Windows: Historie, Versionen und mehr

Windows Devices (Bild: Fotolia.com)
Windows Devices (Bild: Fotolia.com)

Mit der Maus oder mit den Fingern am Computer arbeiten, Objekte verschieben, Musik hören, Videos anschauen oder mehrere Programme gleichzeitig benutzen: Das, was für uns heutzutage vollkommen normal ist, war in den 1980er-Jahren noch etwas Besonders. Auf den Personal Computern nach IBM-Standard (kurz: PC) lief damals noch ein Betriebssystem namens MS-DOS, das man per Texteingabe bediente.

Erst 1985 gab es eine Verbesserung: Es erschien eine grafische Benutzeroberfläche namens Windows 1.0. Daraus wurde im Laufe der Zeit ein eigenständiges Betriebssystem. Und es benötigte weitere Jahre, damit Windows als mobiles Betriebssystem auf unterschiedlichen Geräten lief.

Eine kurze Windows-Historie

Windows ist nicht gleich Windows. Schon bei der dritten Version gab es mehrere Versionen und Auskopplungen: Windows 3.0, 3.1, 3.11, Windows for Workgroups 3.1 und so weiter. Nach der anfänglichen Durchnummerierung erfolgte zuerst eine Umbenennung in Jahreszahlen (Windows 95, 98, 2000), später verwendete Microsoft Namen wie XP, Vista, RT oder Mischformen wie Windows Server 2008 R2.

Zudem gab und gibt es meist parallel mehrere Windows-Fassungen. Unter anderem bot Microsoft gleichzeitig zu Windows 95 auch Windows NT 3.5 und Windows CE 1.0 an. Unterscheidungen einer Version in beispielsweise Home, Professional, 32 oder 64 Bit sorgten immer wieder für Verwirrung bei Käufern.

Die bewegte Geschichte des Microsoft-Produktes kennt einige positive wie auch negative Meilensteine: Windows 3.1, Windows 95, Windows XP, Windows 7 und Windows 10 gehören zu den erfolgreichsten Evolutionsstufen. Viele Fassungen dazwischen floppten oder mussten mit einem schlechten Image leben. Dazu zählen beispielsweise Windows ME, Windows Vista und Windows RT.
In IT-Kreisen redet man deswegen scherzhaft davon, dass es eine gewisse Logik gäbe: Nur jede zweite Windows-Ausgabe tauge etwas.

Windows 3.x

Wie schon das erste Windows war auch die 3er-Version eine grafische Benutzeroberfläche für das Betriebssystem MS-DOS. Es erschien zuerst als Windows 3.0, mit der Version 3.1 gelang der Durchbruch. Für viele ist deswegen Windows 3.1 das erste "richtige" Windows.

Dank der 32-Bit-Architektur war mit Windows 3.x in begrenztem Maße Multitasking möglich, zudem konnten Musik und Videos relativ einfach wiedergegeben werden.

Windows 95, 98 und ME

Schick, komfortabel, tolle Funktionen und mehr Multimedia: Windows 95, das wirklich 1995 erschien, war ein großer und wichtiger Schritt für Microsoft. Mit dieser Fassung wurde unter anderem der Start-Button eingeführt, der – nach einer kurzen Unterbrechung bei Windows 8 – heutzutage immer noch ein zentrales Element darstellt.

Auf Windows 95 basierend brachte Microsoft in den folgenden Jahren die überarbeiteten Fassungen Windows 98 und schließlich im Jahr 2000 schließlich Windows ME (Millenium Edition) auf den Markt. 

Windows NT

Die NT-Reihe wurde parallel zu anderen Windows-Fassungen angeboten. Der Fokus lag hier auf der Stabilität, der sehr guten Netzwerkfähigkeit und der Möglichkeit zur Portierung auf andere Systeme, wozu PowerPCs gehörten.

Microsoft veröffentlichte auch Windows NT in verschiedenen Ausgaben. Diese besaßen Bezeichnungen wie Workstation, Server oder Small Business.

Die NT-Serie wurde später mit den regulären Windows-Versionen verschmolzen.

