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06.06.14Leser-Kommentare

Shoot: Warum digitale Visitenkarten sinnvoll sind

Was macht man mit einer physischen Visitenkarte? Abtippen, scannen? Mit Shoot kann man dem neuen Kontakt mit einem Klick eine informative und schön gestaltete digitale Visitenkarte senden.

shoot_150Auch wenn unsere Welt immer virtueller, digitaler und schrittweise papierloser wird, halten sich physische Visitenkarten hartnäckig. Im Business-Umfeld sind praktisch alle Personen entweder auf Xing oder LinkedIn, womit man Kontakte grundsätzlich effizienter verwalten und aktuell halten kann als mit einer Visitenkarte. Trotzdem ist das Überreichen einer Visitenkarte ein formeller Akt, der zum ersten Kennenlernen dazugehört.Es gibt verschiedene Varianten, wie man mit einer physischen Visitenkarte umgehen kann. Ich persönlich nutze die App Worldcard, um die Visitenkarten zu scannen und zu digitalisieren. Ich füge sie aber bewusst nicht meinem Adressbuch zu, da ich dort nur meine engen und häufigen Kontakte verwalte. Zudem habe ich die Erfahrung gemacht, dass die geschäftlichen Kontakte sehr rasch zu Karteileichen werden, wenn die Person den Job wechselt und man den Eintrag nicht aktualisiert.

Standardmässig füge ich anschliessend die Person noch auf Xing und meistens auch auf LinkedIn zu meinem Netzwerk dazu. Ganz geübte Netzwerker schicken der Person im Anschluss an das Kennenlernen noch eine E-Mail mit einer digitalen Visitenkarte im VCF- (Apple) oder CSV-Format (Outlook, Google). Damit kann die Person meine Kontaktdaten seinem Adressbuch hinzufügen (wenn er denn will), ohne dass er meine Daten abtippen muss.

Mit der iPhone-App Shoot kann man einen Schritt weitergehen und statt einer nackten Datei eine attraktive und angereicherte digitale Visitenkarte versenden. So können der Visitenkarte nebst den Standarddaten die Foto und die Links zu den eigenen Profilen in den sozialen Netzwerken hinzugefügt werden. Auf Wunsch wird dem Empfänger auch gleich die Adresse auf der Landkarte angezeigt.

Wer wie ich selber mit verschiedenen Identitäten (Firma, Projekte, privat) unterwegs ist, kann verschiedene Visitenkarten erstellen und die jeweils passende verwenden. Von Vorteil ist, dass der Empfänger die App nicht installiert haben muss, sondern einfach eine schön gestaltete E-Mail im HTML-Format erhält. Die Daten werden zudem nirgends online gespeichert, sondern nur lokal auf dem iPhone.

Shoot ist keine weltbewegende App, aber eine schöne Möglichkeit, sich einem neu kennengelernten Kontakt zu präsentieren und sich von der Masse abzuheben. Die App ist kostenlos im iTunes-Store verfügbar.

 

Bild: mwichary bei flickr.com (CC BY 2.0)

Kommentare

  • André

    09.06.14 (14:29:38)

    Mal interessant zum ausprobieren :)

  • Simon

    11.06.14 (17:52:20)

    Gute Idee. Viel schöner, als QR Code. Gibt's da etwas vergleichbares für Android oder Windows?

  • Marc

    19.06.14 (10:19:14)

    Ich finde der "parallel-Artikel" http://imgriff.com/2014/06/13/tools-wo-bleiben-die-revolutionaeren-produktivitaetstools/ bringt es von der Basis-Aussage auch im Bereich Visitenkarte auf den Punkt, die optimale Lösung gibt es aktuell nicht. bei reinen digitale Visitenkarten fehlt mir der Aspekt Haptik/Wiedererkennungswert. siehe auch hier die Kommentare: http://mashable.com/2014/02/10/touchbase-business-cards/ Ein anderer angesprochene Punkt ist die Verarbeitung/Archivierung/Gebrauch o.ä. Xing App OCR und LinkedIn cardmunch (was sich ja nun in evernote.com auflöst) haben ja eigene Apps. Auch andere Hersteller probieren es, teilweise nur mit mäßigem Erfolg: CamCard www.intsig.com/en/camcard.html www.plaxo.com + www.brewster.com www.logicode.de. (bump gibt es nicht mehr und ob touchbase für iOS und Android kommt? ) www.fullcontact.com / Cobook Contacts soll 100%-ig korrekte Daten liefern und aktuell halten oder halt moo.com mit optionalem NFC. Xing probiert mit Contaxt, einen weiteren Baustein, nämlich von der Visitenkarte über Adressbuch, nun die Brücke zum kleinen Netzwerk/Veranstaltung zu schlagen und somit die Bindung zur Plattform zu erhöhen. @Simon vielleicht sollte man jeweils die besten Punkte kombinieren, bspw. herkömmliche Visitenkarten mit QR-Code, welche jedoch auf eine virtuelle Visitenkarte verlinkt. alternativ kann man sich auch mal www.mysmart-card.com anschauen

  • Kay

    26.06.14 (13:47:16)

    Es wird in dem Artikel nicht dargestellt, wie aus dem beliebigen digitalen Einerlei (schöne HTML-Email) eine sinnvolle, effiziente Rückgewinnung der Daten erfolgen soll. Cut and Paste? Ausdrucken und Abtippen? Als sinnvoller erscheinen mir bspw. herkömmliche Visitenkarten mit einem QR-Code auf der Rückseite, der vCard-Informationen enthält. Verweise zu Online-Präsentationen sind in diesem Format ebenso möglich. vCard ist derweil das plattformübergreifende Austauschformat schlechthin und ist selbstverständlich nicht Apple-spezifisch. Vermutlich kann jeder Barcode-Reader mit dem QR-Code und die anschließende VCF-Verarbeitung umgehen. Nur _meine_ Meinung …

  • Patrick Mollet

    26.06.14 (13:50:06)

    Danke für den Hinweis, das geht tatsächlich aus dem Text nicht hervor! Dem HTML-Mail wird automatisch auch eine VCF-Datei angehängt.

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