Adobe Photoshop: Ratgeber

(Bild: Fotolia.com)
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Wenn man über das Thema Bildbearbeitung redet, fällt sofort der Name Photoshop. Mittlerweile ist „photoshoppen“ ein geflügeltes Wort für Retuschen geworden. Kein Wunder: Seit über zwei Jahrzehnten ist die Profi-Software bei Grafik-Designern und Kreativen angesagt.

Mit uns erfahren Sie unter anderem, wie man Photoshop kostenlos nutzen kann und welche Alternativen es zu der bekannten Bildbearbeitungssoftware gibt.

Die Geschichte von Photoshop

Obwohl der Software-Markt ständig in Bewegung ist, gibt es trotzdem noch einige Konstanten. Während Powerpoint das Tool Nr. 1 für Bildschirmpräsentationen darstellt, gilt Photoshop (kurz: PS) als das Nonplusultra für Bildbearbeitung. In keiner Grafik-Agentur und in keiner Druckerei darf das weltbekannte Tool von Adobe fehlen.

Wie alles begann

Als 1987 die ersten Fassung des Foto-Tools erschien, hieß es noch Display und war eine Entwicklung von Thomas und John Knoll. Sie vertrieben es unter anderem auch unter dem Namen Image Pro. Nach den ersten kleinen Erfolgen wurde die Firma Adobe auf die Entwickler aufmerksam und bot ihnen einen Deal an. Daraus resultierend erschien 1990 die erste Version von Adobe Photoshop für den Mac, 1992 kam die Windows-Fassung.

Es folgten mehrere Versionen, bei denen jeweils die Versionsnummer nach oben gezählt wurde. Damit war aber nach Photoshop 7 Schluss: Im Jahr 2003 erschien Photoshop CS, das quasi Photoshop 8.0 ist. CS steht für Creative Suit. Diese Art der Benennung behielt Adobe fast zehn Jahre durch, bis eine erneute Namensänderung anstand.

Anstatt sein immer mächtiger gewordenes Tool Photoshop 14 bzw. CS7 zu nennen, führte das Unternehmen die Bezeichnung CC ein. CC bedeutet Creative Cloud. Damit beschritt Adobe einen neuen Weg: Die Vernetzung über die Cloud bzw. das Internet ist ein elementarer Bestandteil geworden. Einerseits können so Einstellungen online gespeichert und von jedem Arbeitsplatz aus geladen werden. Andererseits gibt es die neuen Photoshop-Fassungen nur noch als Abonnement.

Express, Elements und Lightroom: Weitere Fassungen von Photoshop

Neben dem Hauptprogramm veröffentlichte Adobe in den letzten Jahren mehrere Ableger. Zum Beispiel gibt es mit Photoshop Express eine reduzierte Online-Variante, zudem erschien für Smartphones und Tablets eine gleichnamige App. Auch diese bildet nur rudimentär die Funktionen des großen Bruders ab.

Zudem brachte Adobe im Jahr 2001 zum ersten Mal eine abgespeckte Variante namens Adobe Photoshop Elements für Mac und PC heraus. Damit werden Einsteiger in Sachen Bildbearbeitung angesprochen. Dazu konträr positioniert sich Photoshop Lightroom – das spricht hauptsächlich Berufsfotografen an.


Adobe Photoshop: So kann man eine ältere Vollversion kostenlos herunterladen und nutzen

CS2 als Gratis-Download: Mit diesem Geheimtipp kommen Sie an eine ältere, aber immer noch sehr gute Fassung der Profi-Software Photoshop.


Adobe Photoshop CS2 (Screenshot: Förderland)

Photoshop CS2 Vollversion laden – so geht‘s

Früher musste man die Software für teures Geld kaufen, heute kann man die Fassung Photoshop CC im monatlichen Abo mieten. Hierfür gibt es verschiedene Angebote. Deutlich günstiger geht es, wenn man nicht die aktuellste Photoshop-Version benutzen möchte oder muss. Was viele nicht wissen: Adobe bietet die mittlerweile etwas angestaubte Fassung Photoshop CS2 als Gratis-Download an.

1A-Bildbearbeitung für ältere Computer

Adobe Photoshop CS2, auch als als Photoshop 9.0 bekannt, wurde im Jahr 2005 für Windows und OS X veröffentlicht. Seitdem ist technisch natürlich viel passiert, trotzdem stellt die Creative Suite noch eine sehr gute und solide Bildbearbeitungssoftware dar, die gerade auf älteren Rechnern stabil läuft.

Im Jahr 2013 entschied sich Adobe dazu, Photoshop CS2 und andere hauseigenen Tools gratis zur Verfügung zu stellen. Natürlich hängt man das nicht an die große Glocke, da ja die aktuellsten Fassungen an den Mann gebracht werden sollen.

