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05.03.14

Wenn der neue Job zu Dir kommt: 3 Tipps für die effiziente Stellensuche im Web

Auch wenn es noch nicht in allen Personalabteilungen angekommen ist: immer häufiger suchen Kandidaten auch über ihr online Netzwerk nach einer neuen Stelle. Wer eine neue Herausforderung sucht, sollte auch im Web das «Vitamin B» spielen lassen. Mit diesen drei Tipps klappt’s bestimmt mit der nächsten Stelle.

Bild: Nomadic Lass bei flickr.com (CC BY-SA 2.0)Am 22. Januar dieses Jahres habe ich auf Xing ein Statusupdate geschrieben. Das war ein Tag nachdem ich erfahren hatte, dass meine befristete Anstellung Mitte Juli auslaufen und aufgrund von Personalabbauplänen nicht mehr verlängert würde. Mit wenig Aufwand bin ich so zu meiner Traumstelle gekommen. Klingt verrückt, oder?

So würde ich auch in Zukunft suchen:

1. Netzwerk aktivieren – online und offline.

Ich habe online mit einem einfachen Statusupdate mein Netzwerk aktiviert:

«Ich suche ab Juli eine Anstellung im Bereich Online Marketing, Schwerpunkt Blogging und Social Media. Wer weiss etwas?»

Auf Xing, wo ich ihn ursprünglich veröffentlichte – weil das doch der Ort der beruflichen Vernetzung ist – hatte ich gar keine Resonanz. Aber dafür auf Twitter. Xing-Neuigkeiten lassen sich nämlich automatisch auf Facebook und Twitter weiterteilen. So habe ich auf einen Schlag potentiell ca. 1400 Leute direkt erreicht. Einige meiner Kontakte haben die Meldung am Morgen für ihre Follower retweetet und so die Sichtbarkeit meines Anliegens um ein Vielfaches erhöht.

Schlussendlich erreichte dieses Update, das als Tweet, Facebook-Update und Xing-Neuigkeit rausging, auch meinen zukünftigen Chef bei den webguerillas . Er fragte nach meinem CV und wir trafen uns in Bern. Zwei Wochen später war meine Anstellung mündlich verhandelt.

Sehr erfolgsversprechend ist diese Suche für Leute, die ein grosses Netzwerk haben und so den erwähnten Multiplikator-Effekt nutzen können. Was offline schon lange als «Vitamin B» bekannt ist, wirkt im Netz unheimlich viel schneller. Denn wenn ich meiner Mutter sage, dass ich eine Stelle suche, sagt sie’s zwar ihrem Chef weiter. Der wird das aber wahrscheinlich nicht so schnell weitersagen wie jemand auf Twitter, der dazu nur einen Knopf drücken muss.

Also: Unbedingt auf Social Media aktiv werden! Der Aufbau eines genügend grossen Netzwerks zur Verbreitung solcher Anliegen braucht zwar Zeit, doch es lohnt sich schlussendlich.

2. Suchaufträge bei den grossen Stellenportalen anlegen.

Wer genau weiss, in welchem Bereich er/sie sucht, wird auch die grossen Stellenbörsen abklappern. Ein Suchauftrag ist dort schnell angelegt und beliefert einen mit neusten Stellenangeboten. Nachteil: die Konkurrenz ist hier gross. Bewerbungsverfahren sind oft komplizierter, weil hinter den Stellenanzeigen zumindest bei Grossfirmen zusätzlich eigene Jobportale stehen (wie z.B. bei meinem bisherigen Arbeitgeber, den SBB, oder bei Coca-Cola). Das hat Simone Janson auf diesem Blog auch schon erwähnt.

3. Über die eigenen Stärken bloggen.

Wer nicht unbedingt sofort etwas sucht, sich aber für die Zukunft eine gute Ausgangslage verschaffen will, sollte bloggen. Ein Blog ist eine sehr geeignete Plattform, sich längerfristig zu präsentieren und sein Wissen und Können in einem Fachbereich zu demonstrieren. Eine Grafikerin zum Beispiel, die auf ihrem Blog für alle Welt ersichtlich brauchbare Gestaltungstipps für einfache User weitergibt, wird sich nicht nur eine dankbare Leserschaft aufbauen. Sie zeigt möglichen Arbeitgebern auch, was sie auf dem Kasten hat.

Aber Achtung: Dazu muss man gut schreiben können und viel Geduld haben. Der Karriere-Bibel-Blog hat einen nützlichen Artikel darüber veröffentlicht, unter welchen Umständen Blogs zu Bewerbungszwecken sogar kontraproduktiv sind.

 

Bild: Nomadic Lass bei flickr.com (CC BY-SA 2.0)

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