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10.07.08

Viele Rechner, eine Peripherie

An vielen Arbeitsplätzen steht heute mehr als nur ein Computer. Es wäre unpraktisch, wenn man für jeden einen eigenen Bildschirm, Tastatur und Maus auf dem Schreibtisch unterbringen müsste. Die Peripherie lässt sich zum Glück gemeinsam nutzen.

Für die Verbindung mehrerer Rechner mit nur einem Set von Monitor, Maus und Tastatur gibt es Hardware- und Softwarelösungen.

Hardware
Über sogenannte KVM-Switches können Tastatur, Maus und Bildschirm mit mehreren Computern verbunden werden. Dazu schließt man seine Peripheriegeräte zunächst am Switch an und verbindet diesen einzeln mit jedem Computer.

Drei Kabel sind dabei jeweils nötig, was schnell zum Kabelsalat führt. Im Businessbereich kommen daher meist Geräte zum Einsatz, die die verschiedenen Signale über das Netzwerk leiten. Natürlich schlägt sich das im Preis nieder, ein Vergleich mag sich vielleicht dennoch lohnen. Viele Kabel können durchaus auch teuer werden. Der Pluspunkt bei der Hardwarevariante: Ist erst einmal alles verkabelt, funktioniert sie ohne weitere Konfiguration der angeschlossenen Systeme.

Software
Wer die Kosten für die Anschaffung der benötigten Hardware scheut, kann alternativ per Software auf die verschiedenen Computer zugreifen. Etliche kostenlose Tools stehen dafür zur Verfügung (siehe unten). Diese müssen jeweils auf allen beteiligten Systemen konfiguriert werden, was einen nicht unerheblichen Aufwand mit sich bringen kann.

  • Wer mehrere Windowssysteme koppeln möchte, verwendet am besten Microsofts hauseigenen Remote Desktop. In Windows XP (Pro) und Vista (Ultimate, Business und Enterprise) ist dieser standardmäßig enthalten. Die Clientsoftware für andere und ältere Windowsversionen lässt sich in Microsofts Download Center nachrüsten. Es steht sogar eine Mac-Version zur Verfügung. Beim Client besteht jedoch eine Einschränkung: Zwar kann man mit ihm auf andere Rechner zugreifen. Umgekehrt geht das aber nicht.

  • Eine andere Variante ist die Freeware Input Director, die nur für Windows erhältlich ist. Sie kann allerdings nur Tastatur- und Mauseingaben verarbeiten. Ein Bildschirm muss man für jeden Computer separat zur Verfügung stellen. Bei zwei Rechnern noch machbar, danach aber nicht mehr sinnvoll. Auf dem Mac erledigt die gleiche Aufgabe die Freeware Teleport.
  • Synergy ist Open Source und läuft auf praktisch allen Betriebssystemen. Wie bei Microsofts Remote Desktop kann man mit ihr auf andere Rechner zugreifen. Leider stammt die letzte Version aus 2006 und ist daher wohl nicht mehr uneingeschränkt nutzbar. Um die Konfiguration für das Tool zu erleichtern, wurden verschiedene GUIs entwickelt: QuickSynergy läuft beispielsweise auf Mac OS X und Linux.
  • Unter Windows und Unix/Linux läuft TightVNC (Open Source), eine Weiterentwicklung des bekannten RealVNC (von dem nur eine einfache Version als Freeware zur Verfügung steht). VNC wird auch von weiteren Programmen unterstützt. So lassen sich mit dem Apple Remote Desktop auch Macs einbinden. Letzteres Programm kostet aber eine Stange Geld und ist daher eher im Businesskontext angesiedelt. Zum Glück gibt es auch hier beispielsweise mit Vine Server eine kostenlose Alternative.

Der Varianten gibt es viele. Wenn Ihr mit diesen oder anderen Lösungen Erfahrungen gemacht habt, freuen wir uns über Kommentare!

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