So lädt man die Vollversion von Adobe Photopshop CS2 herunter

Wir zeigen Ihnen, wie Sie an die kostenlose Vollversion von Photoshop CS2 gelangen:

  • Mehrere seriöse Download-Portale bieten den Gratis-Download von Photoshop CS2 an. Zum Beispiel können Sie das Bildbearbeitungstool bei Chip.de herunterladen.
  • Klicken Sie auf den Button „Download Vollversion Photoshop CS2“, danach wählen Sie den Adobe-Server aus, der Download startet danach.
  • Führen Sie nach dem Herunterladen die Datei auf Ihrem PC aus und folgen Sie den Installationsanweisungen.

Wichtige Hinweise zur Nutzung von Photoshop CS 2 & Co.


Hinweise für die Nutzung von CS2 (Bild: Adobe)

Da Tools der Creative Suite 2 schon viele Jahre alt sind, stellte Adobe den Support dafür ein. Bei Problemen, die gerade auf neuen Computern durchaus auftreten können, gibt es somit keine Hilfe durch den Hersteller.

Zudem weist Adobe darauf hin, dass man die Tools nur herunterladen und einsetzen darf, wenn man sie zuvor mal käuflich erworben hat – zum Beispiel direkt bei Adobe oder über einem Drittanbieter.  

Die neue Version von Photoshop kostenlos testen

Wem CS2 nicht ausreicht, der kann auch die aktuelle Fassung von Photoshop gratis nutzen – allerdings nur für kurze Zeit als Testversion. Diese lässt sich auf einer Unterseite von Adobe kostenlos herunterladen


Adobe Photoshop Express: Bildbearbeitung online

Kein Geld für Photoshop und auch schlau genug, keine Schwarzkopie beim Spammer zu "kaufen"? Zum Glück gibt es auch eine Gratis-Bildbearbeitung von Adobe.

Express: Photoshop Light im Web

Im Jahr 2008 startete Adobe einen Online-Ableger seiner beliebten Software: Photoshop Express. Der Name ist hier Programm. Mit dem kostenlose Web-Tool kann man Bilder hochladen und nachbearbeiten. Von der Benutzeroberfläche und der Bedienung her erinnert Photoshop Express an Adobe Lightroom.

Bei der Benutzung gibt es allerdings ein paar Einschränkungen. Beispielsweise kann das Online-Photshop nur JPG-Dateien mit einer Größe von maximal 16 MB verarbeiten. Zudem wird das umstrittene Adobe Flash Plug-in benötigt.

Bild machen, fix bearbeiten, online speichern, schon haben andere Nutzer Zugriff auf die Bilddaten – so funktioniert der schnelle Online-Ableger. Somit richtet sich Photoshop Express an Einsteiger, welche die grundlegende Funktionsweise des bekannten Originals erkunden möchten. Für den professionellen Einsatz eignet sich die Express-Variante von Photoshop nicht.


Alternativen zu Photoshop

Es muss nicht immer das Original von Adobe sein, wenn man Bilder nachbearbeiten möchte. Erst recht nicht, wenn man ein Hobby-Grafiker ohne Profi-Attitüde ist oder für ein Start-up mit wenig Geld arbeitet. 

Pixelmator: Günstiges Grafikprogramm für Mac

Der Platzhirsch unter den Bildbearbeitungsprogramm ist groß, mächtig und teuer. Pixelmator ist eine kostengünstige Alternative für den Mac.


(Bild: Pixelmator Team)

Mächtige Photoshop-Konkurrenz

Apple ist bekannt für coole Optik. Das gilt nicht für die Rechner selber und ihre Software. Auch die mit Mac-Software erzeugten Dokumente glänzen häufig durch gutes und dabei einfaches Design. Dabei ist gutes Design, das die Inhalte transportieren hilft und nicht davon ablenkt, immens wichtig für den Erfolg unserer Kommunikation. Das gilt für eine Präsentation ebenso wie für ein Text-Dokument oder eine Grafik.

Ein mächtiges Grafik-Tool für Mac OS ist Pixelmator. Das Programm, das sich in der Bedienung an Photoshop anlehnt, gibt es als Download für rund 30 Euro. Es bietet genug Funktionen, um Grafiken zu erzeugen, die als professionell durchgehen. Zudem gibt es haufenweise Shortcuts, so dass man nach sehr kurzer Eingewöhnung mit Tasten oft schneller ist als mit der Maus.

Wer weder genügend Geld noch ausreichend Bedarf für den Leistungsumfang von Photoshop hat, der kriegt auch mit Pixelmator in kurzer Zeit anspruchsvolle Grafiken hin. 

