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3D-Drucker

3D-Drucker / Bild: Fotolia.com
3D-Drucker / Bild: Fotolia.com

3D-Drucker sind angesagt

3D-Drucker haben sich von einer exotischen Hardware zu einem Gebrauchsgegenstand entwickelt, der mittlerweile durchaus bezahlbar ist. Trotzdem sind sie in der Regel nichts für den normalen Anwender, der nur sein Microsoft Office-Paket und seinen Browser beherrscht. Schließlich druckt man in einem 3D-Drucker dreidimensionale Gegenstände, die man vorher in einem CAD-Programm entworfen hat. Dazu ist nicht jeder in der Lage.

Natürlich gibt es die Möglichkeit, die Arbeit anderer auszudrucken. So gab es schon vor dem Erscheinen der Apple Watch frei verfügbare Prototypen der iSmartwatch: Die Apple Watch zum Ausdrucken. Dazu musste man nur frei verfügbare 3D-Dateien auf seinen Rechner laden und sich - bei Vorhandensein eines 3D-Printers - eine Art “Prototyp” der Apple Watch selbst ausdrucken.

Auch der 3D Doodle 2.0 erfordert keine Kenntnisse im Umgang mit 3D-Programmen. Dafür sollte man in der Lage sein, mit einem Stift umzugehen. Denn der 3D Doodler ist eine besondere Art von 3D-Drucker. Mit ihm zeichnet man seine Kunstwerke in 3D in die Luft statt auf Papier.

3D-Drucker im Eigenbau

Wer keine Lust hat, viel Geld für ein Gerät auszugeben, was er vielleicht gar nicht benötigt, kann sich mit dem nötigen Fachwissen und Selbstvertrauen auch selbst einen Low-Budget–3D-Drucker bauen. EWaste nennt sich der 3D-Drucker aus alten Elektronikteilen im Eigenbau.

Anwendungsgebiete eines 3D-Druckers

Generell sind 3D-Drucker sehr praktisch, um sich zum Beispiel Ersatzteile für Geräte auszudrucken, die nicht mehr im Handel erhältlich sind oder um ganz spezifische Probleme zu lösen. Natürlich lohnt sich das nur, wenn das entwickelte Teil kein Einzelstück bleiben soll.

Zur Entwicklung von Prototypen, die später in Serie gehen sollen, ist 3D-Printing ideal. Statt bei jedem Optimierungsversuch ein neues Modell von Hand anfertigen zu müssen, kann man die CAD-Datei in einer Version speichern, ändern und ausdrucken.

Welches Druckmaterial?

Vor der Anschaffung eines 3D-Druckers sollte man auch die Folgekosten bedenken. Das sogenannte Filament - Kunststofffäden auf Rollen - aus dem das Druckobjekt gefertigt wird, ist fast so wichtig wie der verwendete Drucker. Es ist in vielen Farben erhältlich und besteht im Allgemeinen entweder aus Acrylnitril-Butadien-Styrol (ABS) oder Polyactide (PLA). Welches man verwenden will, hängt auch von der Art des Druckobjekts ab.

Generell kann man sagen, dass ABS etwas stabiler und hitzebeständiger ist, dafür lässt sich PLA leichter verarbeiten, ist schwerer entzündlich und gilt insgesamt als umweltfreundlicher. Besonders beim Verarbeiten von ABS ensteht der typische Geruch nach verbranntem Plastik, man sollte während eines Drucks gut lüften.

Die Herstellung von Filament unterliegt noch keiner Normung. Um so wichtiger ist es, darauf zu achten, qualitativ hochwertiges Filament eines renommierten Herstellers zu kaufen, ohne Weichmacher oder andere Zusätze, die möglicherweise gesundheitlich bedenklich sein können.

Nicht jeder Druck gelingt

Zu Beginn muss man sicher mit Material, Drucktemperatur und Druckgeschwindigkeit experimentieren, bis man die optimalen Einstellungen für seine Kombination aus 3D-Drucker und Filament gefunden hat. Falls der Druck mal nichts geworden ist: Sortenreines Filament lässt sich recyclen und kann wieder verwendet werden.

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