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16.06.14Kommentieren

Warum Powernapping produktiver macht: Das sagt die Wissenschaft

Viele würden, wenn sie könnten, gerne Mittagsschlaf halten. Warum diese Gewohnheit sogar produktiver macht, belegen nun auch Studien.

epSos.de bei flickr.com (CC BY 2.0)Schlafen ist ein echtes Dauerbrenner-Thema bei imgriff.com, das kann man auch an den Kommentaren immer wieder ablesen. In meinem eigenen etwas ironischen Beitrag zu dem Thema habe ich mich mit der Frage beschäftigt, wo man im Büro mal am besten ein Nickerchen machen könnte. Einer unserer Leser hat damals kommentiert, wie er das handhabt:

»Ich habe zum Glück ein Einzelbüro und eine Klappliege im Schrank. Außerdem bin ich in der Wissenschaft tätig, so dass ich kaum 'Kundenverkehr' habe. In den 'Ruhezeiten' wird das Büro einfach abgeschlossen.«

Ein anderer Leser berichtet davon, wie er sich mittags mal 15 Minuten auf die Toilette zurückgezogen hat, um zu schlafen. Und auch sonst fand mein Beitrag übers »Schlafen im Büro« ungeteilte Zustimmung. Man sieht daran, wie wichtig das Thema unseren Lesern ist.

Mittagsschlaf - das sagt die Wissenschaft

Doch das sind nicht einfach nur Marotten, die so mancher Chef gerne mit »so ein Quatsch« vom Tisch wischen würde. Vielmehr belegen auch wissenschaftliche Studien, die ich kürzlich zufällig gefunden habe, dass so ein Mittagsschläfchen tatsächlich produktiver macht.

Eine Studie der Universität of Colorado Boulder unter zwei- bis dreijährigen Kleinkindern zeigt, dass diese ohne Nachmittagsschläfchen weniger Freude und Interesse hatten und sogar über weniger Problemlösungs-Fähigkeit verfügten.

Und Wissenschaftler der Unitversität Berkeley stellten fest, dass 60 bis 90 Minuten Schlaf am Nachmittag Lernfähigkeit und Gedächtnis verbesserte. Grund ist, dass der Körper in diesen 90 Minuten den gesamten Schlafzyklus inklusive REM-Phase durchläuft. Auf diese Weise wird das Kurzzeitgedächtnis »erfrischt« und ist hinterher besser bereit für neue Aufgaben.

Wie lange schlafen?

Aber auch kürzere Schlafenszeiten sind bereits ausgesprochen hilfreich, wie imgriff-Autor Gregor Groß vor einiger Zeit beobachtete. So stellte Gregor fest:

»Piloten von Langstreckenflügen hatten nach einem kurzen Schlaf von 30 Minuten eine um 16% verbesserte Reaktionszeit, während die von Piloten ohne Mittagsschlaf im Laufe des Fluges um 34% abnahm.«

Allerdings kennen manche von Euch sicher das Gefühl, sich nach einer halben oder ganzen Stunde Schlaf schlapp zu fühlen: Das hängt damit zusammen, dass man aus einer tieferen Schlafphase geweckt wurde. Dennoch ist auch dieser Schlaf für das Gehirn erholsam. Wer allerdings dieses unangenehme Gefühl vermeiden will, der sollte nur 10 bis 20 Minuten lang ein Nickerchen machen - dann kommt er erst gar nicht in die Tiefschlafphase und wird frisch und ausgeruht wieder aufwachen.

Den Chef überzeugen

Mit Verweisen auf diese z.T. wissenschaftlichen Erkenntnisse und Argumente lässt sich am Ende vielleicht auch der Chef überzeugen, die Klappliege im Büro zu genehmigen: Wenn Du ihm zeigst, dass Du hinterher mit doppelt so viel Schaffenskraft ans Werk gehen kannst. Die Wissenschaft hat es ja bereits bewiesen!

 

Bild: epSos.de  bei  flickr.com  (CC BY 2.0)

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