Android: Historie, Versionen, Geräte und mehr

Samsung Galaxy Tab (Bild: Pixabay)
Samsung Galaxy Tab (Bild: Pixabay)

Was Windows in der Computerwelt darstellt, ist Android im Bereich der Smartphones und Tablets: Ein weltweit bekanntes und führendes Betriebssystem. Im Jahr 2014 wurden über eine Milliarde Geräte auf Android-Basis verkauft, über zwei Drittel aller neuen Handys basieren darauf.

Keiner der Mitbewerber kann hier mithalten. Ganz im Gegenteil: Seit der Veröffentlichung setzte sich das freie Betriebssystem von Google so gut durch, dass manch anderes Mobile OS in der Bedeutungslosigkeit verschwand.

Die Geschichte von Android

Bei dem populären Betriebssystem handelt es sich um keine native Entwicklung von Google. Als Basis dient Linux, auf welcher die Firma Android ihr Betriebssystem aufsetzte. Im Jahre 2005 kaufte Google das Unternehmen und trieb mit der Open Handset Alliance, wozu knapp 100 Unternehmen gehören, die Weiterentwicklung voran. Im Oktober 2008 erschien die erste offizielle Version.

In den ersten Android-Versionen diente das frei verfügbare Betriebssystem unter anderem als „Motor“ für Smartphones und Navigationsgeräte. Ab Android 3.0 fokussierte sich Google auf den wachsenden Markt der Tablet-Computer.

Die Expansion geht voran: Das Operating System läuft mittlerweile auch auf Android Laptops, mit Android Wear stößt der Konzern ins wachsende Segment der Smartwatches und Wearables vor; Mit Android TV will Google ins Wohnzimmer und mit Google Auto im den Wachstumsmarkt der Connected Cars durchstarten.

Verbreitung und Wachstum von Android

Da es sich bei Android um ein offenes Betriebssystem handelt, erfreut es sich größter Beliebtheit. Unbekannte Hersteller wie auch namhafte Unternehmen wie Sony, Samsung, HTC und neuerdings sogar Blackberry setzen das Mobile OS bei ihren Smartphones und Tablets ein. Dadurch legte das Google-System einen steiles Wachstum hin.

Im Sommer 2014 besaß Android einen weltweiten Marktanteil von knapp 85 Prozent, in Deutschland lag er bei rund 70 Prozent. Der nächstgroße Mitbewerber ist iOS (20 Prozent), das aber lediglich bei Apple-Produkten wie dem iPhone und iPad zum Einsatz kommt. Dahinter folgen Symbian, Windows Mobile und Blackberry OS.

Aufgrund des offenen Systems gibt es zahlreiche Abwandlungen und Derivate. So setzt Amazon bei seinen Kindle Fire-Modellen ein modifiziertes Android ein, der Android Player kommt beim BlackBerry BB10 zum Einsatz und diverse Smartphone-Anbieter (bspw. Sony, Samsung und HTC) verändern die Launcher-Oberfläche. 

Verbreitung von Android in Deutschland (Bild: Statista)
Verbreitung von Android in Deutschland (Bild: Statista)

Witzige Namensgebung

Alle Android-Versionen tragen neben der Versionsnummer noch einen Beinamen. Seit 1.5 werden Süßigkeiten verwendet. So gab es beispielsweise Android 1.6 Donut, Android 2.0 Èclair, Android 4.0 Ice Cream Sandwitch und Android 4.4 KitKat.

Mit jedem markanten Versionssprung macht der erste Buchstabe der süßen Namensgeber einen Schritt im Alphabet nach vorne. Somit ist klar, dass die Fassung nach Android 6.0 Marshmallow mit einem N beginnen wird.

Besonderheiten von Android

Neben den bereits genannten Punkten gibt es weitere Unterscheidungsmerkmale zu anderen Betriebssystemen. Zum Beispiel besitzen alle Android-Geräte einen Back-Button, um in Apps oder in der Navigation zurück zu springen.

Im Gegensatz zu iOS müssen nicht alle installierten Apps auf dem Homescreen abgelegt werden. Dieser kann somit ganz aufgeräumt erscheinen, über die App-Liste hat man jedoch Zugriff auf alle Programme. Was manch einen stört: Über die Startseite können Apps nicht deinstalliert werden - außer man installiert einen anderen Launcher, der dies ermöglicht.

Android lässt den Herstellern wie auch den Nutzern viele Freiheiten. Dadurch ergeben sich einerseits einige Vorteile, aber ebenso Nachteile. Da man beispielsweise Apps nicht nur über den Google Play Store, sondern auch aus anderen Quellen beziehen kann, macht das Android anfällig für Schadsoftware.

Zudem steht Google durch das Sammeln vieler privater Daten, die unter anderem durch vorinstallierte Apps generiert werden, immer wieder in der Kritik. Auch zahlreiche Drittanwendungen spionieren die Daten der Smartphone- und Tablet-User aus.

Bekannte Android-Geräte

Durch die massenhafte Verbreitung kommt es auch zu einer starken Fragmentierung. 2015 gab es über 24.000 verschiedene Tablet- und Smartphone-Modelle, die auf Android basieren. Laut der offiziellen Liste von Android-Geräten gehören unter anderem Samsung, Sony, HTC und LG zu den aktivsten Herstellern.

Bekannte Smartphone-Reihen auf Basis des Google-OS sind die Samsung Galaxy-, Sony Xperia-, Huawei Ascend-, LG Optimus- oder Alcatel One Touch-Serie. Bei den Tablets konnten sich zum Beispiel die Lenovo IdeaPad- und Samsung Galaxy Tab-Reihe einen Namen machen, aber auch das Nvidia Shield mit seinen Hochleistungsprozessoren.

Zudem lässt Google bei unterschiedlichen Herstellern seine Nexus-Smartphones produzieren. Diese kommen stets als erste in den Genuss einer neuen Android-Version.

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