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27.12.13Leser-Kommentar

Vorsätze für 2014: So wirst Du endlich produktiver

Statt Dir vorzunehmen, endlich mehr Sport zu treiben oder mit dem Rauchen aufzuhören, könntest Du Dir für 2014 auch vornehmen, produktiver zu werden.

Seit Jahren schreiben wir an dieser Stelle über einzelne Massnahmen, Konzepte und Tools, die uns produktiver machen sollen. Das Jahresende ist meines Erachtens ein guter Moment, um sich aktiv vorzunehmen, diese Themen auch in die Praxis umzusetzen. Und was ist dafür besser geeignet als eine fixfertige Liste mit Vorsätzen? Wenn auch gespickt mit dem einen oder anderen Augenzwinkern. 

Im 2014 werde ich…

…meine Faulheit nutzen

Überlege Dir als erstes, weshalb Du produktiv sein willst. Wie beim Sport oder beim Rauchen braucht es ein klares Ziel. Produktivität wird meist so verstanden, dass man in der gleichen Zeit mehr macht. Technisch gesprochen wird mit einem gegebenen Input ein maximaler Output angestrebt. Ich für mich definiere es hingegen (wie bereits hier erwähnt) als «Das Gleiche in weniger Zeit machen», denn es geht nicht immer darum, noch mehr Dinge zu tun. Eine wohldosierte Faulheit ist die ideale Voraussetzung, um produktiver zu werden. Solange Du Dich gut dabei fühlst, Überstunden zu machen und stundenlang am gleichen Task zu arbeiten, wirst Du nie produktiv sein.

...Output-orientiert arbeiten

Wenn Du einen Spaziergang machst oder ein Buch liest, dann ist tatsächlich der Weg das Ziel. Willst Du aber eine Aufgabe erledigen, dann ist «Output» das Ziel. Natürlich braucht es gerade bei kreativen Arbeiten manchmal den einen oder anderen Umweg, um beim Bild des Weges zu bleiben. Aber überlege Dir bei jeder Arbeit, was der gewünschte Output ist, und arbeite auf dieses Ziel hin. Vergiss auch das Pareto-Prinzip nicht, wonach Du mit 20% des Inputs wahrscheinlich 80% des eigentlichen Outputs erreichen kannst. Entscheidend ist es zudem, dass Du Dir regelmässig Gedanken zum Output per se machst, denn Du kannst auch ganz effizient am Falschen arbeiten.

…analysieren & verbessern

Wie bereits in meinem Artikel zu den Vorteilen der Zeiterfassung erwähnt, lässt sich nur managen, was man auch messen kann. Produktivität ist das simple Verhältnis von Input zu Output und entspricht im Kern einer technischen Herangehensweise. Entsprechend ist es zentral, dass Du Dir zuerst überlegst, welche Ressourcen (v.a. Zeit) Du heute für welche Tätigkeiten und welche Projekte investierst. Ein Tool für die Zeiterfassung hilft Dir, eine verlässliche Datenbasis zu generieren. Zur Not bzw. zum Start tut es auch eine subjektive Auflistung. Gewöhn Dir aber eine Routine an, dass Du anschliessend regelmässig (z.B. monatlich sowie nach Projektabschluss) die aufgewendete Zeit analysierst. Wenn Du für etwas viel mehr Zeit als geplant bzw. als gewünscht benötigt hast, finde die Gründe dafür und lerne daraus für das nächste Projekt.

…selbstkritisch sein

Hinterfrage regelmässig Deine eigene Leistung und frag Dich, wie produktiv Du wirklich warst. Gib Dich nicht vorschnell zufrieden. Suche gezielt nach Produktivitätshemmern und beseitige diese kontinuierlich. Kannst Du Arbeitsort oder Arbeitszeit variieren? Gibt es jemanden, der die Aufgabe effizienter erledigt hätte und zu dem Du sie auslagern kannst? Berücksichtige dabei auch immer die Opportunitätskosten: Was hättest Du stattdessen in dieser Zeit tun können?

…Tools einsetzen

Jede Woche stelle ich Dir hier auf imgriff.com ein Tool vor, mit dem Du produktiver arbeiten kannst. Auch wenn Du den Artikel jeweils mit Interesse liest, hast Du vielleicht gerade keine Zeit, das Tool selber auszuprobieren, oder Du scheust den Aufwand für das Setup. Im neuen Jahr nimmst Du Dir nach der Lektüre jeweils 10 Minuten Zeit und überlegst Dir, in welchem Bereich Du dieses Tool einsetzen könntest. Wirklich beurteilen kannst Du den Nutzen natürlich sowieso nur, wenn Du das Tool selber ausprobierst. Und ich nehme mir im Gegenzug vor, Dir auch weiterhin jede Woche ein neues, spannendes Tool vorzustellen!

 

Bild: princessindisguise bei flickr.com (CC BY-SA 2.0)

Kommentare

  • Maximilian

    31.12.13 (16:36:29)

    Leider gehöre ich auch zu den Menschen, die immer alles perfekt machen wollen und damit viel Zeit für unnötige Details verschwenden. Übertriebener Perfektionismus und Produktivität passen einfach nicht wirklich zusammen. Dadurch bleibt dann viel Freizeit auf der Strecke und Stress ist ein ständiger Begleiter im alltäglichen Leben. Deshalb finde ich den Vorschlag, selbstkritisch den Sinn dieser Arbeitsweise zu hinterfragen für sehr wichtig. Ich werde auf jeden Fall im neuen Jahr versuchen, meinen Input zu minimieren und meinen Output zu maximieren.

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