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App

Apps (Bild: Pixabay.de)
Apps (Bild: Pixabay.de)

Hotelbuchungen, Reise- und Wetterinformationen, Fußballergebnisse oder Mails: Für alles gibt es Apps. Damit sind aber nicht nur Programme für Smartphones und Tablets gemeint.

Welche Arten von Apps gibt es? Wie groß ist der Markt? Wer stritt sich bereits um den Begriff AppStore? Wir klären hier diese und weitere Fragen.

Definition App

App ist eine Abkürzung für den englischen Begriff Application. Unter einer Applikation (so die direkte deutsche Übersetzung) versteht man eine Anwendung, im IT-Bereich sind damit Anwendungsprogramme gemeint.

Diese Art von Software soll dem Nutzer eine Lösung für ein Problem oder eine Herausforderung bieten. Dazu zählen unter anderem Programme für Textverarbeitung, Tabellenkalkulation, Videoschnitt und Bildbearbeitung. Somit wären Excel, Word oder Photoshop eigentlich typische Apps.

Im heutigen Sprachgebrauch versteht man aber unter Apps meist Programme für Mobilgeräte. Diese Mobile Apps lädt man sich auf sein Smartphone, Tablet oder seinen Computer mit einer modernen Windows-Version herunter.

Zudem findet man auch bei Internet-basierenden Programmen häufig den Begriff Web-App vor. Dazu gehören beispielsweise die Chrome-Apps, die man in dem Google-Browser nutzen kann.

Mobile Apps

Obwohl durch das erste iPhone der Begriff App schlagartige weltweit bekannt und salonfähig wurde, so gab es bereits davor Mobile Apps. Zum Beispiel waren auf PDAs oder Mobiltelefonen Kalender-Anwendungen oder kleine Spiele vorinstalliert.

Später konnten Apps – zum Beispiel Programme auf Java-Basis – auch auf die Mobile Devices heruntergeladen werden. Diese Programme hatten meist eine Größe von wenigen Kilobyte.

Mit der Präsentation des iPhones im Jahr 2008 veränderte sich der Markt rasant. Apple bot einen eigenen App Store an, der mit dem Smartphone verknüpft war. So lassen sich mit wenigen Klicks schnell und einfach Anwendungen jeder Art herunterladen, nutzen und deinstallieren.

Moderne Apps sind in der Regel mehrere Megabyte groß, einige Applikationen belegen auch schon über einen Gigabyte an Speicherplatz. Hierbei handelt es sich in der Regel um Gaming-Apps, die mit prachtvollen Grafiken und vielen Inhalten ausgestattet sind.

Die Besonderheiten von Mobile Apps

Für Android-Geräte, Blackberry-Telefone oder Smartwatches wie der Pebble gibt es mittlerweile ebenso unzählige Apps, die man aus den entsprechenden Stores herunterladen kann. Obwohl bei den Anwendungen für die verschiedenen Systemen immer der Begriff App geredet wird, so sind diese untereinander inkompatibel. Das heißt, Android-Applications laufen beispielsweise weder auf dem iPhone, noch auf einem Blackberry – und umgekehrt.

Eine Besonderheit findet man bei Windows vor. Mit Windows 8 führte auch Microsoft Apps für Computer und Notebooks ein. Hierbei handelt es sich um Programme, die einfach heruntergeladen und installiert werden können. In der Regel fallen solche Anwendungen – wie zum Beispiel die App-Variante von One Note – etwas simpler als „richtige“ Programme aus.

Das heißt, für Windows 8 und 10 gibt es weiterhin noch „normale“ Software, die man mit einigen Klicks installieren und deinstallieren muss. Microsoft verfolgt bei seinen neuen Betriebssystemen also ein zweigleisiges Konzept: Hier findet man noch klassische Programme und moderne Apps vor.

