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10.06.16Kommentieren

Corporate Culture

Unternehmenskultur als Schlüssel zum Erfolg

Quelle: Fotolia.com © gustavofrazao

Täglich acht Stunden am Arbeitsplatz, fünf Tage die Woche, 52 Wochen im Jahr, ergeben insgesamt 4.416 Stunden Arbeitszeit!

Arbeitnehmer verbringen jährlich die meiste Zeit im Büro- Kein Wunder also, dass der Wunsch nach einem Arbeitsplatz, der Freizeit und Beruf vereint, an welchem man sich wohlfühlt und sich selbst verwirklichen kann, stark vertreten ist. Bei einer Umfrage von XING und Statista kam heraus, dass sich überdurchschnittlich viele Menschen mehr Freiraum und eine flexiblere Einteilung der Arbeitszeiten wünschen. Auch StepStone stellt fest: Work-Life-Balance sollte am Arbeitsplatz gegeben sein, es ist wichtig Anerkennung und Respekt für die geleistete Arbeit zu bekommen und sich gut mit seinen Kollegen und Vorgesetzten zu verstehen. Werden diese Kriterien erfüllt, sind Arbeitnehmer glücklich, da sie sich mit dem Unternehmen identifizieren können. Glückliche Arbeitnehmer bringen sich mehr ein, sind produktiver, senken die Fluktuations- und Krankheitsrate und am Allerwichtigsten: Sie führen dazu, dass auch die Kunden glücklich sind. Es entsteht also ein beflügelnder Kreislauf.

Immer mehr Unternehmen (vor allem Start-ups) machen sich diese Idee zu Nutze und binden Mitarbeiter mit einer erfrischenden Form der Unternehmenskultur. Was das bedeutet? Der Begriff “Unternehmenskultur”, oder auch “Corporate Culture” genannt, ist schwer in Worte zu fassen. Unternehmenskultur ist der Grundstein und die Basis einer jeden Firma, wirkt auf alle Bereiche ein und spiegelt die Werte, die Vision und die Ziele dieser wider. Sie ist jedoch nicht greifbar, sondern nur zu spüren und trägt somit nicht nur zum internen Klima, sondern auch zur Außenwahrnehmung eines Unternehmens bei.

Statt Business-Dresscode und strenge Hierarchien, bieten offene Unternehmenskulturen Freiraum für Kreativität und Innovation, Teambuilding sowie Anerkennung und zeichnen sich durch flache Feedbackkulturen aus.
Google gilt als “Coolness”-Vorreiter in diesem Bereich - mit durchgestylten Arbeitplätzen, einer freien Arbeitszeiten-Einteilung, Tischtennisplatten im Büro, Massagen und gesundem Mittagessen. Das Ergebnis: der Wohlfühlfaktor steigt und die Mitarbeiter kommen gerne zur Arbeit.

Es scheint, als gehe ein regelrechter “Klimawandel” durch die Arbeitswelt. Wie dies in der Praxis aussieht, zeigen diese fünf ausgewählten Firmenbeispiele.

Die Hashtags haben, das 2006 gegründete Unternehmen, Twitter berühmt gemacht. Und diese Hashtags sind auch im Büro in Berlin, einem der über 35 Twitter-Standorte, zu finden. Slogans wie “#Lovewhereyouwork” zieren die Wände des offen gestalteten Arbeitsraums, welcher, mit viel Holz und schroffen, unverputzen Wänden, wie aus einem Magazin entsprungen scheint. Bei Twitter soll man sich entfalten können und das Motto “Keep Learning” sowie die stetig angebotenen Trainings verdeutlichen wie wichtig es dem Unternehmen ist, dass sich Mitarbeiter weiterentwickeln können und gefördert werden. Zudem gibt es Tischkicker am Arbeitsplatz, die nach jedem gespielten Tunier den Gewinner “tweeten”. Das fördert den Teamgeist und verknüpft - ebenso wie die vielen Bildschirme auf welchen aktuelle Tweets einlaufen - den Spaß mit der Arbeit. Über eine Jukebox erklingt Musik und schafft eine angenehme Arbeitsatmosphäre. Dies führt dazu, dass Mitarbeitern ein einzigartiger Arbeitsplatz geboten wird, zu welchem sie gerne täglich gehen.

