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19.11.10Leser-Kommentare

So klappt es auch mit der Teamarbeit

Teamarbeit bietet – zumindest in der Theorie – eine ganze Reihe von Vorteilen:

  • Arbeit mit anderen macht Spaß.
  • Motivation und Arbeitszufriedenheit steigen.   
  • Treffen unterschiedlichen Menschentypen mit unterschiedlichen Erfahrungshorizonten, Fachwissen, Arbeitsmethoden, Perspektiven und Meinungen aufeinander, kann das inspirierend wirken und die Kreativität fördern.
  • Die Aufgaben werden gemeinsam in der Zusammenarbeit erledigt.   
  • Während der Teamarbeit wird meist mehr kommuniziert, es werden häufiger Wissen und Informationen ausgetauscht als bei der Einzelarbeit.   
  • Das Mehr an Kommunikation fördert in der Regel da...

Wenn man nicht mehr weiter weiß, gründet man 'nen Arbeitskreis, heißt es ...

Wenn man nicht mehr weiter weiß, gründet man 'nen Arbeitskreis gründet man 'nen Arbeitskreis

... und unter der Oberfläche dieses Schüttelreims verbirgt sich mehr als ein Quäntchen Wahrheit: In der Arbeitswelt von heute ist der still vor sich hin werkelnde Eigenbrötler out, Teamarbeit gilt als modern. Doch Teamarbeit funktioniert nur, wenn der Rahmen stimmt.

Teamarbeit bietet – zumindest in der Theorie – eine ganze Reihe von Vorteilen:

  • Arbeit mit anderen macht Spaß. Motivation und Arbeitszufriedenheit steigen.
  • Treffen unterschiedlichen Menschentypen mit unterschiedlichen Erfahrungshorizonten, Fachwissen, Arbeitsmethoden, Perspektiven und Meinungen aufeinander, kann das inspirierend wirken und die Kreativität fördern. Die Aufgaben werden gemeinsam in der Zusammenarbeit erledigt.
  • Während der Teamarbeit wird meist mehr kommuniziert, es werden häufiger Wissen und Informationen ausgetauscht als bei der Einzelarbeit.
  • Das Mehr an Kommunikation fördert in der Regel das Problembewusstsein der Teammitglieder: Wer Hintergründe, Zusammenhänge und Prozesse kennt – bzw. aktiv mitgestaltet hat – kann sein eigenes Handeln besser darauf ausrichten.
  • Erkennen Mitarbeiter, dass Sie Freiräume zum aktiven Mitgestalten erhalten, dass Ihre Stimme gehört wird und ihr Tun Auswirkungen hat, bringen Sie sich aktiver ein.
  • Bei der Teamarbeit steigt in der Regel zudem die Bereitschaft andere Teammitglieder zu unterstützen; es kann ein „Wir-Gefühl“ entstehen.
  • Teammitglieder setzen sich häufig auch anspruchsvollere Ziele und identifizieren sich stärker mit dem Unternehmen.

Kritik am Konzept „TEAM“: Toll, Ein Anderer Macht’s

Obiger Spruch wird immer wieder von Kritikern der Teamarbeit ins Spiel gebracht. Sie beziehen sich dabei auf das Phänomen des sozialen Faulenzens bzw. den Ringelmann-Effekt. Beide Begriffe beschreiben, dass es die Tendenz gibt, sich während der Teamarbeit eher zurückzuhalten. Wenn man es nicht muss und es keiner merkt, sinkt die Bereitschaft sich einzubringen. Die Gruppe leistet weniger als die Summe ihrer Teile vermuten lässt.  Jeder hat wohl schon mal die Erfahrung gemacht, dass man sich während der Teamarbeit zurücklehnt und die anderen machen lässt. Auf der anderen Seite kennt wohl jeder das Feeling, dass ohne ihn nichts läuft – und man im Sinne der Effektivität am besten alles selbst in die Hand nimmt.

Ist Teamarbeit also doch nicht so effektiv?

Diese Frage lässt sich bei allem Für und Wider nicht eindeutig beantworten. Es kommt, wie so oft, auf den Kontext an: Wer als Vorgesetzter seine Mitarbeiter gemeinsam zur Teamarbeit „verdonnert“, wird keinen Erfolg haben. Denn eine Gruppe von Mitarbeiter ist noch lange kein Team. Ein Team muss sich und eine gemeinsame Arbeitskultur erst entwickeln – und dafür müssen die passenden Rahmenbedingungen geschaffen werden: Beispielsweise sollte man auf die Größe des Teams und die zu erbringenden Aufgaben achten. Zu viele, aber auch zu wenige Teammitglieder können kontraproduktiv sein. Bei der Zusammenstellung des Teams sollte zudem auf Fachwissen und Persönlichkeitstypen geachtet werden. Darüber hinaus spielen auch geeignete Räumlichkeiten, ein angemessener Zeithorizont oder auch ein BYOD-Konzept sowie die Unterstützung der IT für den Teamerfolg eine Rolle. Nicht zuletzt ist darauf zu achten, dass die richtige Führung auch bei der Teamarbeit zur Zielerreichung ein wichtiger Faktor ist.

Kommentare

  • Charly Suter

    20.11.14 (11:29:32)

    Tendieren Leute dazu, sich bei der Teamarbeit zurückzulehnen, hat man eventuell die falschen Leute für das Team ausgewählt. Die Teammitglieder sollten nicht nur etwas beizutragen haben, sondern auch ein Interesse am Lösen des Problems haben.

  • Roman

    21.11.14 (10:42:50)

    Der Ringelmann Effekt ist spannend. Lässt sich dann pauschal sagen, dass es besser ist ein Team tendenziell kleiner zu gestalten als zu groß? So ist zumindest genug Arbeit für alle da?

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