Cortana: Die Sprachassistentin von Microsoft

In Science-Fiction-Serien und -Filmen wie „Star Trek“ gibt es oft einen allwissenden Computer, mit dem die Akteure reden, um mehr Informationen zu erhalten. Modernen Sprachassistenten, zu denen Cortana gehört, entwickeln sich in diese Richtung.

Was ist Cortana?

Was bei Apple bzw. dem iPhone Siri und in der Google-Suche Google Now heißt, hört bei Microsoft auf den Namen Cortana.

Der Name stammt von der Xbox-Spieleserie „Halo“. Hier ist Cortana eine künstliche Intelligent (KI), die mit den Helden spricht und ihn unter anderem mit neuen Einsatzinformationen versorgt. Die Erscheinung und Stimme von Cortana stammt von der fiktiven Figur Dr. Catherine Halseys.

In neuen Microsoft-Produkten wie den Lumia-Smartphones oder Windows 10 hat Cortana kein Aussehen, spricht aber mit einer weiblichen Stimme. Der Sprachassistent reagiert auf die Eingaben des Users, indem er Informationen im Web sucht oder Kontakte anruft.

Cortana (Bild: Microsoft)
Cortana (Bild: Microsoft)

Cortana Systemanforderungen

Cortana gibt es für Smartphones mit dem Betriebssystem Windows Phone 8.1 sowie für alle Computer und Mobilgeräte (z.B. Microsoft Surface), auf denen Windows 10 läuft. Microsoft arbeitet auch an Fassungen für Android, iOS und Xbox One.

Um Cortana nutzen zu können, muss das Mikrofon aktiviert sein und eine Internet-Verbindung bestehen. Zudem ist die Sprachassistentin nur in bestimmten Ländern verfügbar. Zu denen gehört Deutschland.

So funktioniert Cortana

Auf Smartphones mit Windows 8.1 oder höher gibt es eine Suchen-Kachel, mit der man Zugriff auf Cortana erhält. Unter Windows 10 sieht man in der Desktop-Ansicht neben dem Start-Button ein Suchfeld mit einem Mikrofon-Symbol – das aktiviert die Sprachsteuerung.

Um Cortana zu nutzen, muss man lediglich sein Anliegen ins Mikrofon sprechen. Die Sprachsoftware wandelt die gesprochenen Worte um und sendet sie an spezielle Server von Microsoft. Diese interpretieren die Sprachbefehle und geben darauf hin – hoffentlich – die passenden Antworten. Deswegen ist eine Internetverbindung nötig, um Cortana nutzen zu können.

Um mit der „künstlichen Intelligenz“ zu interagieren, sollte man möglichst deutlich sprechen. Sie versteht aber auch Dialekte, verschiedene Rhythmen und Sprachen.

Die Ergebnisse der Interaktionen fallen unterschiedlich und möglichst passend aus. Wer etwas im Web sucht, wird auf die Treffer der Microsoft-Suchmaschine Bing verwiesen. Erkundigt man sich nach einem konkreten Ereignis, zum Beispiel nach dem Wetter oder den Fußballergebnisse, so werden die Antworten direkt vorgelesen.

Zudem lässt sich Cortana nutzen, um den Routenplaner zu aktivieren, SMS zu verfassen, Kalendereinträge zu verwalten, Kontakte anzurufen, Musik abzuspielen oder den Wecker zu stellen. Mit diesen Funktionen agiert die Sprachsoftware wie ein persönlicher Assistent.

Außerdem dient Cortana auch zur Unterhaltung, indem man sich Witze vortragen lassen kann oder die weibliche Computerstimme nach dem Sinn des Lebens fragt. Smalltalk im Stil von „Wie alt bist du?“ ist ebenfalls möglich.

Datenschutz

Da zur Auswertung der Sprachbefehle die Daten an Microsoft-Server geschickt werden, steht Cortana wie auch andere Sprachassistenten in der Kritik. Zudem werden neben den Sprachinformationen weitere Nutzerdaten versendet, wozu beispielsweise die Ortungsinformationen gehören.

Um den Kritikern etwas Wind aus den Segeln zu nehmen, gibt Microsoft selbst einige Ratschläge, wie man Cortana „entschärfen“ kann, indem man die Privacy-Einstellungen optimiert.
 

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