss, wie viel bzw. wenig man sich pro Tag bewegt. Das spornt zu mehr Sport an.

Weitere bekannte Fitnessarmbänder-Produkte sind Jawbone, das Samsung Gear Fit und das Sony SmartbandHuawei Talkband sowie das Microsoft Band

Datenbrillen

Der „Terminator“ aus den gleichnamigen Filmen hat stets alle relevanten Informationen über seine Umgebung im Blickfeld. Er weiß, wie die Personen um ihn herum heißen und findet schnell zum Ziel. Derartiges sollen auch Datenbrillen bringen.

Das bekannteste Brillen-Wearable ist die Google Glass. Diese wurde 2012 mit großem medialem Hype vorgestellt und mit spannend klingenden Features befüttert, aber erst 2014 auf den Markt gebracht. Bereits im Januar 2015 folgte ein Verkaufsstopp, da das Produkt nicht die Erwartungen erfüllte.

Statt auf Datenbrillen im „Terminator“-Stil konzentrieren sich nun verschiedene Firmen auf die Entwicklung von Virtual-Reality-Brillen, zu denen Oculus Rift, Samsung Gear VR und weitere gehören.

Weitere Wearables-Anwendungen

Fitnesstracker, Smartwatches und Datenbrillen sind nicht die einzigen Gebiete, in denen Wearables zum Einsatz kommen. Es gibt schon zahlreiche andere Ideen, Konzepte und Produkte.

Zum Beispiel kann der Sproutling Baby Monitor schlafende Kinder überwachen, Everykey stellt einen Generalschlüssel für Türen sowie Computer-Passwörter dar und Amyko soll Leben retten. Während Thync Entspannung durch Neurosignale verspricht, kann Lumoback kann bei Rückenschmerzen helfen, der Shot Tracker verbessert die Fähigkeiten von Basketball-Spieler.

Weniger ernst gemeint sind der smarte BH namens True Love und das Anti-Wearable Flip Band.

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