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17.03.08Kommentieren

Tipps für die Gehaltsverhandlung: Mehr Geld für Leistung

Wer was leistet, soll auch was kriegen. Eigentlich. Denn leider ist gute Bezahlung heutzutage keine Selbstverständlichkeit. Da hilft nur eines: Selbst ist der Mann - oder die Frau, je nachdem. Aber ein paar Dinge sollte man beachten, wenn man den Chef um mehr Gehalt bittet.

Erstmal: Vorbereitung ist alles! Schreib genau auf (zum Beispiel in einem "Erfolgstagebuch"), was Du alles für die Firma geleistet hast - je früher Du damit anfängst, desto besser. Am besten sind Zahlen, die das belegen. Und: Du musst Dir auch selbst klar machen, was Du wert bist. Am besten übst du die Gehaltsverhandlung zu Hause im Rollenspiel.

Dann ist es eine Frage des Timings: Der beste Zeitpunkt ist dann, wenn Du die besten Argumente hast, also etwa nach erfolgreichem Abschluss eines Projekts, oder wenn die letzte Gehaltserhöhung schon eine Weile zurück liegt. Aber auch bei guter Wirtschaftslage, wenn der Chef gut gelaunt aus dem Urlaub zurückkommt oder gerade selbst erfolgreich war, ist ein psychologisch guter Zeitpunkt. Wenn das nicht zutrifft, warte lieber noch ein wenig.

Leg vor dem Gespräch unbedingt fest, wie hoch Deine Forderung maximal ist und welche Summe auf keinen Fall unterschritten werden darf. Aber: Gib eine klare Summe an, keine Spannen – sonst musst Du immer an der Untergrenze verhandeln. Mit einem gewissen Spielraum zeigst Du Dich flexibel, das verschafft Dir eine sichere Position bei der Verhandlung und Respekt beim Chef. Wichtig: Verkaufe dich nicht unter Wert, stell aber auch keine unrealistische Forderungen. Am besten informierst Du Dich vorher, was in der Branche/Firma oder unter Kollegen so üblich ist - dann hast Du auch gleich ein Vergleichsargument.

Überleg Dir, ob es nicht Gehaltsalternativen gibt, zum Beispiel vermögenswirksame Leistungen, Beiträge zur Altersvorsorge, Gewinnbeteiligung oder Aktienoptionen, Weiterbildungen, Dienstwagen auch zur privaten Nutzung oder eine Fahrtkostenbeteiligung – auch für Bus und Bahn (z.B. Jobticket oder Bahncard), die private Mitnutzung des Diensthandys, einen Zuschuss zur Kinderbetreuung oder andere Serviceleistungen für die Familie (etwa Putzfrau) - oder vielleicht einen Sonderurlaub oder eine längere Auszeit (Sabbatical). Wenn Du Alternativen anbietest, zeigt das, dass Du eine Lösung für beide Seiten anstrebst.

Sei nicht zu forsch: Eine Gehaltsverhandlung ist wie ein Verkaufsgespräch – mit dem Unterschied, dass der Käufer eigentlich gar nicht kaufen will. Und rechne nicht stur damit, dass Deine Forderung in vollem Umfang erfüllt wird.

Gib auch nicht gleich auf, wenn der Chef "Nein" sagt: Frag lieber danach, was von Dir erwartet wird, um Dein Gehaltsziel zu erreichen. Versuche es immer wieder, präsentiere dabei aber auch immer Leistungen. Steter Tropfen höhlt den Stein.

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