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07.01.11

Warum arbeiten auf Arbeit nicht immer klappt, aber doch gut ist

Das Büro sei zum Arbeiten ungeeignet: Zuviele Störungen, meint Jason Fried von 37Signals. Um ein gutes Team zu werden, bleibt der gemeinsame Arbeitsraum aber notwendig.

Jason Fried (37Signals)Einer der bemerkenswerteren TED-Vorträge 2010 stammt von Jason Fried, dem Gründer von 37Signals (Link zum Vortrag auf TED.com). Darin wettert Fried darüber, dass das Büro der schlimmste Ort der Welt sei, um wirklich arbeiten zu können. Das Problem mit unseren Büros sei, dass wir dort immerzu gestört werden - in Form von Meetings oder Managern, die auf uns einreden. Ist das so? Kommen die meisten Störungen wirklich von außen - oder stören wir uns nicht selber am meisten?

Arbeit ist wie Schlaf. Wenn man gestört wird, kann man nicht wieder dahin zurück, wo man war. Jason Fried

Damit wir im Team gut zusammen funktionieren, ist eine gewisse Zeit miteinander aber unerlässlich. Ohne persönliches Kennenlernen entwickeln Teams nicht das gewisse Füreinander und bleiben auf der Stufe von Arbeitsgruppen stehen. Der Unterschied? Eine Arbeitsgruppe besteht aus Menschen, die zufällig dieselbe Aufgabe bearbeiten sollen, das aber oft nicht wollen. Ein Team ist dadurch gekennzeichnet, dass sich alle Team-Mitglieder den gemeinsamen Zielen verpflichtet fühlen. Ein gutes Team fühlt sich darüber hinaus dem Wachstum und der Entwicklung aller seiner Mitglieder verpflichtet. Ohne ein gewisses Mindestmaß an Zeit miteinander zu verbringen, halte ich das für unmöglich.

So gesehen haben Störungen im Büro einen Vorteil: Wenn wir auf Arbeit vom Arbeiten abgehalten werden, weil uns jemand stört, dann hat diese Störung zumindest etwas Gutes. Wir arbeiten an unseren Beziehungen zu Mitmenschen. Wenn ich mich zu Hause selber vom Arbeiten abhalte, nützt das keinem zwischenmenschlichen Band.

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