App Stores

Obwohl die Download-Plattform von Microsoft als Windows Store und die von Google als Play Store benannt wurde, so redet man im Allgemeinen von dem App Store des entsprechenden Anbieters. Das sorgte schon für einen Rechtstreit: Als Amazon das Angebot für seine Tablets und Smartphones auf den Namen Appstore taufte, klagte Apple dagegen. Der Konzern berief sich darauf, dass der Begriff „App Store“ alleine für seine Produkte gelte. Ein Gericht wies die Klage ab und bestimmte, dass AppStore (wie auch immer geschrieben) ein allgemein gültiger Begriff sei.

Jedes System bzw. jeder App Store gewinnt an Attraktivität durch eine quantitative und qualitative Auswahl. Hier brauchen sich die bekanntesten Anbieter nicht zu verstecken: Im Apple App Store gibt es über 1,4 Millionen Apps zum Herunterladen, im Amazon Appstore sind es mehr als 360.000 und im Windows Phone Store 340.000 (Stand: Mai 2015). Marktführer - rein nach der Anzahl betrachtet - ist der Google Play Store mit 1,5 Millionen Mobile Applications.

Monetarisierung von Apps

Ein Ende des App-Booms ist nicht abzusehen. Ganz im Gegenteil: Jede Woche erscheinen hunderte neuer Apps, die um die Gunst der User buhlen.

Um mehr Aufmerksamkeit und Downloads zu generieren, werden mobile Anwendungen in der Regel für wenige Euro angeboten. Preise von 30, 50, 100 oder mehr Euro, wie bei „großen“ Programmen üblich, muss man mit der Lupe suchen. Stattdessen spekulieren die Hersteller darauf, mit niedrigen App-Preisen mehr Käufer zu finden.

Seit einigen Jahren tendieren die Preise sogar gen Null. Das heißt, die Apps werden kostenlos angeboten. Die Monetarisierung erfolgt in solchen Fällen in der Regel durch die Einblendung von Werbebannern, dem Verkauf von zusätzlichen Inhalten oder Verbesserungen für kleine Beträge (sogenannte Microtransactions) sowie durch die Auswertung des User-Verhaltens.

Apps, die man kostenlos herunterladen und im Grunde gratis nutzen kann, bezeichnet man als Freemium (eine Verkürzung von Free-Premium). Im Spiele-Sektor ist der Begriff Free-to-Play oder Free2Play geläufig.

Bekannte Mobile Apps

Zu den namhaftesten Smartphone- und Tablet-Apps gehören WhatsApp, Facebook, Google Maps, Twitter, Dropbox und Snapchat. Auch mobile Anwendungen wie Tinder, Lovoo, Nightsnap, Foursquare Swarm oder zahlreiche Foto-Apps wie Instagram, Snapseed oder Photoshop Express erfreuen sich großer Beliebtheit.

Nicht zu vergessen sind die zahlreichen Spiele wie Quizduell, Angry Birds oder Candy Crush Saga, die alle Alters- und Gesellschaftsschichten Spaß bereiten. Zudem findet man in den App Stores auch Applikationen zu bekannten Webseiten, zum Beispiel für Spiegel Online, Kicker, BILD oder FAZ.

Web Apps

Wer Texte schreiben, chatten oder Dateien konvertieren will, der muss dazu nicht unbedingt ein Programm auf seinem Computer und Mobilgerät installieren. Eine einfachere Lösung stellen Web-Apps dar, also Anwendungen, die im Browser ablaufen. In der Regel fallen diese kostenlos aus.

Web-Apps sind oft kleine Tools, die einem die Arbeit oder das Leben auf andere Art und Weise erleichtern. Zum Beispiel gibt es Online-Applikationen, mit denen man schnell PDF-Dateien zusammenfügt, Fotos mit Effekten versieht, Tabellen anfertigt oder Präsentationen erstellt.

Der Vorteil von Web-Apps liegt auf der Hand: Sie benötigen nur einen Browser, somit laufen sie systemunabhängig. Dafür wird eine stabile und evtl. flinke Internetverbindung benötigt, zudem überträgt und speichert man unter Umständen heikle Daten auf einen fremden Server. Somit sollte man Web-Apps mit Bedacht nutzen.

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