Pixelmator auch für iOS erhältlich

Das Bildbearbeitungsprogramm gibt es mittlerweile sogar in einer iOS-Version, die der Version für macOS an Funktionsumfang nicht nachsteht und bereits für rund 5 Euro zu haben ist. Besonders schön daran ist die Tatsache, dass Pixelmator die Handsoff-Funktion von Apple unterstützt. Man kann also die Bildbearbeitung zum Beispiel auf dem iPad beginnen und am Mac da weitermachen, wo man aufgehört hat und umgekehrt. Die Dateien werden über die iCloud abgeglichen.

Allerdings gilt es zu beachten, dass Pixelmator die Dateien im eigenen .pxm-Format abspeichert. Man kann zwar die gängigen Bilddateitypen öffnen, also TIFF, JPG, PNG oder auch PSD (Photoshop-Datei), aber Pixelmator öffnet und speichert sie in seinem eigenen Format.

Hat man z.B. eine Photoshop-Datei mit Pixelmator geöffnet, speichert man sie als .pxm und muss sie als .psd exportieren, wenn man später wieder mit Photoshop daran arbeiten möchte. Das ist etwas umständlicher, schützt andererseits davor, die Originaldatei versehentlich zu verändern.

Acorn für den Mac

Ein anderes Programm mit einer ähnlich großen Fangemeinde wie Pixelmator stellt Acorn dar. Es ist ein US-amerikanisches Programm, das von einer kleinen, auf Apple spezialisierten Softwareschmiede aus Seattle programmiert wird.

Acorn wirkt sehr aufgeräumt, nicht ganz so modern, aber etwas freundlicher als Pixelmator mit seinen dunklen Paletten. Es besitzt einen ähnlich großen Funktionsumfang, allerdings existiert keine dazugehörige iOS-App. Acorn ist nur für den Mac zu haben und kostet knapp 30 US-Dollar.

Weitere Photoshop-Alternativen: Affinity Photo und GIMP

Affinity Photo ist ein relativ neuer Photoshop-Konkurrent. Das Programm wurde von Apple zur besten Mac App 2015 gewählt und überzeugt durch einen großen Funktionsumfang sowie den günstigen Preis von rund 50 Euro.

Das folgende Video stellt Affinity Photo kurz vor.

Selbstverständlich lässt sich auch eine kostenlose Testversion auf der Seite des Herstellers laden. Dazu muss man seinen Namen und seine E-Mail-Adresse hinterlassen und erhält daraufhin den Link zur kostenlosen "Demo" zugeschickt.

Affinity Photo ist mit einer deutschen Benutzeroberfläche ausgestattet sowie mit sechs Erweiterungen, durch die man folgende Eigenschaften auch direkt in Apple Fotos nutzen kann:

  • Retuschieren
  • Miniaturisieren
  • Monochrom
  • Liquify
  • Develop (Entwickeln)
  • Dunst entfernen

GIMP für alle Betriebssysteme

GIMP ist wohl die älteste der Alternativen. Schon 1998 erschien das Programm, es wurde von Peter Mattis und seinem Kommilitonen Spencer Kimball als Studienarbeit entwickelt. Das freie und quelloffene Programm wird seither stetig weiterentwickelt.

Allerdings merkt man der Software an, dass sie nicht speziell für den Mac geschrieben wurde. Von der Optik und dem Arbeitsgefühl her hinkt GIMP den anderen Alternativen etwas hinterher. Dafür ist es aber komplett umsonst und besitzt einen ebenso großen Funktionsumfang. Und durch sogenannte GIMP-Skripte lassen sich wiederkehrende Bildbearbeitungsaufgaben automatisieren.

Der Umgang mit CMYK

In Photoshop kann man Dateien ganz einfach vom Farbmodell RGB in CMYK und umgekehrt umwandeln. Grob gesagt, wird RGB von Digitalkameras genutzt und ist besser für die Monitor-Betrachtung geeignet. CMYK dagegen wird meist für den Druck verwendet.

Pixelmator und Acorn können CMYK-Dateien zwar lesen, wandeln sie jedoch beim Öffnen in RGB um. GIMP dagegen soll mit CMYK umgehen können. Auch GIMP speichert die Werke im eigenen Format, .xcf genannt. Andere Formate können aber durch Export erzeugt werden.

Fazit: Es gibt sehr gute Alternativen zu Photoshop

Adobe Photoshop ist das Standardprogramm für professionelle Bildbearbeitung, aber nur die wenigsten benötigen den vollen Funktionsumfang. Und nicht jeder ist bereit, monatlich für ein Programm zu zahlen, was er nicht täglich benötigt. Die Programme Pixelmator, Acorn Affinity Photo oder GIMP stellen sehr gute und günstige bis kostenlose Alternativen dar, die durchaus einen genauen Blick wert sind.

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