Auch Babbel, das Online-Programm zum Fremdsprachen lernen, verfolgt seit 2007 an seinen zwei Standorten, in New York und Berlin, eine Strategie, die Mitarbeiter bindet. Hier dreht sich alles um einen guten Teamgeist. Wissen soll geteilt werden, um die besten Ergebnisse zu erzielen. Wissen wird vor allem auch durch die regelmäßig stattfinden Workshops, Lunch Presentations und Expertenvorträge gesteigert. Als besonderes Extra bekommt man, als sogenannter “Babbelonian”, außerdem freien Zugang zu den über 20 Fremdsprachen und kann sich so selber weiterbilden. Zudem wird bei Babbel gerne zusammen gesessen und gefeiert. Geburtstage, abgeschlossene Projekte, Sommer und Weihnachten sind immer ein willkommener Grund, sich zu versammeln und zu feiern. So wird das Teamgefühl erhöht und Kollegen werden zu Freunden.

Der niederländische Reiseveranstalter TravelBird verfolgt das Ziel, dass Mitarbeiter gerne zur Arbeit kommen und sich wohlfühlen. Aus diesem Grund, wird den sogenannten “Birdies” eine Menge geboten: So gibt es neben einem eigenen MacBook, welches auch privat genutzt werden darf, eine tägliches, gesundes Mittagessen im Büro im Herzen von Amsterdam, ein eigenes Firmenboot, ein Garten, privates Sporttrainig sowie eine Kaffebar und jeden Freitag Afterwork Drinks. Zudem wird Wert auf flache Hierarchien gelegt, wodurch gleichzeitig gegeben ist, dass Mitarbeiter ihre eigenen Ideen einbringen können. Offenheit und Transparenz sind demnach wichtige Unternehmenswerte.

Ähnliche Ziele verfolgt das schwedische Möbelunternehmen IKEA. Nicht umsonst wurde es von “deutschlands100” als einer der 100 besten Arbeitgeber weltweit genannt.
Durch die Größe des Konzerns und die vielen Standorte bieten sich jede Menge Chancen, Karriere zu machen und aufzusteigen. Ziel ist es, sich also selber zu verwirklichen. Auch Auslandsaufenthalte werden gefördert. Es gibt Mitarbeiterrabatte, viele Urlaubstage, jährliche Belohnungen für gute Leistungen, Urlaubs- und Krankengeld und viele Vorteile für Eltern, die es in anderen Firmen nicht gibt. Beispielsweise werden Kinderbetreuung und extra freie Tage an Hochzeiten und nach den Schulferien geboten.
Auch sozial engagiert sich das Unternehmen und möchte so erreichen, dass die Mitarbeiter stolz auf ihren Arbeitgeber sind. Und zu guter Letzt: IKEA ist eine der bekanntesten und größten Unternehmen weltweit. Gehört man als Mitarbeiter dazu, eröffnet sich einem ein großes Netzwerk an gleichgesinnten Kollegen.

BlablaCar ist das letzte Beispiel für eine motivierende Unternehmenskultur. Die, aus Frankreich stammende, weltweit führende Mitfahr-App hat sich seit 2006 rasant entwickelt und immer mehr Nutzer begeistert. So sollen auch die Mitarbeiter begeistert werden.  Unter dem Motto “Fun & Serious” wird die Arbeit mit Spaß verbunden. So kann man eine Woche im Jahr an einem anderen Unternehmensstandort, im Ausland, verbringen oder beim Skiwochenende, in den französischen Alpen, alle Kollegen kennenlernen. Nutzt man selber den Mitfahr-Service, werden einem die Kosten erstattet, sodass mehr Zeit bleibt, sich aktiv im Unternehmen einzubringen.

Man kann also festhalten, dass offene Unternehmenskulturen Mitarbeiter glücklicher machen, da diese sich wohler fühlen und so bessere Ergebnisse erzielen. Es wird eine emotionale Bindung zum  Arbeitsplatz aufgebaut, wodurch sich Mitarbeiter mehr einbringen. Unternehmenskultur ist somit ein wichtiger Schlüssel zum Erfolg.

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