Windows 7

Der Nachfolger des erfolglosen Windows Vista war wieder ein Hit. Windows 7 findet man trotz seines Alters (es erschien 2009) immer noch auf recht vielen Computern und Notebooks. Im Jahr 2012 hatte Windows 7 mit über 630 Millionen verkauften Einheiten einen Marktanteil von 56,1 Prozent. Damit war es die am meisten verbreitete Windows-Version aller Zeiten.

Obwohl Microsoft stets die neueste Ausgabe seines Betriebssystems pusht, so ist man sich in Redmond der Popularität von Windows 7 bewusst. Deswegen gilt der Support bis Anfang 2020. Allerdings erscheinen keine Updates mehr.

Windows 10

Gemäß der eigentlich scherzhaften Logik entpuppte sich auch der Nachfolger zu Windows 7 – Windows 8 und 8.1. – als kein großer Erfolg. Microsoft führte damit eine komplett neue Oberfläche ein und warf damit die altbekannte Bedienung radikal über Bord. Der Grund für die Neuausrichtung stellte die Fokussierung auf Touchscreens von Tablets dar.

Die Weiterentwicklung, Windows 10, bietet zwar ebenso eine Unterteilung in „klassisches Windows“ und Kachel-Optik, verschmilzt aber beide Welten deutlich smarter. Wer am PC arbeitet, kriegt gleich zum Start die seit Windows 95 gewohnte Oberfläche präsentiert; Wer ein Tablet im Einsatz hat, sieht die großen Icons.

Mit Windows 10 sollen zudem viele Welten unter einer Haube vereint werden. Das Betriebssystem läuft deswegen auf verschiedenen Plattformen: Von Smartphones und Tablets über Notebooks und PCs bis hin zur Xbox One und Kleinstcomputern wie dem Raspberry Pi will Microsoft die One-and-Only-Lösung für alle Einsatzzwecke anbieten.

Darüber hinaus spendierte man der 10er-Version neue Features, wozu unter anderem der Sprachassistent Cortana (vergleichbar mit Siri von Apple) und der neue Browser Edge gehören. Neben diesen positiven Veränderungen gibt es auch Dinge zur Beanstandung. So steht das neue Betriebssystem für seine "Datensammelwut" in der Kritik, die unter anderem von Verbraucherzentralen scharf kritisiert wird. Mit den richtigen Windows 10 Datenschutzeinstellungen lässt sich die Spionage ganz gut eindämmen.

Mehr über das neue Microsoft-Betriebssystem erfahren Sie auf unserer Windows 10-Sonderseite.

Mobile Windows-Versionen

Früher war Windows eine Benutzeroberfläche für Personal-Computer, wozu Desktop-PCs und Laptops gehörten. Danach versuchte Microsoft sein mittlerweile zum Betriebssystem gereiftes Produkt auf andere Systeme zu bringen. Ein Ausflug in diese Richtung stellte Windows CE dar, das beispielsweise auf Handheld-Computern, PDA sowie auf der Spielkonsole Dreamcast lief.

Windows CE wurde zu Windows Phone weiterentwickelt, das in Windows Phone 7-Smartphones zum Einsatz kam. Damit reagierte Microsoft auf die Vormachtstellung von iOS und Android im boomenden Segment der Smartphones. Doch auch der Nachfolger Windows Phone 8 und der Aufkauf der Handy-Sparte von Nokia brachten dem Konzern bis heute keine signifikanten Marktanteile. Mit Windows 10 Mobile soll sich das ändern.

Windows Devices

Typische Windows-Devices waren und sind auch heute noch Computer und Notebooks (früher: Laptops). Diese Geräteklassen wurden um zahlreiche Unterarten erweitert, wozu Netbooks, Convertibles, Detachables und 2-in-1-Computer gehören.

Mittlerweile versucht Microsoft selbst den Markt mit Hardware-Produkten aufzumischen. Dazu gehören die Tablet-Notebook-Hybride der Surface-Serie und die Lumia-Smartphones.

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