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04.05.17

Gastbeitrag

Wer an dieser Ausgabe spart, riskiert sein gutes Image


(Bild: Fotolia)

Ein Gastbeitrag von Anja Jefremow

Verhindern Sie, dass Ihre Schusselfehler Ihr Geschäft schädigen. Wie? Mit einem Lektorat. Das bringt mehr als Sie denken.

Auch Texte vermitteln Ihr Image

Präsentationen, Pressetexte, Speisekarten, Werbeplakate und sogar der eigene Lebenslauf – Schreibfehler schleichen sich überall ein. Die Bandbreite reicht von Fehlern hinsichtlich Groß- und Kleinschreibung über fehlende Kommas, doppelte Leerzeichen und vergessenen Worten bis hin zu einen einfachen Tipp- und Schusselfehlern. Das sieht nicht nur unschön aus, sondern vermittelt auch ein unprofessionelles Bild von Ihnen und Ihrem Unternehmen, Ihres Produktes oder Ihrer Dienstleistung nach außen.

Um den qualitativen Makeln Ihrer Arbeit vorzubeugen, gibt es Lektoren. Viele Unternehmer sehen diese jedoch als überflüssige Investition an. Schnell heißt es: „Ich hab schon jemanden drüberlesen lassen“, „Dafür hab ich jetzt keine Zeit mehr“ oder „Das Geld spar ich mir.“ Ist Ihnen Ihr perfektes und professionelles Bild nach außen wirklich so wenig wert?

Ein Lektorat bringt deutlich mehr als Sie denken

Das Aufgabenfeld Ihres Lektors stecken Sie selbst ab: Wollen Sie, dass Ihre Dokumente einfach nur auf Rechtschreibung, Grammatik und Zeichensetzung überprüft werden? Dann beauftragen Sie ein Korrektorat. Wollen Sie jedoch die gesamten Fähigkeiten Ihres Lektors ausschöpfen, dann werden Sie staunen, worauf ein guter Lektor – abhängig von der Textart – beim Lektorat achtet. Zum Beispiel:

  • Ist die Botschaft für Ihre Zielgruppe verständlich? Sprechen Sie die “richtige” Sprache oder verwenden Sie unternehmensinterne Fachbegriffe und leere Phrasen?
  • Verwenden Sie eine einheitliche Zielgruppenansprache?
  • Sind Ihr Dokument und dessen Inhalte logisch und nachvollziehbar aufgebaut? Findet Ihre Zielgruppe die Informationen, die sie sucht?
  • Passen Ihre Bilder zum Text oder gibt es Bild-Text-Scheren?
  • Passen die Formatierungen?
  • Passen die Umbrüche?
  • Gibt es Wiederholungen, die sich vermeiden lassen?
  • Müssen Schreibweisen vereinheitlicht werden?

Im Lektorat werden Ihre Dokumente somit deutlich detaillierter überarbeitet. Falls gewünscht werden auch Titel, Inhaltsverzeichnisse, Seitenzahlen sowie Fußnoten überprüft. Meistens texten Lektoren auch selbst gerne. Wenn Sie Unterstützung beim Texten und Formulieren von Botschaften haben, fragen Sie doch einfach bei Ihrem Lektor an.

Feste Honorare und Regeln für die Zusammenarbeit vereinbaren

Um sicherzustellen, dass Sie immer ein gutes Bild abgeben, suchen Sie sich am besten einen Lektor, mit dem Sie – wenn Sie einmal zufrieden sind – längerfristig zusammenarbeiten. Vereinbaren Sie zu Beginn Ihrer Zusammenarbeit feste Honorare und Regeln für die Kommunikation. So sparen Sie sich jede Menge Aufwand und können auch in stressigen Situation eine Qualitätskontrolle sicherstellen.

Für einen einmaligen Auftrag benötigt ein Lektor von Ihnen folgende Angaben:

  • Textart, die überarbeitet werden soll, z.B. eBook, Pressemitteilung, Werbe-Flyer
  • Textumfang, z.B. drei A4-Seiten, Textdokument mit 3.000 Zeichen (je konkreter, desto besser)
  • gewünschte Leistung, z.B. Korrekturlesen oder Empfehlungen zu sprachlichem, stilistischem oder optischem Optimierungspotenzial
  • Zeitrahmen: Bis wann soll die gewünschte Leistung erbracht werden?
  • ggf. eine Textprobe: Voraussetzung, um den Aufwand exakt kalkulieren zu können
  • Ihre Kontaktdaten

Für regelmäßige Aufträge reicht später ein Anruf oder eine E-Mail, in der das Timing für den nächsten Auftrag abgestimmt wird. „Ich hab hier eine 4-seitige Broschüre mit drei Infografiken – die muss nächste Woche in den Druck. Schaffst du das?“ Eine gute und vertrauensvolle Kommunikation mit dem Lektor ist das A und O.

Ein Lektor reißt Ihr Unternehmen nicht in den Ruin

Die Frage, was ein Lektor kostet, lässt sich leider nicht pauschal beantworten. Gute Lektoren rechnen ihre Aufträge immer nach Aufwand ab. Stellen Sie sich vor, Ihr Text beinhaltet nur zwei Kommafehler. Dann zahlen Sie deutlich weniger, als wenn erst jeder Satz umgebaut werden müsste, damit er von Ihrer Zielgruppe überhaupt verstanden wird. Meist wird ein Stundenlohn oder ein Festpreis für bestimmte Dokumente kalkuliert, Bücher werden nach sog. Normseiten abgerechnet.

Sind Sie noch unschlüssig, ob Sie wirklich einen Lektor brauchen? Dann fragen Sie sich, wie sicher Sie in der Verwendung von Sprache sind. Schließlich sind Ihre Texte und Dokumente ein Schlüssel Ihres Erfolges.

Autor: Anja Jefremow

Unter dem Decknamen „Korrektureule“ korrigiert und optimiert Anja Jefremow Texte jeglicher Art. Kreativität ist ihre Leidenschaft, Qualität ihr Anspruch und Zuverlässigkeit ihr Maßstab. Die studierte Medienwirtin (FH) startete ihre Karriere im Jahr 2004 in der Redaktion des T-Online Portals. Danach tauschte sie die redaktionelle Arbeit gegen das Themenfeld Public Relations ein und platzierte verschiedene Telekom Produkte in der Öffentlichkeit. Im Herbst 2015 startete sie unter Korrektureule.de ein Angebot für das Lektorat deutscher Texte und machte damit ihre Leidenschaft für Buchstaben zu einem zweiten Standbein.
Website des Autors
Anja Jefremow

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