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06.06.16Leser-Kommentare

Sommer im (Home-)Office: Strategien, um auch bei 32 Grad Dinge erledigt zu bekommen

Zu kalte Räume bremsen die Produktivität. Zu warme aber erst recht. Wenn sich die Arbeitsräume unangenehm aufheizen, sind kleine Änderungen der Zeiteinteilung und Planung sinnvoll. Und manchmal darf man auch einfach mit gutem Gewissen einen Gang runterschalten.

Der Sommer steht vor der Tür, und damit die latente Chance/Gefahr übermäßiger, die Produktivität bremsender Hitze. Speziell Freelancer und Heimarbeiter könnten dann in arge Bedrängnis geraten, wenn sie nicht das Glück haben, in einem klimatisierten Büro zu sitzen. Wenn sich das heimische Arbeitszimmer im Laufe des Tages auf über 30 Grad erhitzt, dann kann sich selbst eine an einem »normalen« Tag locker in ein paar Stunden abzuarbeitende Aufgabenliste zu einer schier unüberwindbaren Herausforderung entwickeln. Als Gegenmittel existiert ein breites Spektrum an Instrumenten und Werkzeugen, vom Schreibtischventilator bis zum kalten Fußbad. Doch mitunter reicht schon eine an die neuen Temperaturen angepasste Arbeitsstrategie und Zeitaufteilung aus, um durch die Wärme bei Projekten und Erledigungen nicht in Verzug zu geraten.

Als jemand, der sich momentan in Kalifornien aufhält und von einer Privatwohnung aus arbeitet, die erst vor einigen Tagen eine Klimaanlage erhielt, konnte ich in den Wochen zuvor einige Erfahrungen sammeln.

1. Simple, repetitive Aufgaben sind weniger »hitzeanfällig«

Brauchbare zur Veröffentlichung vorgesehene Texte zu schreiben, fällt mir ab Raumtemperaturen von über 25 Grad sehr schwer. Also versuche ich, diese Tätigkeit entweder auf die erste Tageshälfte oder die Abendstunden zu verlegen. Gleiches gilt für andere Aufgaben, die einen hohen Einsatz kognitiver Kräfte erfordern. Repetitive Tasks und Aufgaben, bei denen das Gehirn ohnehin im Energiesparmodus läuft, lassen sich dagegen auch bei schier unerträglicher Hitze noch erledigen. Dazu zählt bei mir auch das Beantworten von E-Mails - zumindest solche, mit denen keine komplexen Probleme erörtert oder gelöst werden müssen.

2. Zu den »schlimmsten« Stunden den Sommer genießen

Anstatt um jeden Preis durchzuarbeiten, hilft es mir, mir einzugestehen, dass ich während der heißesten Stunden einfach die Arbeit ganz ruhen lassen und den Sommer genießen sollte. Das bedeutet, auf dem Balkon zu entspannen, wenn man einen hat, an einen Badesee zu fahren oder sich auf der Liegewiese um die Ecke zu sonnen.

3. Podcasts hören

Wenn ich dann während der Zeit, die ich eigentlich für die Arbeit reserviert hatte, in der Sonne brate oder im schattigen Straßencafé sitze, dann helfen mir Podcasts, wenigstens im Geiste aktiv zu sein: seien es Nachrichten, Dokumentationen oder interessante Themenpodcasts zu bevorzugten Fachthemen. Meist ist es bei praller Sonne entweder nicht möglich oder zumindest unangenehm, auf den Bildschirm zu starren. Audio-Inhalte zu konsumieren, stellt einen idealen, kreativitätsfördernden und inspirierenden Ersatz dar. Wer keine Podcasts hört und kein Problem mit englischsprachigem Content hat, der kann sich mal Umano anschauen - der Dienst bietet die nach eigener Aussage größte Bibliothek von Audio-Inhalten.

4. In Unterwäsche arbeiten

Dieser Punkt benötigt keine weitere Erläuterung. Nur von Skype-Videogesprächen oder Hangouts sollte man besser absehen.

5. Einfach mal weniger machen

Größere Hitzewellen haben auch ihre Vorteile: Weil die meisten Werktätigen gleichermaßen betroffen sind, liefern diese Situationen die ideale Entschuldigung, einfach mal das Tempo etwas herunterzufahren und sich bei der Erledigung von Aufgaben großzügigere Deadlines einzuräumen. Andere werden einem für diese Einsatz mit Vorbildcharakter dankbar sein.

 

(Foto: Flickr/mastermaqCC BY-SA 2.0)

Kommentare

  • Christof Steinke

    25.06.14 (08:53:32)

    Ich finde, da kann man von den Südländern lernen, also früh anfangen, am Vormittag Gas geben: Besprechungen und Wichtiges. Dann Siesta von 1 bis 3. Danach Routinekram und halbe Kraft bis zum Abend. Essen erst gegen 8, danach ein wenig aus dem Haus in die kühlere Nacht. So kommst du auch durch viele Wochen Hitze :) - Christof

  • Alessandro

    17.07.14 (12:15:40)

    Gute Tipps! Ausser in Unterwäsche zu arbeiten kann ich eigentlich alle befolgen :) Bei so heissen Tagen gehe ich gerne etwas früher zur Arbeit (auch wenn ich ein ziemlicher Morgenmuffel bin) und gehe am Nachmittag dann etwas früher nach Hause oder mache eine längere Mittagspause. Aber wenn es mal so richtig schön ist will ich mich ja auch nicht beklagen:)

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