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22.08.14Leser-Kommentare

Scribbleton: Ein kleines privates Wiki

Scribbleton ist eine weitere Notizen-App. Mit ihr können Notizen in einer Art Wiki erfasst und untereinander verlinkt werden. Tolles Konzept - aber das Tool hat noch Verbesserungspotential.

Mich faszinieren Tools, die es uns erlauben, Informationen so aufzubereiten, dass daraus Wissen entsteht. Dazu gehören verschiedene Mindmap-Tools genau so wie Self-Tracking-Tools. Aber auch Wikis: Wir haben schon bei zwei Firmen Wikis eingeführt, und ich war immer Feuer und Flamme und haben Unmengen von Seiten erstellt. Eigentlich träume ich noch immer von einem Tool, wo ich alle Informationen erfassen bzw. ablegen und miteinander vernetzen kann.Einen kleinen Schritt in diese Richtung geht Scribbleton. Die App für Windows, Mac und Linux ist ein kleines privates Wiki. Legt man sein erstes Wiki an, erstellt Scribbleton eine Startseite und man kann damit beginnen, Text zu erfassen. Der Text lässt sich minimal formatieren. Aber der Fokus liegt klar auf dem Inhalt, nicht auf Formatierungen.

Notizen werden miteinander verlinkt

Markiert man ein Wort im Text, kann zu diesem Wort eine neue Wiki-Seite erstellt werden, und das Wort wird automatisch mit dieser neuen Seite verlinkt. Verlinkt man ein Wort, zu dem bereits eine Seite besteht, verlinkt Scribbleton natürlich diese. So können Inhalte innerhalb eines Wikis miteinander verlinkt werden. Die Startseite legt man also idealerweise als Index und Übersicht der anderen Seiten an.

Scribbleton ist eine Desktop-App und benötigt keine Registration. Entsprechend werden auch die Inhalte lokal abgelegt. Den Speicherort kann man jedoch wählen und sie beispielsweise in der Dropbox oder in Google Drive speichern. Die App funktioniert plattformübergreifend, man kann also zuhause auf dem Mac ein Wiki erstellen und im Büro auf Windows weiter daran arbeiten. Oder natürlich im Team gemeinsam an einem Wiki arbeiten. Die Wikis lassen sich zudem als HTML und Textdatei exportieren.

Einiges an Verbesserungspotential

Dass sich Scribbleton «Wiki» nennt, ist eher übertrieben. Dafür ist die Funktionalität zu eingeschränkt. Grundsätzlich lassen sich auch mit mit Tools wie Evernote Notizen untereinander verlinken. Leider können auch keine Bilder, Tabellen oder ähnliches eingefügt werden. Ausserdem überrascht es mich, dass es keine Suchfunktion gibt. Aber als minimalistisches eigenes Wiki erfüllt Scribbleton durchaus seinen Zweck.

Kommentare

  • CGodlins

    22.08.14 (10:06:21)

    Sehr interessanter Beitrag...ich bin auch schon seit langem auf der Suche nach einem Tool, um mir für die Arbeit ein persönliches Wiki zu erstellen. Hast du da einen Tipp, welches ich verwenden kann. Bisher nutze ich Zim Desktop Wiki, aber so richtig überzeugt bin ich davon nicht...

  • Philipp

    23.08.14 (12:27:00)

    Ich setze seit einem Jahr auf Mediawiki. Meines ist mittlerweile auf über 22.000 Artikel angewachsen. Darin ist nicht nur meine Bücher- und DVD Datenbank enthalten, auch interessante Artikel aus dem Netz oder selbstgeschriebe Texte, Notizen, Links, Rezepte, Songtexte, Anleitungen, Bilder, Archive und so weiter drin. Ich möchte nicht mehr ohne leben. Das tolle ist wirklich das querverweisen von thematisch ähnlichem und das leichte sortieren in Kategorien. Eine super Sache. Grüße aus Dresden Philipp

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