Microsoft Teams: Special

Microsoft Teams (Bild: Microsoft)
Microsoft Teams (Bild: Microsoft)

Wer in großen Teams zusammenarbeitet, kennt dieses Problem: Bereits am Montag Morgen quillt das E-Mail-Postfach über. Ständig kommen neue Informationen über frische Aufträge und wichtige Status-Updates zu laufenden Projekte rein, aber auch mal Mails mit banalen Informationen oder gar Spam.

Um Herr der Lage zu werden, ist es einerseits ratsam, seine E-Mail-Flut zu sortieren, indem man beispielsweise Filter für den Posteingang festlegt. Andererseits macht die Einführung eines sogenannten Collaboration-Tools wirklich Sinn - gerade, wenn man sich mit internen wie auch externen Teams abstimmen muss. Heiße Tipps hierfür sind Slack und Workplace by Facebook. Ein weiterer Kandidat: das neue Microsoft Teams.

Vorstellung von Microsoft Teams

Slack, ein Akronym für „Searchable Log of All Conversation and Knowledge“, ist eine Kommunikationssoftware für Arbeitsgruppen. Anfang 2016 wurde gemunkelt, Microsoft plane, Slack für rund acht Milliarden US-Dollar zu übernehmen. Daraus wurde aber nichts.

Stattdessen gab Microsoft Anfang November 2016 bekannt, dass es mit MS Teams einen Konkurrenten zu Slack entwickelte. Hier stellt CEO Satya Nadella Microsoft Teams vor:

Und auch ein Image-Video zu Microsoft Teams gibt es, welches das Chat-Tool für Office 365 vorstellt.

Überall nutzbar

Microsoft Teams läuft auf Windows, Mac, Android, iOS und auf Web-Plattformen. Allerdings kann nicht jeder den Slack-Konkurrenten ausprobieren. Um Microsoft Teams nutzen zu können, muss man Office 365 Enterprise oder Office 365 Business installiert haben (Business Essentials und Business Premium sowie Enterprise E1, E3 und E5). Das Tool wird dabei als sogenannte "Customer Preview" - also als Vorabversion - bereitgestellt. Die endgültige Version wird laut Microsoft im ersten Quartal 2017 veröffentlicht.

Chat-Umgebung für Teams

Ein zentraler Bestandteil von Microsoft Teams ist der Gruppen-Chat. Teams können sich über ihre Projekte austauschen, zudem gibt es auch private Chats. Wie man es von anderen Chats und Messengern kennt, kommen auch bei Microsoft Teams Emojis, Sticker und GIFs zum Einsatz, um die Unterhaltungen lebendiger und bunter zu gestalten.

Microsoft Teams ist eine zentrale Schnittstelle, über die man andere Office-365-Dokumente einbinden kann, ohne sie per Mail hin- und herschicken zu müssen. Teams bietet unter anderem Zugriff auf SharePoint und OneNote, die Office-Dokumente können direkt aus dem Tool heraus bearbeitet werden.

Anpassbar und sicher

Da Microsoft Teams für den professionellen Einsatz in Unternehmen gedacht ist, steht das Thema Sicherheit natürlich an erster Stelle. Microsoft betont, dass Teams die Sicherheit und Compliance bietet, die Unternehmen von Office 365 erwarten. So werden zahlreiche Compliance-Standards unterstützt, wie ISO 27001, SOC 2, HIPAA und mehr. Zudem werden Daten bei der Speicherung und Übertragung verschlüsselt, eine mehrstufige Authentifizierung soll für verbesserten Identitätsschutz sorgen.

Microsoft Teams bindet nicht nur andere Offce-365-Anwendungen ein, auch Dienste, die nicht von Microsoft stammen, lassen sich aus Teams heraus nutzen. Microsoft selbst nett als Beispiele RSS-Feeds, Trello, GitHub und Asana. Falls man also solche Dienste bereits nutzt und in seinen Arbeitsablauf integriert hat, muss man auch unter MSt Teams nicht darauf verzichten. Ebenso APIs und andere Entwicklungswerkzeuge sollen sich in Microsoft Teams integrieren lassen.

Folgendes Video zeigt Schritt für Schritt, was Microsoft Teams im Detail bietet:

Wie lässt sich Microsoft Teams aktivieren?

IT Admins schalten Microsoft Teams frei, indem sie im Office 365 Admin Center auf Einstellungen gehen, "Services & Add Ins" öffnen und "Microsoft Teams" anklicken.

Für IT-Admins gibt es eine Reihe Trainings-Videos zur Einführung in Teams, weitere Informationen finden sich auch auf einer Seite, die Microsoft extra für die Teams Tech Community eingerichtet hat.

Wann kommt Microsoft Teams für Privatanwender?

Wie es aussieht, gar nicht. VentureBeat berichtet, dass Microsoft weder eine kostenlose Version plant, noch eine Version für Privatanwender. Schließlich erreiche man auch so 85 Millionen Nutzer. Zzum Vergleich: Beim Konkurrenten Slack sind es vier Millionen, davon 1,25 Millionen zahlende Nutzer.

Schade: Wenn man MS Teams nutzen will, braucht man ein passendes Business- oder Enterprise-Abo von Office 365.

Fazit

Im Bereich der Privatanwender hat Slack wohl nichts zu fürchten, aber mit Microsoft Teams scheint ein ernster Konkurrent für den Business-Bereich aufgetaucht zu sein.

Nutzer von Office 365 Business und Enterprise müssen sich nicht extra zu einem anderen Dienst anmelden, sondern können MS Teams nutzen, sobald es vom IT-Admin freigeschaltet ist. Ein großer Vorteil, denn niemand muss groß dazu überzeugt werden, es zu nutzen. Es ist einfach schon da und wird nicht so stark als zusätzliche Software empfunden. Schließlich ist es oft genug die größte Hürde, allen Mitarbeitern den Sinn und Nutzen eines neuen Dienstes oder einer neuen Software klar zu machen.

Zudem vermittelt Microsoft Teams durch die Integration ins offizielle Office 365 das Gefühl von Seriosität und Sicherheit.

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