<< Themensammlung Organisieren

10.05.11

Zeitmanagement: Was tun CEOs mit ihrer Zeit?

Firmen sind erfolgreicher, wenn die oberste Führungskraft weniger Zeit mit Personen ausserhalb des Unternehmens verbringt.

Zeitmanagement ist eine Kernkompetenz von Führungskräften. Seit mehr als fünfzig Jahren kümmert sich deshalb die Wissenschaft darum. Peter F. Drucker schrieb in den 60er Jahren des vergangenen Jahrhunderts, dass effektive Chefs darum wissen, dass Zeit der limitierende Faktor ist. Ein Forscherteam der Harvard Business School hat jetzt versucht zu erfoschen, wie CEOs ihre Zeit verbringen.

48 Stunden Arbeit pro Woche

Oriana Bandiera, Luigi Guiso, Andrea Prat und Rafaella Sadun haben dafür rund 100 CEOs von 600 italienischen Unternehmen um Hilfe gebeten. Sie haben sich bereit erklärt, ihre persönliche Assistentin oder ihren Assistent während einer Woche alle Aktivitäten aufzeichnen zu lassen. Im Schnitt, hat sich gezeigt, arbeiten diese Chefs rund 48 Stunden pro Woche. Arbeit am Wochenende oder am Abend blieb dabei aber unberücksichtigt.Nutzen für die Firma

Generell lässt sich nachweisen, dass Firmen erfolgreicher sind, wenn ihre Chefs länger arbeiten. 60% dieser Zeit wird - wenig überraschend - für Meetings verwendet. Interessant ist dabei die Frage, mit wem eine Sitzung abgehalten wird. Die Hypothese der Forscher: CEOs, die mehr mit Firmenangestellten als mit Aussenstehenden konferieren, sind erfolgreicher und schaffen mehr Wert für die Firma. Die Vermutung dahinter ist, dass Meetings mit Aussenstehenden häufig dazu genutzt werden, Selbstmarketing für den nächsten Job zu betreiben.

Drin oder draussen?

Diese Frage treibt die Management-Wissenschaft in den vergangenen Jahren vermehrt um: Sollte ein CEO vor allem das Gesicht gegen aussen sein oder schafft er am meisten Mehrwert, wenn er sich um Internes kümmert? In den vergangenen Jahren hat vor allem die interne Sicht mehr und mehr Anhänger gewonnen. Sichtbarkeit gegen aussen nütze vor allem dem CEO, aber kaum dem Unternehmen.

» What do CEOs do? Working Paper der Harvard Business School

Das könnte Sie auch interessieren

Förderland-Newsletter

Wissen für Gründer und Unternehmer